Der 2,5-Billionen-Dollar-Kryptomarkt trifft auf einen globalen Liquiditätsschub – diese Konvergenz wird dazu führen…

Liquidität treibt Risikoanlagen an, und sowohl bei Makro- als auch bei Mikrotrends sind die Bedingungen zunehmend günstig.
In der Vergangenheit fielen große Liquiditätsspritzen mit starken Krypto-Setups zusammen. Die Logik ist einfach: Zeiten schwachen Wirtschaftswachstums drängen die Federal Reserve tendenziell zu einer lockereren Geldpolitik.
In diesem Zusammenhang wurde erwartet, dass der jüngste Rückkauf von Staatsanleihen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar, der größte aller Zeiten, die Marktdynamik ankurbeln würde.
Allerdings hört die Liquiditätsgeschichte nicht auf der politischen Ebene auf. Auf der makroökonomischen Seite hat die globale Geldmenge M2 ein weiteres Allzeithoch erreicht, was ein Zeichen für eine anhaltende Ausweitung der „systemweiten“ Liquidität ist.
Historisch gesehen gingen dem Anstieg von M2 Perioden mit einer stärkeren Performance im gesamten Kryptobereich voraus, in denen marginale Liquidität eine übergroße Rolle spielt.
Quelle: StreetStats
Zusammengenommen deuten der Rückkauf von Staatsanleihen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar und die Ausweitung der globalen Geldmenge M2 auf eine Verbesserung der Liquiditätsbedingungen auf Makroebene hin.
Aus technischer Sicht gingen diese Arten von Liquiditätsflüssen typischerweise mit starken Krypto-Zuflüssen einher, was den bullischen Hintergrund verstärkte.
Bemerkenswerterweise zeichnet sich nun auf fundamentaler Ebene ein ähnlicher Trend ab. Laut DeFiLlama hat das gesamte Stablecoin-Angebot mit 320 Milliarden US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht, was die wachsende On-Chain-Liquidität im gesamten Krypto-Ökosystem unterstreicht.
Diese Ströme verstärken die branchenweite Expansion und rücken Layer-1-Netzwerke wieder in den Fokus.
In diesem Zusammenhang sieht der jüngste Aufwärtstrend der Kryptowährungen nicht wie ein Zufall aus. Da sich die technischen Daten und die Fundamentaldaten allmählich angleichen, scheint die Preisbewegung durch die Verbesserung der Liquiditätsbedingungen und nicht durch kurzfristige Spekulationen unterstützt zu werden.
Führt dies also zu einer Rückkehr in Richtung der Krypto-Marktkapitalisierungszone von 3 Billionen US-Dollar?
Die Liquidität nimmt zu, fließt aber nicht gleichmäßig
Die Auswirkungen dieser Liquiditätsspritzen waren bisher auf dem Kryptomarkt spürbar.
Aus technischer Sicht verzeichnete die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung drei Wochen in Folge Zuwächse, wobei die aktuelle Woche bereits um über 6,5 % auf 2,5 Billionen US-Dollar gestiegen ist.
Dies ist nun ein zweiter Versuch, einen wichtigen Widerstand zu durchbrechen, der die Preisbewegung während der Rallye Mitte März verhinderte. Kommt es also endlich zu einem Ausbruch?
Laut AMBCrypto wird hier der aktuelle CryptoQuant-Bericht relevant. Die Divergenz zwischen Bitcoin [$BTC] und dem S&P 500 nimmt zu, wobei der S&P neue Höchststände über 7.020 erreicht.
Tatsächlich ist diese schwache Korrelation bzw. mögliche Entkopplung von Aktien nun die längste seit 2020.
Quelle: CryptoQuant
CryptoQuant stellt fest, dass diese Divergenz eine relativ schwächere Dynamik im Kryptobereich widerspiegelt.
Aus technischer Sicht ist der Kontrast noch deutlicher. Während sowohl der $SPX als auch der Nasdaq neue Allzeithochs erreichen, liegen große Krypto-Assets wie $BTC und Ethereum [ETH] immer noch 40 % bzw. 52 % unter ihren jeweiligen Höchstständen.
Diese Lücke verdeutlicht das aktuelle Leistungsungleichgewicht zwischen Aktien und Krypto.
Vor diesem Hintergrund könnte das aktuelle Liquiditätsumfeld die Divergenz noch verstärken und dazu führen, dass Kryptowährungen relativ unterdurchschnittlich abschneiden.
Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte Bitcoin weiter hinterherhinken und die Stärke des aktuellen Zyklus schwächen. In diesem Zusammenhang wäre es verfrüht, dies als einen „nichtspekulativen“ Zyklus zu bezeichnen.
Abschließende Zusammenfassung
Die globale Liquiditätsausweitung unterstützt weiterhin ein strukturell bullisches Umfeld für die Kryptomärkte.
Die Ausweitung der $BTC-$SPX-Entkopplung deutet darauf hin, dass die Kapitalrotation Aktien gegenüber Kryptowährungen bevorzugt, was Fragen über die kurzfristige Stärke des Zyklus aufwirft.