Tokio verschärft die Kontrolle über digitale Vermögenswerte durch umfassende Überarbeitung der Finanzüberwachungsvorschriften

Im vergangenen Jahr hat Japan die Reichweite seiner Krypto-Reiseregeln ausgeweitet und damit signalisiert, dass sich der regulatorische Schwerpunkt des Landes weiter in Richtung Compliance, Rückverfolgbarkeit von Transaktionen und grenzüberschreitende Überwachung verlagert.
Wichtige Erkenntnisse:
Am 25. April 2025 hat die japanische FSA 30 Gerichtsbarkeiten zu ihrem Netzwerk für Krypto-Reiseregeln hinzugefügt.
Japans Umfang von 58 Märkten erhöht die Compliance-Anforderungen an Börsen und Stablecoin-Emittenten.
Als nächstes könnte die FATF-ähnliche Angleichung japanische VASPs im Jahr 2025 zu strengeren grenzüberschreitenden Kontrollen veranlassen.
Regulierungsklarheit entwickelt sich auf dem japanischen Markt für digitale Vermögenswerte im Zuge der Änderung der FSA-Reiseregeln
In einer Ankündigung vom 25. April 2025 kündigte die Financial Services Agency (FSA) an, dass sie die Benennung von Ländern und Regionen, die unter Japans Reiseregeln fallen, teilweise ändern und den Geltungsbereich der Anforderungen um 30 weitere Gerichtsbarkeiten erweitern werde.
Japans Reiseregelsystem soll Krypto- und Stablecoin-Transfers für regulierte Vermittler und damit auch für den Staat sichtbarer machen. Die FSA stellt fest, dass Japan bereits von Anbietern von Krypto-Asset-Austauschdiensten und Dienstleistern für elektronische Zahlungsinstrumente verlangt, bei der Übertragung von Krypto-Assets oder elektronischen Zahlungsinstrumenten wie Stablecoins Informationen über Urheber und Begünstigte zu übermitteln, damit Behörden und Unternehmen Transaktionswege effektiver verfolgen können.
Japan hatte bereits 28 Jurisdiktionen im Rahmen des Rahmenwerks abgedeckt, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Singapur, die Schweiz, die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong und Südkorea. Im Rahmen der neu veröffentlichten Änderung wurden weitere 30 Gerichtsbarkeiten hinzugefügt, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, die Niederlande, Irland, Belgien, die Tschechische Republik, Südafrika und die Türkei.
Nach Angaben der FSA hat Japan den Geltungsbereich der Reiseregel auf ausländische VASPs in Gerichtsbarkeiten beschränkt, deren Vorschriften mit denen Japans gleichwertig sind, da die Regeln weniger wirksam sind, wenn das Gegenparteiland keine vergleichbaren rechtlichen Anforderungen hat. Die jüngste Änderung ist daher als Reaktion auf den Umsetzungsstand der Reisevorschriften in den einzelnen Gerichtsbarkeiten formuliert.
Das Ergebnis ist eine formalisiertere grenzüberschreitende Meldekarte für Kryptotransfers. Sobald davon ausgegangen wird, dass eine Gerichtsbarkeit über gleichwertige Regeln verfügt, können regulierte japanische Unternehmen Übertragungen dorthin so behandeln, als ob sie in eine anerkannte Compliance-Architektur fallen. Tatsächlich baut Japan ein Netzwerk ausländischer Krypto-Jurisdiktionen im Whitelist-Stil auf, in dem erwartet wird, dass die Verpflichtungen zum Informationsaustausch auf eine Weise funktionieren, die die Regulierungsbehörden für sinnvoll halten.
Die Erläuterung des Regimes durch die FSA zeigt, wie detailliert diese Überwachungsstruktur geworden ist. Seit Juni 2023 verlangen die japanischen Vorschriften, dass ein Originator-VASP dem Begünstigten-VASP zum Zeitpunkt der Übertragung identifizierende Informationen mitteilt. Zu den Pflichtdaten gehören Namen, Adressen oder Kundenidentifikationsnummern sowie Blockchain-Adressdaten sowohl von Absendern als auch von Begünstigten, wobei natürliche und juristische Personen getrennt behandelt werden. VASPs sind außerdem verpflichtet, Aufzeichnungen über alle gesendeten und empfangenen Informationen aufzubewahren.
Das japanische Rahmenwerk deckt ausdrücklich sowohl Kryptoassets als auch elektronische Zahlungsinstrumente ab, die die FSA hier als Stablecoins identifiziert. Sie gilt auch unabhängig vom Betrag oder der Art des Tokens, wie es in den Leitlinien der Agentur heißt, allerdings sind Übertragungen an Einzelpersonen und nicht registrierte VASPs nicht in gleicher Weise abgedeckt.
Tatsächlich erleichtert Japan Krypto nicht den Mainstream-Finanzmarkt, indem es die Aufsicht reduziert. Es ermöglicht eine regulierte Nutzung und verschärft gleichzeitig die Informationspflichten, die mit jeder Übertragung verbunden sind, die über lizenzierte Unternehmen erfolgt.