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Bitcoin steht unter strukturellem Druck, da der institutionelle Verkauf stillschweigend zunimmt: Wie geht es weiter?

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cryptonewstrend.com
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Bitcoin steht unter strukturellem Druck, da der institutionelle Verkauf stillschweigend zunimmt: Wie geht es weiter?

Bitcoin hat seinen Rückgang auf den sechsten Monat in Folge ausgeweitet, nachdem es ein Allzeithoch von 126.000 US-Dollar erreicht hatte. Obwohl die Korrektur bereits erheblich ist, deuten On-Chain- und Marktdaten darauf hin, dass sie möglicherweise noch nicht vorbei ist.

Der Preis nähert sich einer kritischen Unterstützungszone, in der sich zuvor ein großer Teil der Langzeitinhaber angesammelt hat. Ein Durchbruch auf diesem Niveau könnte die Tür für eine Bewegung in Richtung 50.000 US-Dollar öffnen.

Institutionelle Verkäufe erhöhen das Abwärtsrisiko

Der jüngste Rückgang der Unternehmensanleihen in Bitcoin [$BTC] um 1 % erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks, einschließlich Schuldenverpflichtungen und anhaltender Marktschwäche. Obwohl die Größe bescheiden ist, ist die Verschiebung angesichts der typischerweise langfristigen Ausrichtung institutioneller Inhaber bemerkenswert.

Jüngste von AMBCrypto erfasste Offenlegungen zeigten, dass mindestens vier Unternehmen ihr Bitcoin-Engagement zwischen März und Anfang April reduziert haben.

Mara Holdings führte den Ausverkauf an und liquidierte im März 15.133 BTC im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar. Es folgten Riot Platforms und Empery Digital, die am 2. April insgesamt 2.295 BTC im Wert von etwa 156 Millionen US-Dollar abstoßeten.

Trotz dieser Verkäufe kontrollieren Unternehmen immer noch rund 1,16 Millionen BTC im Wert von rund 77 Milliarden US-Dollar. Diese beträchtliche Position wird jedoch zunehmend anfällig, da Bitcoin nahe der Gesamtkostenbasis einer wichtigen Kohorte langfristiger Inhaber gehandelt wird – einer Kohorte, die sich mit den institutionellen Akkumulationsniveaus überschneidet.

Die langfristige Halterkostenbasis rückt in den Fokus

On-Chain-Daten aus der UTXO Realized Price Age Distribution verdeutlichen eine kritische Entwicklung. Die Kennzahl verfolgt den durchschnittlichen Kaufpreis von Bitcoin über verschiedene Haltedauern hinweg und bietet Einblick in die Anlegerpositionierung.

Aktuelle Daten zeigen, dass sich Bitcoin der Kostenbasis von 63.049 US-Dollar für Inhaber nähert, die zwischen 18 Monaten und zwei Jahren angesammelt haben. Dieses Niveau fungiert nun als potenzieller Wendepunkt.

Quelle: CryptoQuant

Da Bitcoin bei 66.794 US-Dollar gehandelt wird, hat sich die Marge über der Kostenbasis dieser Kohorte deutlich verringert. Eine anhaltende Abwärtsbewegung könnte diese Inhaber in die Verlustzone treiben und die Wahrscheinlichkeit eines defensiven Verkaufs erhöhen.

Kurzfristige Inhaber stellen eine zusätzliche Risikoschicht dar. Anleger, die im letzten Monat in den Markt eingestiegen sind, reagieren weiterhin besonders empfindlich auf Volatilität und neigen eher dazu, ihre Positionen unter Druck zu verlassen, was die Abwärtsdynamik verstärkt.

Die Kennzahl „Net Unrealized Profit/Loss“ (NUPL) verstärkt diesen Trend. Bei 0,6 deutet dies auf einen starken Rückgang der nicht realisierten Gewinne im gesamten Netzwerk hin.

Mit sinkender Rentabilität steigt die Wahrscheinlichkeit einer Kapitulation, insbesondere wenn die Preise weiter sinken.

Quelle: CryptoQuant

Schwache Kapitalzuflüsse begrenzen das Erholungspotenzial

Marktstrukturdaten deuten auf ein weiteres Hindernis hin: begrenzte Kapitalzuflüsse.

Die Spotmarktaktivität zeigt in den letzten Monaten eine gedämpfte Nachfrage. Bitcoin verzeichnete in den letzten 120 Tagen Spotkäufe im Wert von etwa 8,04 Milliarden US-Dollar, wobei in den letzten 90 Tagen nur 6,17 Milliarden US-Dollar einflossen.

Dieses Nachfrageniveau reicht nach wie vor nicht aus, um den anhaltenden Verkaufsdruck aufzufangen oder eine starke Erholung zu unterstützen.

Quelle: CoinGlass

Gleichzeitig belastet die makroökonomische Unsicherheit weiterhin die Risikostimmung. Anhaltende geopolitische Spannungen und globale wirtschaftliche Instabilität haben dazu geführt, dass Anleger eine vorsichtigere Haltung einnehmen und die Kapitalallokation in Risikoanlagen wie Bitcoin reduzieren.

Sofern sich die Zuflüsse nicht deutlich verstärken, könnte es für den Markt schwierig werden, sich zu stabilisieren, so dass Bitcoin kurzfristig einem weiteren Abwärtstrend ausgesetzt ist.

Abschließende Zusammenfassung

Öffentliche und private Einrichtungen haben rund 1 % ihrer Bitcoin-Bestände reduziert, da der Verkaufsdruck zunimmt.

Bitcoin wird jetzt nahe der Kostenbasis von Anlegern gehandelt, die ihre Bestände zwischen 18 Monaten und zwei Jahren angesammelt haben, was das Abwärtsrisiko erhöht.