Cryptonews

Was bedeutet der Bitcoin-Verkauf von Michael Saylor? Wird der Verkauf fortgesetzt oder dient er nur der Show?

Source
CryptoNewsTrend
Published
Was bedeutet der Bitcoin-Verkauf von Michael Saylor? Wird der Verkauf fortgesetzt oder dient er nur der Show?

Der erste Bitcoin-Verkauf von Strategy seit vier Jahren hat vielfältige Reaktionen auf den Märkten ausgelöst.

Die meisten Wall-Street-Analysten sind sich jedoch einig, dass die Transaktion keine Änderung der langfristigen Bitcoin-Akkumulationsstrategie des Unternehmens bedeutet. Laut Aussage des Unternehmens verkaufte Strategy zwischen dem 26. und 31. Mai insgesamt 32 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 77.135 US-Dollar. Durch den Verkauf wurden Einnahmen in Höhe von rund 2,5 Millionen US-Dollar erzielt, und die Mittel wurden zur Zahlung von Dividenden für die hochverzinsliche unbefristete Vorzugsaktie des Unternehmens, STRC (Stretch), verwendet. Da Ende Mai über 843.700 Bitcoins gehalten wurden, entspricht dieser Verkauf nur etwa 0,004 % der Gesamtreserven des Unternehmens.

Lance Vitanza, Analyst bei TD Cowen, sagte, dass Marktkommentare, die darauf hindeuteten, dass diese Transaktion die Bitcoin-Position von Strategy erheblich reduziert habe, irreführend seien. Vitanza erklärte, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Verkaufs äußerst begrenzt seien und die Kernstrategie des Unternehmens zur Bitcoin-Akkumulation nicht ändern würden, und hielt an seinem Kursziel von 400 US-Dollar für MSTR-Aktien fest.

Verwandte Nachrichten: Ein großes Walunternehmen, das seit 2021 einen Altcoin besitzt, hat ihn heute mit erheblichem Verlust verkauft

Benchmark-Analyst Mark Palmer gab ebenfalls an, dass er nicht damit rechnet, dass Strategy in Zukunft regelmäßig auf Bitcoin-Verkäufe zurückgreifen wird, um Vorzugsaktiendividenden auszuschütten. Laut Palmer wird das Unternehmen weiterhin Aktien ausgeben, um seine Barreserven zu erhöhen. Der Analyst argumentierte jedoch, dass der jüngste Verkauf gezeigt habe, dass die Bitcoin-Reserven des Unternehmens bei Bedarf als „Sicherheitsnetz“ für Dividendenzahlungen dienen könnten.

Mark Connors, Chief Investment Officer von Risk Dimensions, interpretierte die Transaktion hingegen anders. Laut Connors könnte dieser Verkauf ein Hinweis darauf sein, dass Strategy beginnt, einer gesünderen Kapitalstruktur Vorrang vor einem starren „Niemals verkaufen“-Ansatz zu geben. Der Analyst argumentierte, dass dieser Schritt zeige, dass Firmengründer Michael Saylor bereit sei, bei Bedarf eine begrenzte Menge Bitcoin zu verkaufen, um die Interessen der Aktionäre und Gläubiger zu schützen.

Nach der Nachricht vom Verkauf fielen die Strategy-Aktien am Montag um etwa 5 Prozent, während der Preis von Bitcoin ebenfalls auf fast den niedrigsten Stand seit zwei Monaten fiel und auf rund 71.000 US-Dollar fiel. Die Hauptdebatte auf den Märkten war jedoch nicht die Größe des 32-Bitcoin-Verkaufs, sondern vielmehr die Frage, ob es sich um eine routinemäßige Finanzierungstransaktion oder den Beginn einer flexibleren Ära in der Bitcoin-Reservenverwaltung des Unternehmens handelte.

*Dies ist keine Anlageberatung.

Was bedeutet der Bitcoin-Verkauf von Michael Saylor? Wird der Verkauf fortgesetzt oder dient er nur der Show?