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Die Zentralbank konzentriert sich angesichts des mäßigen Arbeitsmarktwachstums wieder auf die Eindämmung von Preiserhöhungen

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Die Zentralbank konzentriert sich angesichts des mäßigen Arbeitsmarktwachstums wieder auf die Eindämmung von Preiserhöhungen

Beamte der Federal Reserve haben ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Inflation gelenkt, nachdem neue Arbeitsmarktdaten zeigten, dass der US-Arbeitsmarkt trotz zunehmenden geopolitischen und energiebezogenen Drucks stabil bleibt. Starke Einstellungszahlen im April stärkten das Vertrauen der Zentralbank, die Zinssätze unverändert zu lassen, während Beamte die langfristigen Auswirkungen steigender Preise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und Handelsstörungen bewerten.

Die Stärke des Arbeitsmarktes verringert den Druck auf Tarifsenkungen

Die US-Wirtschaft hat im April 115.000 Arbeitsplätze geschaffen, was die Markterwartungen übertraf und die Anzeichen einer Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes verstärkte. Darüber hinaus wurden die Beschäftigungszahlen für März auf 185.000 Arbeitsplätze nach oben korrigiert, was auf eine stärkere Beschäftigungsdynamik hindeutet, als die Analysten ursprünglich angenommen hatten. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 4,3 %, während das Lohnwachstum weiterhin in einem gesunden Tempo zunahm.

Folglich sehen die politischen Entscheidungsträger jetzt weniger Gründe, die Kreditkosten kurzfristig zu senken. Nick Timiraos, der weithin als enger Beobachter der politischen Richtung der Federal Reserve gilt, stellte fest, dass die Besorgnis über die Arbeitsmarktschwäche in den letzten Monaten weitgehend verblasst sei. Stattdessen dominieren jetzt Inflationsrisiken die politischen Diskussionen.

Die Fed-Beamten belassen den Leitzins derzeit zwischen 3,5 % und 3,75 %. Darüber hinaus stützen die jüngsten Wirtschaftsdaten das Argument für eine Verlängerung der aktuellen Pause bei der geldpolitischen Lockerung.

Inflationsrisiken verstärken sich nach Iran-Konflikt

Die Energiemärkte sind für politische Entscheidungsträger zu einem großen Anliegen geworden, seit die Spannungen im Nahen Osten die globalen Lieferketten unterbrochen haben. Durch die Schließung der Straße von Hormus stiegen die Transport- und Versandkosten deutlich an. Darüber hinaus stiegen die Benzinpreise auf durchschnittlich 4,55 US-Dollar pro Gallone, verglichen mit etwa 3 US-Dollar vor der Eskalation des Konflikts.

Die Federal Reserve Bank of New York berichtete außerdem, dass der Druck in der Lieferkette den höchsten Stand seit Juli 2022 erreicht habe. Daher befürchten die Beamten, dass sich breitere Preiserhöhungen auf den Dienstleistungssektor ausweiten und zu einem anhaltenderen Inflationszyklus führen könnten.

Mehrere Beamte der Federal Reserve befürworten mittlerweile einen neutraleren politischen Ansatz. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, argumentierte kürzlich, dass die politischen Entscheidungsträger es vermeiden sollten, Zinssenkungen oder -erhöhungen zu aggressiv zu signalisieren, solange die Unsicherheit hoch bleibe.

Die politische Debatte verschärft sich vor dem Führungswechsel

Die Inflationsdebatte beginnt, als Kevin Warsh der Bestätigung des Senats, Jerome Powell als Vorsitzenden der Federal Reserve zu ersetzen, immer näher rückt. Warsh unterstützte zuvor niedrigere Zinssätze. Robuste Einstellungsdaten und steigende Energiepreise haben diese Situation jedoch erschwert.

Unterdessen plant Powell, bis 2028 im Federal Reserve Board zu bleiben und möglicherweise zukünftige politische Debatten auch nach dem Ende seines Vorsitzes zu prägen. Darüber hinaus sind die Spaltungen innerhalb der Zentralbank nach den jüngsten Meinungsverschiedenheiten zwischen regionalen Fed-Präsidenten deutlicher geworden.

Die Markterwartungen spiegeln nun die veränderten Aussichten wider. Den Daten von CME FedWatch zufolge erwarten Händler eine Wahrscheinlichkeit von 74,1 %, dass die Federal Reserve die Zinssätze bis Dezember unverändert lassen wird. Infolgedessen glauben Anleger zunehmend, dass die Inflationsdaten den nächsten großen geldpolitischen Schritt der Fed bestimmen werden.

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