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Die Volatilität von Bitcoin bricht zusammen: Trace Mayer erklärt, warum es Reife signalisiert

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Die Volatilität von Bitcoin bricht zusammen: Trace Mayer erklärt, warum es Reife signalisiert

Die Volatilität von Bitcoin liegt jetzt bei etwa 35, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Höchststand von 120 im Jahr 2017. Trace Mayer – der Erfinder des Mayer Multiple – interpretiert die Ruhe keineswegs als Erschöpfung, sondern argumentiert, dass der digitale Vermögenswert wirtschaftliche Substanz aufbaut und disziplinierteres Kapital anzieht.

„Gary Gensler sagte, er wolle Bitcoin ‚zähmen‘“, erinnert sich Mayer. „Und die Volatilität ging zurück.“ Der Anleger sieht diesen Rückgang nicht als Niederlage, sondern als Bestätigung einer massiven institutionellen Akzeptanz. Er fängt den Wandel mit einer Gewichtheber-Analogie ein: „Die Langhantel wird schwerer. Es ist kein 50-Pfund-Gewicht mehr, sondern ein 2.500-Pfund-Gewicht.“

Ein konkreter Motor treibt diesen Strukturwandel voran: der Optionsmarkt. Mayer erklärt, dass Unternehmen und Fonds zunehmend gedeckte Calls gegen ihre Bitcoin-Bestände verkaufen, um im Voraus Prämieneinnahmen zu erzielen. Wenn sich diese Unternehmen verpflichten, Bitcoin in der Zukunft zu einem vorher festgelegten Preis zu verkaufen, müssen die Market Maker auf der anderen Seite des Handels ihr Risiko absichern, indem sie den Kassawert verkaufen, wenn der Preis steigt. Diese negative Delta-Absicherungsaktivität legt eine strukturelle Obergrenze für Preisspitzen fest und dämpft die Schwankungen auf natürliche Weise. Das Ergebnis ist ein vorhersehbarerer Vermögenswert, dessen Fälligkeit deutlich erkennbar ist.

Das Mayer-Vielfache und die statistische Kompression von Zyklen

Das von Mayer vor acht Jahren entwickelte Verhältnis dividiert den aktuellen Preis von Bitcoin durch seinen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, eine Trendlinie, die kurzfristige Störungen glättet. Ein Wert über 1 signalisiert, dass der Bitcoin-Handel über diesem langfristigen Durchschnitt liegt; Unter 1 bedeutet, dass der Wert darunter liegt. Heute liegt das Mayer-Multiple bei 0,94 und damit knapp unter dem langfristigen Trend. Historisch gesehen fielen Werte über 2,4 mit Markthöchstständen zusammen, während Werte unter 0,8 attraktive Einstiegspunkte signalisierten.

Mayer weist auf die Komprimierung der Standardabweichungsbänder hin, je mehr Handelshistorie sich ansammelt. Bei einem Rückblick auf fünf Jahre liegt eine Standardabweichung über dem Mittelwert bei etwa 1,3, zwei Standardabweichungen bei 1,6 und drei bei 2,13. In früheren Zeiträumen, die sich auf Daten aus dem Jahr 2011 stützten, erreichten die Preise regelmäßig weitaus extremere Vielfache. Mit anderen Worten: Das Instrument reift auf die gleiche Weise wie jeder finanzielle Vermögenswert, wenn es tiefergehendes, geduldigeres Kapital anzieht.

Mayer begann bereits 2017 mit dem Verkauf physisch abgewickelter Bitcoin-Puts und -Calls auf LedgerX, einer der ersten staatlich regulierten Börsen für Krypto-Derivate. Heute ist dieser Markt dramatisch gewachsen – gehebelte ETFs wie BITX, Aktien von Strategy (MSTR) und Bitcoin, die in Unternehmensbilanzen auftauchen, wie etwa der von SpaceX gemeldete 18.712 $ BTC-Bestand, sorgen für zusätzliche Tiefe.

Eine geringere Volatilität wirkt sich positiv auf Bitcoin aus, argumentiert Mayer, da sie die Weiterentwicklung des Vermögenswerts von einem spekulativen Instrument zu etwas widerspiegelt, das Anlageausschüsse, Family Offices und Unternehmen tatsächlich garantieren können. „Um dieses Buy-in zu bekommen, braucht man etwas wirklich Langweiliges, wie Gold“, sagt er. „Gold ist so langweilig – und das ist es, was wir brauchen.“

Die Teilnahme an der Konferenz ist ein greifbares Signal dieser Reifung. Mayer betrieb seinen Blog, bevor es Bitcoin gab, und hielt regelmäßig Vorträge auf großen Goldkonferenzen, die zwei- bis dreitausend Teilnehmer anzogen. „Wir hatten dieses Jahr Zehntausende auf Konferenzen und letztes Jahr noch viel mehr. Es ist eine echte Branche. Es ist eine echte Reserve.“

Die Netzwerksicherheit könnte schwächer werden, wenn der Preis von $BTC nicht ausreichend steigt, um genügend Miner im Geschäft zu halten. Quantencomputing stellt eine weitere längerfristige Bedrohung dar, sollten Quantencomputer leistungsfähig genug werden, um die kryptografischen Schlüssel von Bitcoin zu knacken.

Mayer räumt die Besorgnis ein, weist jedoch darauf hin, dass die anhaltende Prämie von Bitcoin für die Entdeckung eines katastrophalen Exploits nicht in Anspruch genommen wird, und er weist auf die Abwärtskompatibilität von Proof-of-Work als strukturelle Widerstandsfähigkeit hin.

Trotz der Risiken bleibt Mayer in den nächsten 15 Jahren fest im Lager Bitcoin statt Gold. „Bei Gold führen höhere Preise zu mehr Angebot. Das ist bei Bitcoin nicht der Fall, und wir wissen nicht, welche Technologien die Dominanz von Gold gefährden könnten. Wir könnten Asteroidenabbau betreiben, KI-Roboter, die die Ozeane durchkämmen. Aber wir wissen, dass Bitcoin 21 Millionen sein wird.“

Mayers Argument stellt den Zusammenbruch der Volatilität als Beweis dafür dar, dass Vermögenswerte ein wirtschaftliches Gewicht aufbauen und nicht stagnieren. Der Optionsmarkt, die institutionelle Tiefe und ein festes Angebot bilden die Grundlage dafür, dass Bitcoin als langweiliger, aber solider Reservewert fungieren kann – genau das, was das Großkapital sucht.

Die Volatilität von Bitcoin bricht zusammen: Trace Mayer erklärt, warum es Reife signalisiert