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Bitcoin steht am Rande des Zusammenbruchs, da Anleger angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Unsicherheit große Summen abziehen.

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CryptoNewsTrend
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Bitcoin steht am Rande des Zusammenbruchs, da Anleger angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Unsicherheit große Summen abziehen.

Der Markt rutscht immer tiefer in die Angst, die Art von Phase, in der Überzeugung in Kapitulation umschlägt.

Wenn man sich die Gesamtsituation und den jüngsten Rückgang von Bitcoin [$BTC] ansieht, lohnt es sich, auf diese Dynamik zu achten. Auf der makroökonomischen Seite wies US-Präsident Donald Trump nach einigen Wochen relativer Ruhe kürzlich das US-Militär an, sich auf einen möglichen umfassenden Angriff auf den Iran vorzubereiten. Dies verstärkte den ohnehin steigenden Ölpreis, der sich auf 110 US-Dollar pro Barrel zubewegt, zusätzlich.

Für Bitcoin geschieht dies an einem schwierigen Punkt im Zyklus. Wie die Grafik zeigt, wurde $BTC vorerst auf Kostenbasis kurzfristiger Inhaber abgelehnt und liegt bei etwa 81.000 $. Gleichzeitig ist die STH-MVRV-Quote, die den Wert von 1,0 erreicht hatte (im Grunde die Gewinnschwelle für kurzfristige Inhaber), aus dieser Zone übergegangen.

Quelle: CryptoQuant

Zusammenfassend deutet diese Konstellation darauf hin, dass kurzfristige Anleger vorerst ziemlich aggressiv aussteigen.

Zusätzlich zur Schwäche starteten Bitcoin-ETFs mit fast 650 Millionen US-Dollar an Nettoabflüssen in die neue Woche und weiteten damit die Rücknahmen der letzten Woche über 1 Milliarde US-Dollar aus. Laut CoinMarketCap ist der Verkaufsdruck dieses Mal jedoch größer. ARKB und IBIT weisen mit jeweils etwa 310 bis 324 Millionen US-Dollar nahezu gleichauf die größten Abflüsse auf. Im Gegensatz dazu stützten sich die Rücknahmewellen im Januar stärker allein auf den IBIT.

Aus institutioneller Sicht deutet dies darauf hin, dass sich bei den großen Akteuren eine tiefere Angst ausbreitet, die den risikoscheuen Ton auf dem Markt verstärkt. Unterdessen stellte Santiment kürzlich eine zunehmende FUD rund um Bitcoin auf allen Social-Media-Plattformen fest. Im Wesentlichen sieht es nun so aus, als ob die makroökonomische FUD von der Überzeugung in eine frühe Kapitulation übergeht, was die Frage aufwirft: Ist die jüngste Korrektur von Bitcoin der Beginn einer tieferen Entspannung?

DIESE Bitcoin-Divergenz wird immer ausgeprägter

Zunehmende Marktangst kann sich in beide Richtungen auswirken: Entweder geraten Anleger in Panik und kaufen den FUD ein.

Bei Bitcoin-ETFs spielt sich das erste Szenario derzeit stärker ab. Typischerweise absorbieren Schwergewichte in Zeiten „extremer“ Angst überschüssige Liquidität, reduzieren das zirkulierende Angebot an BTC-Dollar und bereiten die Voraussetzungen für eine Erholung, sobald die Stimmung wieder auf Risikobereitschaft umschlägt.

Das Schlüsselwort hier ist „Übermaß“. Wie die folgende Grafik zeigt, ist der Fear & Greed Index von Bitcoin vor kurzem von der Angstzone zurück in den neutralen Bereich abgesprungen und markiert damit seinen zweiten derartigen Aufschwung im zweiten Quartal. Der erste Schritt erfolgte Ende April/Anfang Mai, als $BTC bei etwa 75.000 $ gehandelt wurde. Diese Erholung trieb die Stimmung schließlich auf über 50, was mit dem Ausbruch von Bitcoin über 82.000 US-Dollar übereinstimmte. Es deutet darauf hin, dass die Angst nie wirklich ein „übermäßiges“ Ausmaß erreicht hat.

Quelle: CoinMarketCap

In diesem Zusammenhang deutet das Setup immer noch darauf hin, dass sich Bitcoin noch nicht in einer vollständigen Kapitulationsphase befindet.

Stattdessen ähneln die jüngsten kurzfristigen Inhaberverkäufe und ETF-Abflüsse eher einer Neupositionierung als einem Panikausstieg, während sich die allgemeine Stimmung immer noch recht gut hält. Bisher ist Makro-FUD nicht wirklich vollständig in die Entscheidungsfindung der Anleger eingeflossen, was diesen Schritt eher wie eine kurzfristige Rotation als wie einen tieferen Zusammenbruch aussehen lässt, selbst wenn die ETFs immer noch bluten.

Dies wiederum macht es zu einem starken Signal, den Rest des zweiten Quartals genau zu verfolgen.

Abschließende Zusammenfassung

Bitcoin zeigt eine zunehmende kurzfristige Angst, aber die Stimmung ist noch nicht vollständig gebrochen, was eher auf eine Rotation als auf eine Kapitulation hindeutet.

Da die Angst nie ein „überhöhtes“ Niveau erreichte, scheint dies eher eine Korrekturphase zu sein, die im zweiten Quartal im Auge behalten werden sollte, als ein tieferer Absturz.