Kreditkosten erreichen bei steigenden Preisen den höchsten Stand seit 5 Jahren: Wie Anleger die Auswirkungen spüren werden

Inhaltsverzeichnis Der amerikanische Anleihenmarkt ist einer erheblichen Belastung ausgesetzt. Marktteilnehmer trennen sich von Staatspapieren, was zu einem Anstieg der Renditen führt, da der Inflationsdruck zunimmt und die Energiekosten weiterhin hoch sind. Die Krise am US-Anleihemarkt verschärft sich. Während sich alle auf KI und den Iran-Krieg konzentrieren, befindet sich der US-Anleihemarkt in einem völligen Zusammenbruch. Die 30-jährige Rendite liegt jetzt über 5,00 % und die 10-jährige Rendite nähert sich dem entscheidenden Niveau von 4,50 %, was dazu führte, dass Präsident Trump den „90-Tage-Tarif… pic.twitter.com/azEUScgw11 – Der Kobeissi-Brief (@KobeissiLetter) 12. Mai 2026 Am Dienstagmorgen durchbrach die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen die 5 % Dieser Meilenstein folgt auf neu veröffentlichte Inflationszahlen, die darauf hinweisen, dass die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,8 % gestiegen sind. Wenn Marktteilnehmer Anleihen abstoßen, sind die Renditen ein Hauptauslöser für den Inflationsanstieg. Die Dieselpreise liegen derzeit bei einem historischen Höchstwert von 4,50 US-Dollar. Der weltweite Brent-Ölpreis hat laut FactSet-Daten seit Jahresbeginn einen Wert von 77 % erreicht. Der anhaltende Iran-Konflikt hat den Vorschlag Teherans, die Konfrontation zu lösen, wahrscheinlich abgelehnt „Die Tatsache, dass der Ölpreis weiter steigt, ist für die Menschen kein wirklich guter Grund, langfristige Anleihen zu kaufen.“ Eine erhöhte Inflation verringert die Kaufkraft der festen Zinszahlungen von Anleihen. Es kann auch Zentralbanken dazu zwingen, die Zinssätze zu erhöhen, was sich negativ auf die Aktien- und Anleihenmärkte auswirkt. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen nähert sich nun 4,50 %. Dieser Benchmark erregt große Aufmerksamkeit – es war genau das Niveau, das Trump im April 2025 zu seinem 90-tägigen Zollmoratorium veranlasste. Langfristige Renditen sind mittlerweile über ihr Niveau gestiegen, bevor die Federal Reserve Zinssenkungen einleitete. Diese Dynamik zeigt den begrenzten Einfluss der Fed auf die Renditen längerer Laufzeiten. Sollten die Renditen ihren Aufwärtstrend beibehalten, könnten die Hypothekenzinsen in den USA erneut die 7-Prozent-Marke überschreiten. Eine solche Erhöhung würde potenzielle Eigenheimkäufer und den gesamten Wohnungssektor zusätzlich belasten. Die Bundesschulden der Vereinigten Staaten belaufen sich derzeit auf etwa 30 Billionen US-Dollar. Einer Analyse des Wells Fargo Investment Institute zufolge soll mehr als die Hälfte dieser Schulden innerhalb der nächsten drei Jahre fällig werden. Es wird prognostiziert, dass das Haushaltsdefizit im selben Zeitraum weitere 5 bis 6 Billionen US-Dollar zur Schuldenlast beitragen wird, wenn es durch weitere Staatsanleihemissionen finanziert wird. Das Finanzministerium will diese Woche 10-jährige Schuldverschreibungen im Wert von 42 Milliarden US-Dollar und 30-jährige Anleihen im Wert von 25 Milliarden US-Dollar versteigern. Dieses zusätzliche Angebot trägt zum Aufwärtsdruck auf die Renditen bei. Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis März 2027 bei der Preisgestaltung der Fed-Fonds-Futures bei etwa 50/50. Josh Jamner von ClearBridge Investments wies darauf hin, dass Zinssenkungen im Jahr 2027 wahrscheinlicher bleiben als Erhöhungen, vorausgesetzt, dass der Iran-Konflikt nachlässt und die Arbeitsmarktbedingungen weiterhin schwach sind. In der Vergangenheit sind institutionelle Anleger in den Markt eingestiegen, um Anleihen zu kaufen, wenn die 30-jährige Rendite 5 % erreicht. Ob sich dieses Muster dieses Mal wiederholt, hängt vor allem von der Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Wochen ab. Entdecken Sie mit Expertenanalysen Aktien mit der besten Performance in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.