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Juniper Research: Stablecoin-B2B-Zahlungen könnten bis 2035 5 Billionen US-Dollar erreichen

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cryptonewstrend.com
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Juniper Research: Stablecoin-B2B-Zahlungen könnten bis 2035 5 Billionen US-Dollar erreichen

Laut einem neuen Bericht von Juniper Research werden grenzüberschreitende B2B-Stablecoin-Zahlungen bis 2035 voraussichtlich 5 Billionen US-Dollar erreichen.

Der am 27. April veröffentlichte Bericht schätzt, dass der Gesamtwert grenzüberschreitender B2B-Stablecoin-Transaktionen von 13,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 steigen wird, wobei Unternehmenszahlungen im nächsten Jahrzehnt voraussichtlich die dominierende Nutzung sein werden.

Den Daten zufolge dürften die Business-to-Business-Transaktionen bis 2035 85 % des gesamten Stablecoin-Transaktionswerts ausmachen.

Die Nutzung geht über die Einzelhandelsaktivitäten hinaus. Unternehmen integrieren diese Token in Treasury-Abläufe, Lieferantenzahlungen und grenzüberschreitende Abwicklungen, bei denen Geschwindigkeit und Kosten nach wie vor entscheidende Faktoren sind.

Grenzüberschreitende B2B-Anwendungsfälle treiben das Wachstum voran

Die Ergebnisse von Juniper deuten darauf hin, dass Ineffizienzen im traditionellen Korrespondenzbankwesen ein Hauptgrund für diesen Anstieg sind. Herkömmliche Systeme sind auf mehrere Vermittler angewiesen, was häufig zu Verzögerungen, Devisenkosten und Nachrichtengebühren führt.

Im Gegensatz dazu werden Stablecoins fast sofort in der Kette abgewickelt, was sowohl die Bearbeitungszeit als auch die Transaktionskosten verkürzt. Dies macht sie besonders nützlich für Unternehmenstransfers mit hohem Betrag, insbesondere in Korridoren, in denen durch Dollar gedeckte Token als neutrale Abwicklungsschicht fungieren.

„Stablecoins ersetzen nicht die Zahlungsinfrastruktur; sie werden dort eingesetzt, wo die Vorteile am deutlichsten sind“, sagte Forschungsanalyst Jawad Jahan.

„Im grenzüberschreitenden B2B sind diese Vorteile am größten und wir erwarten im Prognosezeitraum das nachhaltigste Volumenwachstum.“

Juniper fügte hinzu, dass Zahlungsanbieter und Emittenten, die dieses Wachstum nutzen möchten, sich auf Unternehmensintegrationen und Partnerschaften im Zusammenhang mit Treasury-Management-Systemen konzentrieren müssen.

Die Stablecoin-Aktivität erstreckt sich über mehrere Segmente, darunter Überweisungen von Person zu Person, Geschäftszahlungen, Verbrauchertransaktionen und kartengebundene Nutzung. Dennoch wird erwartet, dass die Unternehmensströme mit zunehmender Akzeptanz klar die Führung übernehmen.

Wachstumsnarrativ trifft auf regulatorische Vorsicht

In politischen Kreisen auf der ganzen Welt hat der rasante Aufstieg von Dollar-gestützten Stablecoins genauere Beachtung gefunden. Zentralbanker warnen davor, dass diese Instrumente zwar effizient sind, aber Risiken mit sich bringen könnten, wenn sie sich außerhalb etablierter finanzieller Schutzmaßnahmen weiter ausbreiten.

Auf einem kürzlich in Tokio abgehaltenen Seminar warnte Pablo Hernández de Cos, dass US-Dollar-Stablecoins „wesentliche Konsequenzen“ für die globale Wirtschaftspolitik haben könnten, und verwies auf Bedenken hinsichtlich der Strukturierung und Einlösung dieser Vermögenswerte.

Er wies darauf hin, dass große Token wie USDt und USDC auf eine Art und Weise funktionieren, die Anlageprodukten und nicht liquidem Bargeld ähnelt, mit Rücknahmebedingungen und Gebühren, die sich von denen traditioneller Geldsysteme unterscheiden.

De Cos warnte davor, dass ein plötzlicher Anstieg der Rücknahmen die Emittenten dazu zwingen könnte, Währungsreserven wie Staatsschulden und Bankeinlagen aufzulösen, was möglicherweise zu Druck auf den zugrunde liegenden Märkten führen könnte.

Europäische Beamte haben sich dazu entschlossen, die Aufsicht im Rahmen von Rahmenwerken wie MiCA zu verschärfen, und warnten davor, dass Regulierungslücken es Emittenten ermöglichen könnten, ihre Geschäftstätigkeit in Krisenzeiten auf andere Jurisdiktionen zu verlagern.

Banken testen auch Alternativen, um digitales Geld in regulierten Systemen zu halten. Schweizer Institutionen wie UBS starten Pilotprojekte für auf Franken lautende Stablecoins, die Blockchain-Effizienz mit bestehenden Finanzkontrollen kombinieren.