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UBS senkt S&P 500-Prognose angesichts steigender Ölpreise und Spannungen im Nahen Osten

Quelle
cryptonewstrend.com
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UBS senkt S&P 500-Prognose angesichts steigender Ölpreise und Spannungen im Nahen Osten

Inhaltsverzeichnis UBS Global Wealth Management hat seinen Ausblick für den S&P 500 bis 2026 nach unten korrigiert. Die Anpassung erfolgt, da erhöhte Energiepreise und geopolitische Spannungen im Nahen Osten für Gegenwind für die Aktienmärkte sorgen. In einer am 6. April veröffentlichten Studie reduzierte das Schweizer Finanzinstitut seine Jahresendprognose von einer vorherigen Schätzung von 7.700 auf 7.500. Die Bank senkte außerdem ihre Erwartungen zur Jahresmitte von 7.300 auf 7.000. Seit die Feindseligkeiten mit dem Iran am 28. Februar eskalierten, ist der S&P 500 um etwa 3,9 % zurückgegangen. Steigende Rohölpreise in Verbindung mit geopolitischer Instabilität haben den Appetit der Anleger auf Aktien gedämpft. Laut UBS-Analysten geht ihr Hauptszenario davon aus, dass sich der regionale Konflikt in den kommenden Wochen entschärfen wird. Dies würde den Weg für eine schrittweise Normalisierung der Energieversorgungsketten ebnen. Dennoch warnte die Bank, dass die Wiederherstellung der Ölproduktion auf die Kapazität vor dem Konflikt viel Zeit in Anspruch nehmen werde. Umfangreiche Infrastrukturschäden in der gesamten Region bedeuten, dass eine vollständige Wiederherstellung der Produktionskapazität nicht schnell erfolgen wird. Diese längere Erholungsphase könnte die erhöhten Rohölpreise länger aufrechterhalten, als die aktuellen Marktpreise vermuten lassen. Erhöhte Energiekosten wirken sich typischerweise bremsend auf das Wirtschaftswachstum aus und verstärken gleichzeitig den Inflationsdruck. UBS-Analysten stellten fest, dass dieses Muster wahrscheinlich die Inflationswerte stabil halten und leichten Gegenwind für die US-Wirtschaftsaktivität schaffen wird. Infolgedessen hat das Unternehmen seine politischen Erwartungen der Federal Reserve neu kalibriert. Während die UBS bisher mit einer Lockerung der Geldpolitik im Juni und September rechnete, prognostiziert die Bank nun zwei Senkungen um jeweils einen Viertelpunkt im September und Dezember. Diese Zeitachsenanpassung veranschaulicht, wie internationale geopolitische Entwicklungen die Entscheidungsfindung inländischer Zentralbanken beeinflussen können. Trotz der reduzierten Ziele errechnet UBS ausgehend vom letzten Schlusskurs des S&P 500 von 6.611,83 ein Wertsteigerungspotenzial von rund 13,43 %. UBS behielt ihre Gewinnprognose für den S&P 500 für 2026 bei 310 US-Dollar pro Aktie bei. Die Institution bezeichnete amerikanische Aktien ungeachtet der kurzfristigen Herausforderungen als „attraktiv“. Analysten betonten, dass die Rentabilitätstrends der Unternehmen weiterhin robust seien. Sie betonten auch die kontinuierliche Implementierung künstlicher Intelligenz und die Generierung von Einnahmen als unterstützende Faktoren für die Aktienperformance, sobald konfliktbedingte Störungen nachlassen. UBS stellte fest, dass die allgemeine geldpolitische Haltung der Federal Reserve auch bei einer verzögerten geldpolitischen Lockerung weiterhin marktfreundlich bleibt. Die Bank hat ihre grundsätzlich optimistische Einschätzung der US-Aktien nicht geändert. Vielmehr hat es lediglich den Zeitrahmen und die Größenordnung seiner Preisziele neu kalibriert, um den anhaltenden Auswirkungen regionaler Spannungen Rechnung zu tragen. UBS prognostiziert derzeit zwei Zinssenkungen der Federal Reserve bis zum Ende des Jahres 2026, beide sind für die zweite Jahreshälfte geplant.