Bitcoin übertrifft Gold seit Beginn des Iran-Krieges um etwa 36 %

Seit Beginn des Iran-Krieges im Jahr 2026 hat Bitcoin auf relativer Basis etwa 35–36 % besser abgeschnitten als Gold, da der BTC-Dollar im mittleren einstelligen Bereich stieg, während der Goldpreis abrutschte und das BTC/Gold-Verhältnis stieg.
Daten mehrerer Marktbeobachter zeigen, dass Bitcoin ($BTC) seit der Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran am 28. Februar 2026 eine deutlich bessere Wertentwicklung aufweist als Gold. Der Research-Feed von Binance brachte es Anfang Mai unverblümt auf den Punkt: „Bitcoin übertrifft Gold seit Beginn des Iran-Konflikts um 36 %“ und bezieht sich dabei auf die Veränderung des Verhältnisses von $BTC/XAU und nicht nur auf absolute Preisbewegungen.
Das Verhältnis von $BTC/Gold steigt, da der Krieg eskaliert
Eine Mitte März veröffentlichte Analyse von Fortune stellte fest, dass „die ursprüngliche Kryptowährung seit Beginn des Krieges um etwa 7 % gestiegen ist und am Mittwoch bei etwa 71.000 US-Dollar gehandelt wurde“, während Gold „nahezu unverändert bei etwa 5.240 US-Dollar pro Unze“ lag. Spätere Arbeiten der Korea Economic Daily, zusammengefasst von Bloomingbit, ergaben, dass Bitcoin im März um etwa 7 % stieg, während Gold um mehr als 3 % fiel, was die Leistungslücke vergrößerte, als sich der Konflikt hinzog.
Die Zusammenfassung des Zeitraums von CryptoNews.net zeigt ein ähnliches Muster mit etwas schärferen Zahlen: Zu Beginn des Krieges, als Donald Trump den US-Streitkräften befahl, sich den israelischen Angriffen anzuschließen, lag der BTC-Dollar bei etwa 65.492 US-Dollar und der Goldpreis bei etwa 5.279 US-Dollar pro Unze; Bis zum 23. März war Bitcoin auf 70.700 US-Dollar gestiegen, während Gold auf etwa 4.300 US-Dollar gefallen war. Das bedeutet, dass $BTC um etwa 8 % steigt, während Gold um etwa 18 % fällt, und dass das Verhältnis von $BTC/Gold schnell ansteigt.
Erster echter „Kriegstest“ für Bitcoin als Makro-Asset
Was dieses Mal anders ist, ist nicht nur, dass Bitcoin eine Outperformance erzielte, sondern auch, dass dies während eines Live-Schießkrieges geschah, in dem traditionelle sichere Häfen normalerweise dominieren. Ein ausführlicher Erklärer von Phemex argumentierte, dass der Iran-Konflikt „der erste reale Stresstest für Bitcoin als sicherer Hafen auf Portfolioebene“ sei und stellte fest, dass $BTC in den ersten 16 Tagen Gold um 9 Prozentpunkte übertraf und sogar den S&P 500 und Nasdaq übertraf.
JPMorgan-Analysten, zitiert von RootData und The Block, stellten fest, dass während des Krieges „Bitcoin Gold und Silber übertraf und Anzeichen von Zuflüssen und erhöhter Aktivität zeigte, während Edelmetalle mit erheblichen Abflüssen und Positionsauflösungen konfrontiert waren.“ Sie wiesen auf Gold-ETF-Abflüsse in Höhe von fast 11 Milliarden US-Dollar und eine vollständige Umkehr der früheren Silber-ETF-Zuflüsse im Vergleich zu Nettozuflüssen in Bitcoin-Produkte hin. Dies steht im Einklang mit der früheren Berichterstattung von crypto.news in einer Geschichte darüber, wie Bitcoin und Ethereum im März Metalle und Aktien überholten, als Spot-$BTC-ETFs in den USA trotz geopolitischer Spannungen weiterhin die institutionelle Nachfrage absorbierten.
Die in der Economic Times zusammengefasste Aufschlüsselung von Capital.com betonte, dass $BTC in den ersten Stunden nach den ersten Streiks immer noch wie ein Makro-Asset mit hohem Beta gehandelt wurde – es stürzte von etwa 66.000 $ auf 63.000 $ ab, da über 128 Milliarden $ an Krypto-Marktwert vernichtet wurden, während Gold in die Höhe schnellte. Aber während des gesamten Konfliktfensters erholte sich Bitcoin und stieg, unterstützt durch ETF-Dip-Käufe, Short-Eindeckungen und erneutes Interesse an der Erzählung „digitales Gold“, während der frühe Anstieg von Gold unter der Last eines stärkeren Dollars und steigender Realrenditen nachließ.
Im Moment ist die Bilanz klar: In den ersten Monaten des Iran-Krieges hätte ein Portfolio mit Long-BTC-Shorts und Short-Gold-Shorts eine klassische „eigenes Gold in einer Krise“-Haltung um etwa ein Drittel übertroffen. Ob das auch beim nächsten geopolitischen Schock so bleibt, ist eine offene Frage – aber diese Episode hat Bitcoin eines der bisher stärksten empirischen Argumente für seine Rolle als konkurrierender Makro-Hedge geliefert.