Die österreichische Wiener Privatbank arbeitet mit Real Finance zusammen, um die Blockchain-Investitionsmöglichkeiten für Institutionen zu erweitern

Real Finance ist eine strategische Partnerschaft mit der Wiener Privatbank eingegangen, um einen regulierten institutionellen Rahmen für die Teilnahme an Blockchain-basierten Märkten aufzubauen, wie Finbold am 29. April mitteilte. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die traditionelle Bankeninfrastruktur mit der REAL-Blockchain zu integrieren, um institutionellen Kunden den Zugang zu On-Chain-Finanzprodukten innerhalb einer Struktur zu ermöglichen, die an europäischen Regulierungsstandards ausgerichtet ist. Im Rahmen der Partnerschaft wird die Wiener Privatbank Kernbankdienstleistungen erbringen, darunter die Verwahrung von Kundengeldern, die Sicherung von Reserven und die Unterstützung bei der Vermögensgenerierung. Kundengelder werden auf EU-regulierten Konten gehalten, wobei die Einhaltung von Rahmenwerken wie der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) sowie etablierten Know-Your-Customer- (KYC) und Anti-Geldwäsche-Verfahren (AML) erfolgt. Es wird erwartet, dass die erste Phase des Minimum Viable Product (MVP) etwa 50 Millionen US-Dollar an On-Chain-Vermögenswerten unterstützen wird. Nach dem Start des REAL-Blockchain-Mainnets streben die Partner innerhalb des ersten Jahres mehr als 500 Millionen US-Dollar an tokenisierten Vermögenswerten an. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Wiener Privatbank auch die Entstehung und Strukturierung von auf Euro lautenden Vermögenswerten unterstützen und so zur Liquiditätsentwicklung in einem regulierten Umfeld für digitale Vermögenswerte beitragen. In einer späteren Phase planen die Unternehmen, die Ausgabe eines auf Euro lautenden Stablecoins zu prüfen, der ursprünglich aus der REAL-Blockchain stammt, vorbehaltlich einer weiteren behördlichen Bewertung und Strukturierung. Ivo Grigorov, CEO von Real Finance, kommentierte die Partnerschaft: „Diese Partnerschaft spiegelt unser Engagement für den Aufbau einer institutionellen Infrastruktur wider, die den Erwartungen regulierter Finanzinstitute entspricht. Durch die Zusammenarbeit mit der Wiener Privatbank stellen wir sicher, dass der Zugang zu On-Chain-Märkten durch robuste Compliance-Standards, klare Governance und vertrauenswürdige Bankbeziehungen gestützt wird.“ Michael Munterl, Vorstandsmitglied der Wiener Privatbank, fügte hinzu: „Unsere Zusammenarbeit mit Real Finance basiert auf einem gemeinsamen Fokus auf regulatorische Integrität und Innovation. Wir sehen diese Partnerschaft als Chance, etablierte Bankstandards auf neu entstehende digitale Asset-Infrastrukturen auszuweiten und gleichzeitig die Compliance-, Transparenz- und Kundenschutzprinzipien beizubehalten, die unser Institut auszeichnen.“ Nach Angaben der Unternehmen soll die REAL-Blockchain die Tokenisierung und Verteilung realer Vermögenswerte in einer kontrollierten Umgebung unterstützen. Durch Partnerschaften mit regulierten Finanzinstituten möchte Real Finance die Interoperabilität zwischen traditionellen Finanzsystemen und Blockchain-basierter Infrastruktur unter definierten regulatorischen Parametern ermöglichen. Ausgewähltes Bild über Shutterstock.