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Die US-Notenbank erleidet aufeinanderfolgende Defizite, da die Kreditkosten die Einnahmen übersteigen

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cryptonewstrend.com
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Die US-Notenbank erleidet aufeinanderfolgende Defizite, da die Kreditkosten die Einnahmen übersteigen

Die US-Notenbank hat ihren dritten jährlichen Betriebsverlust in Folge verbucht, wobei die neuesten Finanzdaten im Jahr 2025 ein Defizit von 18,7 Milliarden US-Dollar ausweisen. Dies stellt eine Fortsetzung des ungewöhnlichen Finanzeinbruchs der Zentralbank dar, der im Jahr 2023 nach einer längeren Phase erheblicher Rentabilität begann. Laut einer aktuellen Analyse von The Kobeissi Letter haben die Gesamtverluste der Federal Reserve in den letzten drei Jahren unglaubliche 210,3 Milliarden US-Dollar erreicht, wobei der größte Verlust im Jahr 2023 zu verzeichnen war, gefolgt von kleineren Defiziten in den Jahren 2024 und 2025.

Die Hauptursache für diese Verluste ist auf den erheblichen Anstieg der Zinszahlungen an Banken und Geldmarktfonds zurückzuführen, während die Erträge aus Anleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren weiterhin gedämpft blieben. Diese Diskrepanz zwischen Ausgaben und Einnahmen hat dazu geführt, dass die Federal Reserve seit September 2022 Verluste schreibt, ein starker Kontrast zu ihrer bisherigen Geschichte konstanter Rentabilität. Zwischen 2000 und 2007 blieben die Erträge der Zentralbank relativ stabil und lagen zwischen 20 und 35 Milliarden US-Dollar.

Die Finanzkrise von 2008 markierte jedoch einen bedeutenden Wendepunkt, da die Gewinne der Federal Reserve aufgrund gesenkter Leitzinsen und verstärkter Wertpapierkäufe in die Höhe schnellten. Im Zeitraum zwischen 2009 und 2015 stiegen die Gewinne der Zentralbank sprunghaft an und erreichten einen Höchststand von rund 115 Milliarden US-Dollar. Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Federal Reserve erhebliche Mengen an hochverzinslichen Wertpapieren hielt, während die Finanzierungskosten nahezu Null blieben.

Das Blatt begann sich zu wenden, als die Zinssätze von 2016 bis 2022 zu steigen begannen, was zu einem Rückgang der Gewinne führte, obwohl sie im positiven Bereich blieben und zwischen 55 und 105 Milliarden US-Dollar schwankten. Die Finanzlandschaft der Federal Reserve erlebte im Jahr 2023 einen erheblichen Wandel, da aggressive Zinserhöhungen zu höheren Kreditkosten führten, was zu höheren Zinszahlungen auf Reserven und umgekehrte Pensionsgeschäfte führte. Umgekehrt blieben die Renditen des bestehenden Anleihenportfolios zu niedrigeren Zinssätzen fixiert, was dazu führte, dass die Ausgaben die Einnahmen überstiegen und im ersten Jahresverlust seit Jahrzehnten gipfelten, der sich auf rund 115 Milliarden US-Dollar belief.

Das Defizit blieb im Jahr 2024 bestehen, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau von rund 80 Milliarden US-Dollar, bevor es sich im Jahr 2025 weiter verringerte. Insbesondere stellte die Federal Reserve die Übertragung von Gewinnen an das US-Finanzministerium ein und markierte damit das Ende einer langjährigen Praxis, die seit 2008 zu Überweisungen von mehr als 1,36 Billionen US-Dollar geführt hatte. Diese Änderung spiegelt die aktuelle Finanzlage der Zentralbank wider und ist kein struktureller Zwang. Trotz der Verluste arbeitet die Federal Reserve weiterhin normal und ihr System ermöglicht es ihr, Defizite zu bewältigen, ohne sich Sorgen um die Zahlungsfähigkeit machen zu müssen. Der jüngste Trend zur Verringerung der Verluste, wie er in den Zahlen für 2025 deutlich wird, deutet auf eine mögliche Verschiebung der finanziellen Entwicklung der Zentralbank hin, wobei zukünftige Ergebnisse wahrscheinlich von Zinsschwankungen und Änderungen der Finanzierungskosten beeinflusst werden.