Cryptonews

Die USA fordern Banken dringend auf, mutmaßliche iranische Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptonetzwerken zu melden

Source
CryptoNewsTrend
Published
Die USA fordern Banken dringend auf, mutmaßliche iranische Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptonetzwerken zu melden

Das US-Finanzministerium hat neue Leitlinien herausgegeben, in denen Banken aufgefordert werden, nach mutmaßlichen Geldwäschenetzwerken im Zusammenhang mit den iranischen Revolutionsgarden Ausschau zu halten und diese zu melden. Die Richtlinie weist ausdrücklich auf die Nutzung von Briefkastenfirmen und Kryptowährungsnetzwerken als wichtige Kanäle für den Transfer illegaler Gelder hin.

Im Mittelpunkt der Leitlinien steht der sanktionierte Ölhandel Irans, der ab 2025 schätzungsweise 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr übersteigen wird und trotz jahrelanger eskalierender finanzieller Restriktionen weiterhin fließt.

Shell-Unternehmen, gefälschte Öletiketten und Krypto

Die Empfehlung enthält eine Reihe von Warnsignalen, die Finanzinstitute überwachen müssen. Neu gegründete Unternehmen, die große Geldsummen bewegen, sollten sofort Verdacht erregen, insbesondere wenn diese Transfers mit iranischen Kryptofirmen in Verbindung stehen.

Auf der physischen Seite warnt das Finanzministerium vor Öllieferungen, die fälschlicherweise als „malaysische Mischung“ gekennzeichnet sind, und vor gefälschten Versanddokumenten, die die Herkunft des iranischen Rohöls verschleiern sollen. Undurchsichtige Schiff-zu-Schiff-Transfers, bei denen die Ladung auf See das Schiff wechselt, um die Produktkette zu unterbrechen, sind ein weiterer Indikator, auf den Banken achten sollten.

In der Anleitung wurden weder konkrete Kryptowährungen noch einzelne Unternehmen genannt.

Sekundärsanktionen als Druckmittel

Im April 2026 warnte das Finanzministerium Finanzinstitute in Schlüsselregionen vor sekundären Sanktionen für die Zusammenarbeit mit iranischen Unternehmen. Besondere Aufmerksamkeit galt den chinesischen Banken, wobei das Finanzministerium mit Konsequenzen drohte, falls Finanzströme im Zusammenhang mit dem Iran entdeckt würden.

Sowohl die FATF als auch der UN-Sicherheitsrat haben zuvor iranische Banken wegen potenzieller Geldwäscheaktivitäten hervorgehoben. Jüngste Trends zeigen eine Verlagerung hin zu digitalen Vermögenswerten, da Berichten zufolge mit dem IRGC verbundene Netzwerke Öleinnahmen in Kryptowährungen für den internationalen Verkehr umwandeln.

Was das für die Krypto- und Bank-Compliance bedeutet

Eine verbesserte Due Diligence bedeutet mehr Personal, mehr Technologie und mehr Reibungsverluste beim Onboarding von Kunden. Die Compliance-Risiken werden für Banken, die an Krypto-Transaktionen aus Hochrisiko-Jurisdiktionen beteiligt sind, wahrscheinlich zunehmen, was möglicherweise zu höheren KYC- und AML-Kosten führt und zu einer verringerten Liquidität in den betroffenen Handelspaaren führen könnte, obwohl bis Mai 2026 keine unmittelbare Preisvolatilität beobachtet wurde.

Die USA fordern Banken dringend auf, mutmaßliche iranische Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptonetzwerken zu melden