Aktien-Futures bleiben stabil, während Händler die VPI-Daten und die Friedensverhandlungen im Nahen Osten im Auge behalten

Inhaltsverzeichnis Wall Street-Futures wurden während der vorbörslichen Sitzung am Freitag in einer engen Spanne gehandelt, da die Marktteilnehmer vor zwei entscheidenden Entwicklungen Vorsicht walten ließen: der Veröffentlichung kritischer Inflationskennzahlen und geplanten Friedensverhandlungen zur Lösung der Konfrontation zwischen Iran und Israel. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average blieben im Wesentlichen unverändert. An den S&P 500 gebundene Kontrakte stiegen um weniger als 0,1 %. Die Nasdaq-100-Futures stiegen um 0,1 % und positionierten den Technologie-Benchmark zum achten Mal in Folge im Plus – was den längsten Gewinnlauf seit August 2024 darstellt. Der Handel am Donnerstag endete mit Gewinnen aller drei Haupt-Benchmarks, was dadurch unterstrichen wurde, dass der Dow Jones für das Jahr 2026 wieder in den positiven Bereich zurückkehrte. Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass der Verbraucherpreisindex monatlich um 0,9 % steigen wird, was einer Steigerung von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Laut Henry Allen, Makrostratege der Deutschen Bank, hat diese besondere Datenveröffentlichung erhebliches Gewicht. „Es ist das erste, das den Zeitraum seit Beginn des Iran-Krieges abdeckt“, betonte er. Die geopolitische Instabilität im Nahen Osten dominiert weiterhin die Sorgen der Anleger. Während der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zugestimmt hat, Gespräche mit dem Libanon aufzunehmen, wurde in offiziellen israelischen Mitteilungen klargestellt: „Im Libanon gibt es keinen Waffenstillstand.“ Die Führung von Teheran verurteilte Israel wegen der Verletzung des bestehenden Waffenstillstandsabkommens und sperrte die Straße von Hormus für die Durchfahrt von Öltankern. Präsident Donald Trump wandte sich an Truth Social, um den Umgang Irans mit der Situation zu kritisieren, und erklärte, das Land mache „sehr schlechte Arbeit“ bei der Aufrechterhaltung des Öltransits über die strategische Wasserstraße. 🚨BREAKING: 🇮🇷🇵🇰🇺🇸 Der Iran sagt, sein Verhandlungsteam sei nicht in Islamabad angekommen und die Gespräche seien auf Eis gelegt. Teherans Bedingung: Die USA müssen Israel an den Waffenstillstand im Libanon halten, bevor Verhandlungen beginnen können. TL;DR: Der Iran erscheint möglicherweise nicht. Quelle: Tasnim https://t.co/5FNP0milF7 pic.twitter.com/HMjCaTB5wN – Mario Nawfal (@MarioNawfal) 10. April 2026 Top-Berater des Weißen Hauses kontaktierten Netanjahu unter der Woche und forderten Israel auf, die Militäreinsätze gegen den Libanon zu reduzieren. Die diplomatischen Verhandlungen sollen am Wochenende beginnen. Die Ölpreise stiegen angesichts der geopolitischen Unsicherheit. Die Brent-Rohölkontrakte stiegen um 2 % und erreichten 97,81 $ pro Barrel. West Texas Intermediate-Kontrakte legten um 1,9 % zu und pendelten sich bei 99,75 $ pro Barrel ein. Saudi-Arabien warnte außerdem davor, dass die jüngsten iranischen Militäraktionen seine Erdölproduktionskapazitäten verringert hätten. Die Goldkontrakte fielen am Freitagmorgen um 0,9 % auf 4.777 $ pro Unze, obwohl das Edelmetall auch in dieser Woche seine positive Dynamik beibehält. Der US-Dollar-Index legte gegenüber einer Reihe wichtiger globaler Währungen um 0,1 % zu. Die Benchmark-Rendite 10-jähriger Staatsanleihen stieg um 2 Basispunkte und pendelte sich bei 4,30 % ein. Analysten von Goldman Sachs gaben an, dass es mehrere Wochen dauern würde, bis sich eine mögliche Normalisierung des Angebots seitens der Produzenten am Persischen Golf manifestiert. Die kommenden VPI-Daten für März stellen die erste umfassende Einschätzung der Händler dar, wie sich der Anstieg der Erdölpreise nach Beginn des Iran-Konflikts auf die Inflationskennzahlen der Endverbraucher ausgewirkt hat.