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Warum die Netflix-Aktie (NFLX) nach der Kündigung des Warner Bros. Discovery-Deals um 30 % stieg

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cryptonewstrend.com
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Warum die Netflix-Aktie (NFLX) nach der Kündigung des Warner Bros. Discovery-Deals um 30 % stieg

Inhaltsverzeichnis Die jüngste Leistung von Netflix war bemerkenswert stark – und ironischerweise verdient ein gescheiterter Übernahmeversuch teilweise Anerkennung. Netflix, Inc., NFLX Ende 2025 beteiligte sich der Streaming-Riese an einer Ausschreibung für bedeutende Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery, darunter Studiobetriebe, geistiges Eigentum und möglicherweise die Max-Plattform. Die Transaktion hätte eine Eigenkapitalbewertung von rund 72 Milliarden US-Dollar erfordert und eine erhebliche Fremdfinanzierung erforderlich gemacht – eine dramatische Abweichung von der bestehenden Schuldenposition von Netflix in Höhe von rund 14,5 Milliarden US-Dollar. Nach Abgabe eines Eröffnungsgebots erhöhte Warner Bros. Discovery seinen Angebotspreis. Netflix weigerte sich, mitzumachen, was die Verhandlungen effektiv abbrach. Der Kommentar des CFO war eindeutig: „Als es finanziell keinen Sinn mehr ergab, haben wir weitergemacht.“ Zwischen Ende Januar und dem 23. Februar fielen die NFLX-Aktien um etwa 16 %, da Übernahmespekulationen für Unsicherheit sorgten. Als der Deal offiziell scheiterte, änderte sich die Stimmung der Anleger dramatisch. Von diesen Tiefstständen erholte sich die Aktie um 25–30 %, wobei sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis von derzeit etwa dem 30-fachen auf etwa das 39-fache der nachlaufenden Gewinne erhöhte. Dies liegt weiterhin unter dem 45-fachen Dreijahresdurchschnitt und deutlich unter dem 62,5-fachen Höchstwert vom letzten Juli. Die wichtigere Erzählung geht über die gescheiterte Transaktion hinaus – es ist die sich aufbauende operative Dynamik im Unternehmen. Im Geschäftsjahr 25 erzielte Netflix im Jahresvergleich eine Umsatzsteigerung von 16 %, während der Betriebsgewinn um etwa 30 % stieg, was einen bedeutenden operativen Hebel zeigt. Die Prognose für die operative Marge für das Geschäftsjahr 26 zielt auf 31,5 %, was einer Verbesserung gegenüber 29,5 % in den vergangenen zwölf Monaten entspricht. Dies stellt einen dramatischen Wandel im Vergleich zu den 7–8 % Margen dar, die das Unternehmen im Jahr 2018 verbuchte. Für den kommenden Q1-Bericht muss Netflix einen Gewinn pro Aktie von etwa 0,77 US-Dollar bei einem Umsatz von 12,17 Milliarden US-Dollar erwirtschaften – was einer EPS-Steigerung von etwa 16 % und einem Umsatzwachstum im mittleren Zehnerbereich entspricht. Das Unternehmen hat in sieben seiner letzten acht Quartalsberichte die Erwartungen übertroffen. Die Stimmung der Analysten bleibt konstruktiv. Von den 41 in den letzten drei Monaten abgegebenen Analystenbewertungen empfehlen 31 den Kauf, während 10 das Halten empfehlen, mit einem Konsenspreisziel von 114,61 US-Dollar – etwa 15 % über den vorherrschenden Marktpreisen. Der folgenreichste Faktor in den nächsten fünf Jahren wird die Werbung sein. Die werbefinanzierte Abonnementstufe von Netflix erreichte bis November 2025 190 Millionen Abonnenten. Die Werbeeinnahmen stiegen im Jahr 2025 um mehr als das Zweieinhalbfache auf 1,5 Milliarden US-Dollar – ein bemerkenswerter Wachstumskurs, der jedoch immer noch einen kleinen Bruchteil des Gesamtumsatzes des Unternehmens in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar ausmacht. Das Management prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 Werbeeinnahmen in Höhe von etwa 3 Milliarden US-Dollar, was im Wesentlichen einer weiteren Verdoppelung entspricht. Wenn die Werbeinfrastruktur weiter ausgereift ist – verbesserte Targeting-Fähigkeiten, programmatische Effizienz, strategische Partnerschaften – könnten die Gewinnmargen dieser Einnahmequelle möglicherweise die des traditionellen Abonnementgeschäfts übersteigen. Die Konsenserwartungen für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 26 liegen bei etwa 3,14 US-Dollar, was einem Wachstum von 24 % entspricht. Dies stellt eine leichte Verlangsamung gegenüber dem im Geschäftsjahr 25 verzeichneten Wachstum von 27 % dar, ist jedoch angesichts der wachsenden Umsatzbasis verständlich. Aus technischer Sicht erscheint die kurzfristige Dynamik konstruktiv. Der gleitende 20-Tage-Durchschnitt ist nach oben gebogen, und der 50-Tage-Durchschnitt beginnt diesem Beispiel zu folgen. Ein entscheidender Ausbruch über 107 US-Dollar würde eine dauerhaftere Bestätigung des Aufwärtstrends signalisieren. Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt sinkt weiter, was darauf hindeutet, dass das längerfristige technische Bild weiterhin etwas unklar bleibt.