Broadcom (AVGO) vs. Marvell (MRVL): Welche KI-Chip-Aktie sollten Sie im Jahr 2025 kaufen?

Inhaltsverzeichnis Bei der Bewertung von KI-Infrastrukturinvestitionen erweisen sich Broadcom und Marvell als zwei überzeugende, aber deutlich unterschiedliche Chancen. Jedes Unternehmen erlebt eine rasante Expansion, doch ihre strategischen Ansätze unterscheiden sich erheblich. Broadcom Inc., AVGO Broadcom agiert als Branchenriese mit einer zweigleisigen Geschäftsstrategie. Das Unternehmen unterteilt seine Aktivitäten in die Halbleiterfertigung und Unternehmensinfrastruktursoftware. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Broadcom einen Gesamtumsatz von 63,9 Milliarden US-Dollar, davon 36,9 Milliarden US-Dollar aus der Halbleitersparte und 27 Milliarden US-Dollar aus Softwaredienstleistungen. Das Segment der künstlichen Intelligenz stellt Broadcoms am schnellsten wachsende Einnahmequelle dar. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 stieg der Umsatz des Unternehmens mit KI-Halbleitern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74 %. Führungskräfte prognostizierten, dass der Umsatz mit KI-Halbleitern im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 8,2 Milliarden US-Dollar erreichen würde. Diese Einnahmen stammen hauptsächlich aus spezialisierten KI-Beschleunigern und Ethernet-Netzwerkgeräten, die in KI-fokussierten Rechenzentren eingesetzt werden. Der Softwarebetrieb von Broadcom stellt eine wichtige stabilisierende Kraft dar. Dieses Segment generiert vorhersehbare, wiederkehrende Einnahmequellen, die dazu beitragen, die zyklische Volatilität der Halbleitermärkte auszugleichen. Marvell stellt eine kompaktere, strategisch konzentrierte Alternative dar. Das Unternehmen konzentriert seine Aktivitäten auf KI-Rechenzentrumskomponenten mit kundenspezifischen Chipdesigns, optischen Konnektivitätslösungen und modernster Netzwerkinfrastruktur. Marvell Technology, Inc., MRVL Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Marvell einen rekordverdächtigen Umsatz von insgesamt 1,895 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 63 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Unternehmensführung führte diese Leistung auf den erweiterten Einsatz von kundenspezifischem Silizium und die starke Nachfrage nach elektrooptischen Produkten zurück. Das folgende Quartal setzte diesen beeindruckenden Verlauf fort. Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 erreichte mit 2,006 Milliarden US-Dollar einen weiteren Rekordwert, was einem jährlichen Wachstum von 58 % entspricht. Das Unternehmen meldete eine GAAP-Bruttomarge von 50,4 % und eine Non-GAAP-Bruttomarge von 59,4 %. Marvells vollständige Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 zeigten einen Anstieg des Nettoumsatzes um 2,4 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Dieser erhebliche Anstieg ist vor allem auf einen Anstieg der Umsätze im Rechenzentrumssegment um 46 % zurückzuführen. Das Unternehmen hat sich neben dominanten Akteuren wie Nvidia als eine der direktesten Pure-Play-Möglichkeiten für Investoren positioniert, die ein Engagement in der KI-Infrastruktur anstreben. Die Bewertungskennzahlen zwischen diesen beiden Aktien offenbaren starke Gegensätze. Broadcom wird derzeit mit etwa dem 71,7-Fachen der Gewinne der letzten zwölf Monate gehandelt. Marvell weist ein Vielfaches von etwa dem 32,7-fachen des Gewinns auf. Die Marktkapitalisierung von Broadcom liegt bei etwa 1,36 Billionen US-Dollar, während Marvell einen Wert von nahezu 80,8 Milliarden US-Dollar hat. Die Kursziele der Wall Street deuten auf unterschiedliche Erwartungen hin. Laut MarketBeat liegt das Konsensziel der Analysten für Broadcom bei 435,30 US-Dollar, was auf ein relativ bescheidenes Aufwertungspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau hindeutet. Das Konsensziel von Marvell liegt unter Analysten bei 122,73 US-Dollar. Diese Zahl liegt hinter den jüngsten Marktpreisen zurück und signalisiert ein gewisses Zögern der Analysten nach der deutlichen Rallye der Aktie. Aufgrund seiner enormen Größe und diversifizierten Geschäftsarchitektur ist Broadcom die stabilere Wahl für risikoscheue Anleger. Marvells konzentrierter Fokus auf die KI-Infrastruktur bietet ein größeres Wachstumspotenzial – obwohl diese Spezialisierung auch die Anfälligkeit erhöht, wenn die KI-Investitionsausgaben zurückgehen.