Behörden in Seoul leiten Ermittlungen gegen Personen ein, die auf der Prognoseplattform wetten

Inhaltsverzeichnis Strafverfolgungsbehörden in Südkorea haben eine beispiellose strafrechtliche Untersuchung gegen Bürger eingeleitet, die Polymarket nutzen, und damit die erste bekannte Durchsetzungsmaßnahme des Landes gegen Teilnehmer der dezentralen Vorhersageplattform eingeleitet. Ermittler untersuchen, ob Einzelpersonen gegen die strengen Glücksspielverbote des Landes verstoßen haben, indem sie auf dem Blockchain-basierten Marktplatz gewettet haben, was möglicherweise neue rechtliche Präzedenzfälle für kryptowährungsfähige Wettplattformen schaffen könnte. Die Polizeibehörde der Provinz Gangwon hat die Verantwortung für den Fall auf Anordnung der Führung der Nationalen Polizeibehörde übernommen. Die Ermittler untersuchen Nutzer im ganzen Land, mit besonderem Schwerpunkt auf Personen mit Wohnsitz in der Provinz Gangwon. Strafverfolgungsbehörden wollen herausfinden, ob die Teilnahme an der Plattform eine kriminelle Aktivität im Sinne der geltenden Gesetze darstellt. Polymarket fungiert als dezentraler Marktplatz, auf dem Teilnehmer Verträge kaufen und verkaufen, die an zukünftige Ereignisse gebunden sind, darunter politische Wahlen, Finanzmärkte, Sportwettkämpfe und Wirtschaftsindikatoren. Die koreanische Gesetzgebung verbietet praktisch alle Formen privater Wetten. Die Regierung erlaubt ausschließlich begrenzte Wetten über staatlich genehmigte Sports Toto-Angebote. Die bestehenden Vorschriften erlauben Sports Toto-Wetten mit einer Obergrenze von ₩100.000, während alternative Wettplattformen mit umfassenden rechtlichen Hindernissen konfrontiert sind. Die Ermittler prüfen die Teilnahme am Polymarket gemäß Artikel 246 des Strafgesetzbuchs, der sich mit Glücksspieldelikten und gewohnheitsmäßigem Wettverhalten befasst und potenzielle Geldstrafen von bis zu 10 Millionen Yen verhängt. Südkorea ermöglicht den direkten Zugriff auf Polymarket, ohne dass VPN-Dienste oder die Umgehung geografischer Sperren erforderlich sind, berichten Branchenbeobachter. Teilnehmer können Wetten mit an Dollar gekoppelten Stablecoins über die Blockchain-Infrastruktur der Plattform abschließen. Diese Zugänglichkeit deutet darauf hin, dass sich die Durchsetzungsbemühungen möglicherweise auf einzelne Benutzer konzentrieren und nicht auf Plattformbetreiber. Die Ermittlungen wurden intensiviert, nachdem Polymarket Märkte im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen am 3. Juni in Südkorea veröffentlicht hatte. Medien berichteten über beträchtliche Handelsvolumina im Won-Äquivalent zu Wahlergebnissen. Diese Wahlmärkte haben die behördliche Kontrolle der Beteiligung koreanischer Bürger am Prognosemarkt erheblich erhöht. Der Verteidiger Ahn Chang-bo, der mehrere Personen vertritt, gegen die ermittelt wird, räumte ein, dass grundlegende Elemente von Glücksspieldelikten anwendbar zu sein scheinen. Er betonte jedoch, dass es in Südkorea keinen etablierten rechtlichen Präzedenzfall für die Durchsetzung von Polymarket gebe. Dieses Regulierungsvakuum führt zu erheblicher Unsicherheit hinsichtlich möglicher Ergebnisse für diejenigen, die derzeit untersucht werden. Südkorea hat die regulatorische Aufsicht über Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte erheblich ausgeweitet, einschließlich der über dezentrale Systeme durchgeführten Operationen. Im Mai reichten die Staatsanwaltschaften Strafanzeige gegen mehrere Personen ein, die mit dem CATFI-Meme-Coin-Vorfall in Verbindung standen, und bezeichneten die Angelegenheit als erhebliche dezentrale Börsendurchsetzung im Rahmen des Anlegerschutzrahmens. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, Werbekampagnen für den Solana-Netzwerk-Token durch betrügerische Social-Media-Inhalte inszeniert zu haben, bevor sie einen Exit-Betrug durchgeführt haben. Die Strafverfolgung zeigte, dass die Regierung in der Lage ist, Fehlverhalten zu verfolgen, das über traditionelle zentralisierte Börsenplattformen hinausgeht, was auf erweiterte Regulierungsambitionen für Blockchain-basierte Finanzgeschäfte hindeutet. Die aktuelle Polymarket-Untersuchung stellt eine Ausweitung dieser Durchsetzungsphilosophie auf Prognosemärkte und Wettplattformen dar. Obwohl die Plattform rechtmäßig innerhalb der Gerichtsbarkeit der Vereinigten Staaten betrieben wird, verwendet die koreanische Gesetzgebung grundsätzlich unterschiedliche Klassifizierungen für private Glücksspielaktivitäten. Das Ergebnis der Untersuchung könnte entscheidende Präzedenzfälle dafür schaffen, wie Südkorea künftig dezentrale Vorhersageplattformen und die Rechenschaftspflicht der einzelnen Benutzer reguliert.