Die Aktien von Tech Giant verzeichnen einen starken Rückgang, doch Experten prognostizieren eine deutliche Erholung am Horizont

Inhaltsverzeichnis Microsoft-Aktien haben eine schwere sechsmonatige Phase hinter sich und verloren 27,5 % ihres Wertes auf 370,87 $. Die Aktie bewegt sich nun gefährlich nahe an ihrem 52-Wochen-Tiefpunkt. Dennoch bleibt Bernstein fest im Bullenlager. Microsoft Corporation, MSFT Mark Moerdler, Analyst bei Bernstein, hat sein Outperform-Rating zusammen mit einem Kursziel von 641 $ für MSFT bestätigt – was einem potenziellen Aufwärtspotenzial von über 70 % gegenüber dem aktuellen Handelsniveau entspricht. Bernsteins These beruht auf einer kritischen zeitlichen Diskrepanz. Microsoft hat aggressiv in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz investiert, eine Strategie, die einige Marktteilnehmer verschreckt hat. Moerdler behauptet jedoch, dass der Kapitaleinsatz nicht das Warnsignal sei, das viele wahrnehmen. Die Analyse des Forschungsunternehmens legt nahe, dass der Großteil dieser Investitionsausgaben in Infrastrukturkapazitäten fließt, die innerhalb von sechs Monaten nach der Bereitstellung Einnahmen erwirtschaften. Diese zeitliche Kluft zwischen Aufwand und Rendite führt kurzfristig zu einer ungünstigen Optik. Bernstein analysierte fünf potenzielle Zuteilungskanäle für die Investitionsausgaben von Microsoft: proprietäre Anwendungen, kostenloser Copilot-Zugriff, interne Abläufe, margenschwächere Einnahmequellen für Azure AI und Kapazität, die auf die Aktivierung wartet. Die Ergebnisse des Unternehmens zeichnen ein konstruktiveres Bild, als die aktuelle Marktstimmung widerspiegelt. Ein erheblicher Teil der Investitionen fließt in margenstärkere Geschäftssegmente, insbesondere in die proprietäre Software und KI-Lösungen von Microsoft. Insbesondere Copilot generiert nach der Umstellung auf ein kostenpflichtiges Abonnementmodell KI-Umsätze in SaaS-Qualität mit gesunden Margen. Das Margenprofil von Azure hat sich verschlechtert, eine Realität, die Bernstein offen anerkennt. Die treibende Kraft liegt nach Angaben des Unternehmens in aufkommenden KI-Workloads, die im Vergleich zu herkömmlichen Cloud-Diensten geringere Margen mit sich bringen. Da sich diese Arbeitslasten weiterentwickeln und eine Größenordnung erreichen, rechnet Bernstein mit einer Margenverbesserung. Der aktuelle Druck spiegelt eher die Position von Azure im Rahmen seines KI-Ausbaus wider und weist nicht auf einen grundlegenden Fehler hin. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Gesamtumsatz ist im Wesentlichen stabil geblieben. Bernstein nutzt diesen Datenpunkt, um zu zeigen, dass Microsoft Kapitaldisziplin einhält, anstatt rücksichtslos auszugeben. Microsoft erzielte in den letzten zwölf Monaten eine Umsatzsteigerung von 16,7 %. Die Aktie wird derzeit mit einem KGV von 23,26 gehandelt, begleitet von einem PEG-Verhältnis von 0,8 – Kennzahlen, die sowohl Bernstein als auch InvestingPro im Vergleich zum aktuellen Preisniveau als unterbewertet bezeichnen. Bernstein geht davon aus, dass die Wachstumsbeschleunigung bei Azure im dritten Quartal beginnt und sich die anhaltende positive Dynamik bis ins vierte Quartal fortsetzt. Diese Prognose steht in direktem Zusammenhang mit dem Übergang der zuvor finanzierten Kapazität in den Status der aktiven Umsatzgenerierung. Gleichzeitig hat Microsoft eine Initiative gestartet, um bis 2027 proprietäre groß angelegte KI-Modelle zu entwickeln und diese als Alternativen zu Lösungen von OpenAI und Anthropic zu positionieren. Nach der Ankündigung einer Energieerzeugungspartnerschaft mit Microsoft hat UBS kürzlich die Kaufempfehlung für Chevron bestätigt. Die Zusammenarbeit umfasst den Bau von Erdgasanlagen in Texas, die speziell für die Stromversorgung der KI-Rechenzentrumsinfrastruktur von Microsoft konzipiert sind. An der Wall Street haben 34 von 37 Analysten, die sich in den letzten drei Monaten mit MSFT beschäftigt haben, ein Kaufrating vergeben. Das Konsenskursziel liegt bei 581,61 US-Dollar, was auf ein Aufwertungspotenzial von 56 % gegenüber dem aktuellen Niveau hindeutet.