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Die britischen Stablecoin-Vorschriften könnten gelockert werden, da wichtige offizielle Hinweise der Bank of England auf einen Politikwechsel hinweisen

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Die britischen Stablecoin-Vorschriften könnten gelockert werden, da wichtige offizielle Hinweise der Bank of England auf einen Politikwechsel hinweisen

In einem bedeutenden Wandel überdenkt die Bank of England ihre Haltung zu Stablecoins und räumt ein, dass ihre ursprünglichen Vorschläge möglicherweise zu restriktiv waren. Die stellvertretende Gouverneurin Sarah Breeden hat eingeräumt, dass die vorgeschlagenen Beschränkungen für den Besitz von Stablecoins auf Basis des britischen Pfunds durch Privatpersonen und Unternehmen, die das Risiko großer Einlagenabflüsse von Banken mindern sollten, möglicherweise zu streng waren.

Breeden, der die Finanzstabilität bei der britischen Zentralbank überwacht, verriet der Financial Times, dass die Bank of England ihren Ansatz zum Management der mit Stablecoins verbundenen Risiken sorgfältig überdenkt. Der ursprüngliche Vorschlag, der eine Obergrenze für Privatbesitz auf 20.000 Pfund pro Münze und für Unternehmen auf 10 Millionen Pfund vorsah, stieß bei Branchengruppen auf Kritik, die die Beschränkungen als betrieblich umständlich erachteten.

Als Reaktion auf dieses Feedback erwägt die Bank of England alternative Ansätze zur Erreichung ihrer Ziele. Breeden betonte, dass die Zentralbank offen dafür sei, verschiedene Methoden zu prüfen, und erklärte: „Wir sind wirklich offen dafür, darüber nachzudenken, ob es andere Wege gibt, unser Ziel zu erreichen.“ Diese Bereitschaft, ihre Haltung zu überdenken, ist eine bedeutende Entwicklung, da sie zeigt, dass die Bank of England entschlossen ist, ein regulatorisches Umfeld zu schaffen, das das Wachstum des Sektors für digitale Vermögenswerte unterstützt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des derzeit geprüften Stablecoin-Rahmens ist die Anforderung, dass mindestens 40 % der Vermögenswerte, die einen britischen Stablecoin stützen, bei der Zentralbank hinterlegt werden müssen und keine Zinsen abwerfen. Diese Anforderung, die strenger ist als die in den Vereinigten Staaten, wurde kritisiert, weil sie den Betrieb von in Großbritannien ansässigen Stablecoins weniger rentabel macht. Breeden räumte ein, dass diese Anforderung möglicherweise zu konservativ war, und verwies als Grundlage für die ursprüngliche Entscheidung auf die Erfahrungen mit jüngsten Stressereignissen wie dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank im Jahr 2023.

Die Neubewertung ihres Stablecoin-Rahmens durch die Bank of England kommt zur rechten Zeit, da das Vereinigte Königreich Gefahr läuft, im globalen Wettlauf um die Etablierung eines wettbewerbsfähigen Sektors für digitale Vermögenswerte ins Hintertreffen zu geraten. Da auf Pfund Sterling basierende Stablecoins derzeit weniger als 0,5 % des globalen Stablecoin-Marktes ausmachen, der einen Wert von über 320 Milliarden US-Dollar hat, ist die Zentralbank bestrebt, ein System zu schaffen, das es Stablecoins ermöglicht, erfolgreich zu sein, den Nutzern Vorteile zu bieten und gleichzeitig ihre Sicherheit zu gewährleisten.

In einer anderen Entwicklung wandte sich Breeden gegen die Markterwartungen kurzfristiger Zinserhöhungen und erklärte, dass die Bank of England Zeit habe, die Auswirkungen der jüngsten Schocks und der sich entwickelnden Wirtschaft zu verstehen, bevor sie Entscheidungen treffe. Sie spielte auch die Gefahr einer anhaltenden Lohn- und Preisspirale als Folge des Nahostkonflikts herunter und nannte einen schwächeren Arbeitsmarkt und eine restriktive Geldpolitik als mildernde Faktoren.

Auch die Bilanzverkürzung der Bank of England, die mit der Abwicklung eines 525 Milliarden Pfund schweren Anleiheportfolios einhergeht, gab Anlass zur Sorge. Allerdings beschrieb Breeden die geschätzten Auswirkungen auf die langfristigen Zinssätze als „nicht enorm“, was darauf hindeutet, dass die Zentralbank den Prozess effektiv steuert.

Während ein überarbeiteter Zeitplan für das Stablecoin-Rahmenwerk noch nicht fertiggestellt ist, deuten Breedens Kommentare darauf hin, dass die Bank of England bereit ist, von ihrem ursprünglichen Ansatz abzuweichen, bevor Regeln in Kraft treten. Dieser Haltungswechsel ist eine positive Entwicklung für die Branche der digitalen Vermögenswerte, da er zeigt, dass die Zentralbank entschlossen ist, ein regulatorisches Umfeld zu schaffen, das Innovation und Wachstum unterstützt.

Die britischen Stablecoin-Vorschriften könnten gelockert werden, da wichtige offizielle Hinweise der Bank of England auf einen Politikwechsel hinweisen