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Vitalik Buterin sagt, dass L2s, die Ethereum einfach klonen, sinnlos sind

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cryptonewstrend.com
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Vitalik Buterin sagt, dass L2s, die Ethereum einfach klonen, sinnlos sind

Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, übermittelte beim vierten Web3-Festival in Hongkong am 20. April eine wichtige Botschaft über das Layer-2-Ökosystem: Ethereum zu kopieren und stärker zu zentralisieren, ist kein Produkt; es ist ein Fehler.

Buterin unterschied auf der Veranstaltung zwischen zwei Arten von L2-Projekten. Die erste nimmt Ethereum, skaliert es und reduziert dabei die Dezentralisierung. Der zweite Schritt beginnt mit der Untersuchung, welche Anwendungen tatsächlich benötigt werden, identifiziert die Off-Chain-Komponenten, die diese Anwendungen über die Basisschicht von Ethereum hinaus benötigen, und baut sie speziell auf, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Sein Urteil zum ersten Typ lautete: „Der L2-Typ, der keinen Sinn ergibt, ist, wenn man einfach Ethereum nimmt, eine Kopie von Ethereum erstellt, sie 100-mal größer macht, zentralisierter macht und fertig.“

Was ein L2 eigentlich tun sollte

Buterins Argumentation basiert auf der Art und Weise, wie eine nützliche Infrastruktur aufgebaut wird. Anstatt bei Ethereum zu beginnen und zu fragen, wie man es vergrößern kann, argumentierte er, dass eine sinnvolle L2-Entwicklung bei Anwendungen beginnt und rückwärts funktioniert.

„Die Art von L2, die meiner Meinung nach Sinn macht, besteht darin, dass man beginnt, sich die Anwendungen anzusehen, fragt, welche Off-Chain-Komponenten sie benötigen, welche Teile sie außer Ethereum L1 benötigen, und dann baut man sie auf“, sagte er.

Zwei Skalierungsprioritäten

Neben seiner Kritik an Nachahmer-L2s skizzierte Buterin, wohin der Skalierungsschwerpunkt von Ethereum als nächstes gehen muss. Die erste Priorität ist die Datenskalierung. Der jüngste Ethereum-Hardfork führte die PeerDAS-Technologie ein und verbesserte damit die Fähigkeit des Netzwerks, Daten in der Kette zu veröffentlichen, erheblich. Buterin würdigte den Fortschritt, machte jedoch klar, dass die Arbeit noch nicht abgeschlossen sei.

„Wir müssen das noch weiter vorantreiben“, sagte er und signalisierte damit, dass die Datenverfügbarkeit weiterhin eine aktive Entwicklungspriorität und kein gelöstes Problem sei.

Die zweite Priorität ist die Rechnerskalierung. Hier wird Buterins Argument für Entwickler besonders bedeutsam. „Die Skalierung der Rechenleistung, die Teil der Ethereum-Kette ist, ermöglicht es verschiedenen Anwendungen, miteinander zu komponieren und miteinander zu kommunizieren, ohne dass Zwischenhändler erforderlich sind“, sagte er.

Diese Zusammensetzbarkeit ist einer der entscheidenden architektonischen Vorteile von Ethereum. Durch die Skalierung der Rechenleistung bleibt das Ökosystem in größerem Maßstab erhalten, anstatt das Ökosystem in isolierte Ketten zu fragmentieren, die nicht effizient interagieren können.

Warum das wichtig ist

Das L2-Ökosystem ist gewachsen und Dutzende Ketten wurden auf der Sicherheitsebene von Ethereum gestartet. Buterins Kommentare aus Hongkong deuten darauf hin, dass nicht das gesamte Wachstum eine echte Wertschöpfung darstellt.

Projekte, die die Struktur von Ethereum nachbilden, ohne auf spezifische Anwendungsanforderungen einzugehen, verursachen eher Lärm als Infrastruktur. Diejenigen, die echte Lücken erkennen und gezielt darauf aufbauen, sind diejenigen, die es wert sind, aufgebaut zu werden.

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