Warum Druckenmiller Sandisk abgestoßen hat, um die Aktie von Alphabet (GOOGL) zu verdreifachen

Inhaltsverzeichnis Wenn Stanley Druckenmiller sein Portfolio anpasst, schenkt die Anlegergemeinschaft Aufmerksamkeit. Der legendäre Investor, dessen Duquesne Capital Management von 1981 bis 2010 eine außergewöhnliche durchschnittliche Jahresrendite von 30 % erzielte, ohne ein schlechtes Jahr zu erleben, führte im vierten Quartal eine bemerkenswerte Neuausrichtung durch. Alphabet Inc., GOOGL Druckenmiller hat seine Anteile an Sandisk (SNDK) vollständig liquidiert und gleichzeitig seinen Anteil an Alphabet (GOOGL) um mehr als 200 % erhöht. Sandisk lieferte bemerkenswerte Renditen – ein Anstieg von über 1.200 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Bewertung des Speicherchipherstellers hatte sich jedoch auf das 10-fache des Umsatzes und das 95-fache des bereinigten Gewinnmultiplikators ausgeweitet. Der Zeitpunkt des Ausstiegs von Druckenmiller deutet darauf hin, dass er davon ausging, dass die zyklische Rallye ihre volle Bewertung erreicht hatte. Umgekehrt waren die Alphabet-Aktien seit ihrem Februar-Hoch um mehr als 20 % gefallen. Dieser Rückzug schuf offenbar die Einstiegsmöglichkeit, die das Kapital von Druckenmiller anzog. The Street teilt diesen optimistischen Ausblick. Laut dem Wall Street Journal deutet der Konsens der Analysten auf ein mittleres Kursziel von 385 US-Dollar für GOOGL hin – etwa 30 % über dem aktuellen Handelsniveau von 295 US-Dollar. Sandisk behält eine respektable Geschäftsposition. Als fünftgrößter globaler NAND-Flash-Speicheranbieter konnte das Unternehmen kürzlich weitere 2 Prozentpunkte Marktanteil gewinnen. Das letzte Quartal brachte ein bereinigtes Gewinnwachstum von 404 %, wobei die Wall Street bis zum Geschäftsjahr 2029 ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von 73 % prognostiziert. Dennoch sind die zyklischen Risiken groß. Die aktuellen NAND-Versorgungsengpässe, die die Gewinndynamik ankurbeln, dürften sich um 2028 normalisieren. Die tägliche Volatilität der Aktie von 10,3 % spiegelt diese Unsicherheit wider. Die Leistung von Alphabet im vierten Quartal bestätigte die Anlagethese. Der Google Cloud-Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 48 % und erreichte einen Jahresumsatz von 17,7 Milliarden US-Dollar. Der Auftragsbestand bei Cloud-Verträgen stieg im Vergleich zum Vorquartal um 55 %. Das Unternehmen vermarktet seine proprietären Tensor-Processing-Units (TPUs), maßgeschneiderte KI-Chips, die jetzt externen Kunden zur Verfügung stehen. Große Technologieunternehmen wie Meta Platforms, Anthropic und OpenAI haben sich TPU-Mietverträge gesichert. Berichten zufolge könnte Meta diese Chips bis 2027 in seinen eigenen Rechenzentren implementieren. Eine unabhängige Studie von Forrester positionierte Google Cloud kürzlich als führenden KI-Infrastrukturanbieter – und übertraf bei Leistungsbewertungen sowohl Amazon als auch Microsoft. Bei Suchvorgängen hat Alphabet mit AI Mode und AI Overviews auf generative KI-Störungen reagiert, die beide auf proprietären Gemini-Modellen basieren. CEO Sundar Pichai berichtet, dass diese Innovationen „zu einer stärkeren Nutzung“ der gesamten Plattform führen. Das Management hat in diesem Jahr Investitionen in Höhe von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar zur Stärkung der KI-Infrastruktur und -Fähigkeiten bereitgestellt. Das Unternehmen wird mit einem erwarteten KGV von 27x gehandelt – leicht erhöht im Vergleich zum Marktdurchschnitt, aber unter den historischen Bewertungsnormen von Alphabet. Alphabet übertraf die Gewinnerwartungen der Analysten in den letzten sechs Berichtszeiträumen um durchschnittlich 15 %. Durch das Duquesne Family Office, das aktuelle Anlageinstrument von Druckenmiller, signalisiert diese Neuzuteilung eine klare strategische Präferenz: etablierte, Cash-generierende Technologie-Infrastruktur gegenüber volatilen, zyklischen Chancen mit hohem Multiplikator.