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Der virale Podcast-Clip von Jack Neel und Jiang Xueqin belebt die Bitcoin-Deep-State-Theorie wieder

Quelle
cryptonewstrend.com
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Der virale Podcast-Clip von Jack Neel und Jiang Xueqin belebt die Bitcoin-Deep-State-Theorie wieder

Ein viraler Clip aus dem Jack Neel Podcast verbreitete am Mittwoch die von der CIA erstellte Bitcoin-Theorie eines in Peking ansässigen Kommentators in X-, Tiktok- und Krypto-Foren.

Wichtige Erkenntnisse:

Ein viraler Clip aus Episode 86 des Jack Neel Podcasts zeigt, wie Jiang Xueqin behauptet, die CIA habe Bitcoin im Jahr 2026 geschaffen.

Jiangs Theorie, die auf spieltheoretischen Grundlagen aufbaut, hat 2,3 Millionen YouTube-Abonnenten ohne jegliche dokumentarische Beweise erreicht.

Krypto-Analysten und Widerlegungen auf YouTube sagen, dass der Open-Source-Code von Bitcoin direkt Jiangs Überwachungsthese widerspricht.

Jiang Xueqin von Predictive History sagt, Bitcoin sei ein Deep-State-Überwachungstool

Der Clip, der aus Episode 86, Teil 2 des Jack Neel Podcasts stammt und durch mehrere Krypto-Konten verstärkt wurde, zeigt Jiang Xueqin, einen chinesisch-kanadischen Geschichtslehrer an einer High School, der den Youtube-Kanal Predictive History betreibt. Der etwa vierminütige Auszug dreht sich um Jiangs Behauptung, dass Bitcoin vom amerikanischen Deep State als Überwachungs- und Finanzierungsinstrument für Schwarzoperationen entwickelt wurde.

Jiang, der den informellen Online-Titel „Professor“ trägt, obwohl er keinen Universitätsposten innehat, formuliert seinen Fall anhand dessen, was er Spieltheorie nennt. Bitcoin.com News hat Jiang mehrfach vorgestellt, da einige seiner Vorhersagen, wie der Wahlsieg Trumps und der Krieg der USA gegen den Iran, wahr geworden sind.

Sein Bitcoin-Argument, das er in einem Interview mit Neel erläuterte, folgt drei Fragen: Wer hatte die technische Kapazität, Bitcoin zu bauen, wer profitiert von seinem transparenten Hauptbuch und warum sollte irgendjemand ein solches System bauen und es kostenlos verschenken? Seine Antworten verweisen jedes Mal auf DARPA, die NSA und die CIA.

„Wenn man eine spieltheoretische Analyse durchführt, alle Möglichkeiten in Betracht zieht, landet man beim Deep State“, sagt Jiang in dem Clip. „Am Ende landet man bei der CIA.“

Seine unterstützende Logik beinhaltet die dokumentierte Rolle der DARPA beim Aufbau von ARPANET, dem Netzwerk, das dem öffentlichen Internet vorausging, als Beweis dafür, dass Militärbehörden routinemäßig Technologien einführen, die später als zivile Innovationen dargestellt werden. Er argumentiert auch, dass das öffentliche Blockchain-Ledger von Bitcoin weit davon entfernt ist, ein Datenschutztool zu sein, sondern als permanente Aufzeichnung fungiert, die Geheimdienste ohne Einschränkungen schürfen können.

Links im Bild: Jack Neel. Rechts im Bild: Jiang Xueqin

Jiang geht noch weiter und behauptet, dass die frühe Bitcoin-Investition der Winklevoss-Zwillinge, die nach ihrer Einigung auf Facebook getätigt wurde, auf Insiderwissen über die wahre Herkunft des Vermögenswerts schließen lässt. „Woher wussten sie das?“ fragt er vor der Kamera. „Sie hatten Insiderinformationen.“ Jack Neel, der Podcast-Moderator, reagiert durchgehend mit Lachen und kurzen Bestätigungen. Er bestreitet die Behauptungen im geteilten Clip nicht.

Jiangs Gefolgschaft wuchs enorm, nachdem er öffentlich den Präsidentschaftssieg von Donald Trump im Jahr 2024 und eine darauffolgende militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran vorhergesagt hatte, die er beide in Youtube-Vorträgen im Klassenzimmerstil beschrieb. Sein Kanal „Predictive History“ erreichte im April 2026 2,3 Millionen Abonnenten und Ausschnitte seiner geopolitischen Vorträge verbreiteten sich auf allen wichtigen Plattformen. Heutzutage wird er von jedermann interviewt, da er sehr charismatisch ist.

Jiangs Bitcoin-Theorie tauchte auch in älteren Vorträgen auf, die parallel zu dieser Berichterstattung wieder auftauchten. Das Problem ist, dass Jiang keine Dokumente, Leaks oder Whistleblower zur Verfügung stellt. Sein Argument basiert auf der selektiven Mustererkennung: DARPA hat das Internet gebaut, daher hätte DARPA Bitcoin bauen können; Die Blockchain ist transparent und dient daher der Überwachung. Satoshi Nakamoto blieb anonym, daher muss der Schöpfer institutionell getarnt gewesen sein.

In den sozialen Medien wiesen viele Beobachter auf die offensichtlichen Lücken in Jiangs Theorie hin. Das im Whitepaper von 2008 dargelegte Design von Bitcoin zielt ausdrücklich darauf ab, vertrauenswürdige Dritte aus Finanztransaktionen auszuschließen. Ein staatliches Überwachungsprojekt würde die entgegengesetzte Architektur erfordern. Die Codebasis ist vollständig Open-Source und wird seit 17 Jahren von einer weltweiten Freiwilligengemeinschaft gepflegt, eine Entwicklungsgeschichte, die nicht damit vereinbar ist, dass eine einzelne Agentur einen verdeckten Honeypot betreibt.

Die intellektuelle Abstammung des Cypherpunk hinter Bitcoin, darunter Hal Finney und Wei Dai, ist öffentlich dokumentiert und geht auf jedes bekannte Interesse des US-Geheimdienstes an dezentralem digitalem Bargeld zurück. Mehrere Widerlegungen auf YouTube, darunter ein weithin geteiltes Video mit dem Titel „Prof.

Jiangs umfassendere geopolitische These besagt, dass der Niedergang des US-Imperiums das Kapital in Richtung harter Vermögenswerte wie Bitcoin drängen wird. Die Behauptung, Bitcoin sei ein CIA-Projekt, widerspricht dieser Vorhersage und stellt den Vermögenswert sowohl als Symptom der amerikanischen Übermacht als auch als unvermeidlichen Nutznießer seines Zusammenbruchs dar.

Die Theorie ist nicht neu. Versionen davon kursieren seit Jahren in Krypto-Foren und zitieren oft die Arbeit der NSA in der Kryptografieforschung der 1990er Jahre. Jiangs Reichweite hat ihm noch einmal eine breitere Plattform verschafft. Das ist das Bemerkenswerteste, was sich diese Woche geändert hat.