S&P 500 erreicht Rekordhoch, da Buffett vor steigenden Marktspekulationen warnt

Der S&P 500 stieg auf ein neues Hoch von 7.272 US-Dollar und schloss bei 7.259,22 US-Dollar, nach einem Tagesgewinn von 0,81 %, während der Nasdaq 25.326,13 US-Dollar erreichte und der Dow 49.298,25 US-Dollar erreichte. Die Rallye wird durch starke Gewinne, KI-gestützte Dynamik und nachlassende geopolitische Risiken nach einem Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran angetrieben.
Gleichzeitig hat Warren Buffett davor gewarnt, dass die Märkte in eine gefährliche Phase eintreten. Er erklärte, dass die Anleger in „Glücksspiellaune“ seien und dass viele Vermögenspreise auf dem aktuellen Niveau irrational erscheinen könnten.
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Marktrallye angetrieben durch Gewinne und KI
Der jüngste Schritt wird durch eine starke Unternehmensleistung gestützt. Die S&P 500-Unternehmen sind auf dem Weg, im ersten Quartal ein Gewinnwachstum von 28 % gegenüber dem Vorjahr zu erzielen, das stärkste seit 2021.
Chip-Aktien sind der Vorreiter. Der PHLX-Halbleiterindex ist im Jahr 2026 um 55 % gestiegen, wobei Intel aufgrund von Berichten über die Nutzung seiner Chipdienste durch Apple um 13 % zulegte, während AMD aufgrund der Erwartung eines Umsatzwachstums von 33 % schneller als die Gewinne zulegte.
Alle 11 Sektoren im S&P 500 stiegen, wobei Materialien und Technologie die Zuwächse anführten. Der Index verzeichnete in der letzten Sitzung außerdem 43 neue Höchststände.
Buffett signalisiert Bewertungsrisiko
Buffett verwies auf nahezu rekordverdächtige Niveaus des S&P 500 Shiller CAPE-Verhältnisses, womit die aktuellen Bewertungen nahe an den Niveaus liegen, die während der Dotcom-Blase zu beobachten waren.
Er warnte davor, dass sich Spekulationen über alle Märkte ausbreiten, von eintägigen Optionen über Prognosemärkte bis hin zu Sportwetten. US-Sportwetten erreichten im Jahr 2025 ein Volumen von 167 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die Prognosemärkte allein im März 2026 25,7 Milliarden US-Dollar verarbeiteten, fast 13-mal mehr als ein Jahr zuvor.
Dieses Umfeld spiegelt die steigende Risikobereitschaft in allen Anlageklassen wider, nicht nur bei Aktien.
Berkshire baut Rekord-Cash-Position auf
Unterdessen jagt Berkshire Hathaway der Rallye nicht hinterher. Das Unternehmen verfügte am Ende des ersten Quartals 2026 über fast 400 Milliarden US-Dollar an Bargeld und kurzfristigen Staatsanleihen.
Sowohl Buffett als auch der neue CEO Greg Abel haben es vermieden, Kapital zu den aktuellen Bewertungen einzusetzen. Das Unternehmen hat Deals abgelehnt, die es für zu teuer hielt, und lieber auf bessere Einstiegspunkte gewartet.
Diese Liquiditätsposition erfüllt zwei Funktionen, nämlich den Schutz bei Abschwüngen und die Fähigkeit, sie bei Marktkorrekturen aggressiv einzusetzen.
Während der S&P 500 in den letzten 12 Monaten um 27,92 % zulegte, gab die Aktie von Berkshire Hathaway nach. Die Anteile der Klasse A fielen um 6,76 % auf 717.886 US-Dollar und die Anteile der Klasse B fielen um 6,59 % auf 478,41 US-Dollar.
Die Lücke zeigt eine Verschiebung der Anlegerpräferenz hin zu Wachstums- und Risikoanlagen. Seit Buffett seinen Rücktritt im Jahr 2025 bekannt gegeben hat, hat Berkshire etwa 37 % schlechter abgeschnitten als der S&P 500.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren legte Berkshire immer noch um 64,57 % zu, aber der S&P 500 übertraf es mit einer Rendite von 70,77 %.
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