Coinbase-Bericht: Kryptomärkte zeigen Bodensignale, da die makroökonomischen Risiken nachlassen

Laut Untersuchungen von Coinbase Institutional und Glassnode könnten die Kryptomärkte in eine Stabilisierungsphase eintreten, da eine verbesserte Stimmung und stärkere Signale in der Kette einen möglichen kurzfristigen Tiefpunkt unterstützen. Obwohl geopolitische Spannungen und makroökonomische Unsicherheit weiterhin die Risikobereitschaft prägen, deuten laut Analysten mehrere Indikatoren nun auf Bedingungen hin, die eine Erholung später im zweiten Quartal unterstützen könnten.
Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung ohne Stablecoins sank im ersten Quartal 2026 um 18 %, was den Druck auf digitale Vermögenswerte widerspiegelt. Allerdings stieg das Stablecoin-Angebot im gleichen Zeitraum von 308 Milliarden US-Dollar auf 318 Milliarden US-Dollar. Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass das Kapital die Kryptomärkte nicht vollständig verlassen hat. Stattdessen scheinen einige Anleger auf eine stärkere Bestätigung zu warten, bevor sie ihre Mittel umschichten.
Auch die Stimmung der Bitcoin-Investoren hat sich verbessert. Glassnode-Daten zeigen, dass die Metrik für nicht realisierte Nettogewinne und -verluste von Bitcoin von einer Angstphase in eine Optimismusphase übergegangen ist.
Gleichzeitig halten 75 % der institutionellen Anleger und 71 % der nicht-institutionellen Anleger Bitcoin für unterbewertet. Diese Verschiebung bestärkt das Argument, dass die Abwärtsrisiken möglicherweise begrenzter werden.
On-Chain-Daten deuten auf Akkumulation hin
Mehrere Blockchain-Signale unterstützen eine konstruktivere Marktstruktur. Das Bitcoin-Angebot bewegte sich innerhalb der letzten drei Monate und sank im ersten Quartal um 37 %. Unterdessen stieg das Angebot, das länger als ein Jahr gehalten wurde, um 1 %. Dieser Trend spiegelt häufig eine geringere spekulative Aktivität und eine stärkere Überzeugung der langfristigen Inhaber wider.
Darüber hinaus platzieren die Rentabilitätskennzahlen von Bitcoin den Vermögenswert nun in einer Akkumulationszone. Der MVRV-Rahmen und die Supply-in-Profit-Daten deuten darauf hin, dass die Bewertungen in der Nähe historisch günstiger Niveaus liegen. Das Puell-Multiple fiel ebenfalls auf 0,7, was darauf hindeutet, dass die Einnahmen der Bergleute unter den langfristigen Normen bleiben, ein Zustand, der oft mit Markttiefs in Verbindung gebracht wird.
Ethereum sieht, dass langfristige Inhaber ihre Position stärken
Neben Bitcoin zeigte auch Ethereum trotz schlechter Performance eine strukturelle Verbesserung. Das Angebot, das weniger als drei Monate gehalten wurde, ging im ersten Quartal um 38 % zurück, während das langfristige Angebot um 1 % stieg. Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass schwächere Hände den Markt verließen, während geduldige Anleger ihre Bestände erhöhten.
Darüber hinaus näherte sich der NUPL von Ethereum dem Übergang von Kapitulation zu Hoffnung, was darauf hindeutet, dass sich die Stimmung nach starkem Verkaufsdruck stabilisieren könnte. Analysten wiesen auch auf die zunehmende Differenzierung von Vermögenswerten als Hauptthema hin und argumentierten, dass die zukünftigen Zyklen von Ethereum möglicherweise mehr von Nutzen und Akzeptanz abhängen als von breiten spekulativen Strömen.
Folglich konzentrieren sich Anleger zunehmend darauf, ob Ethereum von der Verbesserung der regulatorischen Klarheit und der langfristigen Netzwerknachfrage profitieren kann, wenn sich die Marktbedingungen normalisieren.
Makrorisiken prägen weiterhin die Marktrichtung
Trotz stärkerer technischer Signale bleiben die makroökonomischen Bedingungen der dominierende Treiber. Die Korrelation von Bitcoin mit dem S&P 500 stieg auf 0,58, was seine wachsende Sensibilität gegenüber breiteren Risikomärkten verstärkt. Gleichzeitig trüben die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten und Ölstörungen weiterhin die Wachstumserwartungen.
Der IWF prognostiziert nun für 2026 ein globales BIP-Wachstum von 3,1 % gegenüber 3,4 %. Allerdings warnen einige private Prognosen davor, dass sich das Wachstum auf 1,4 % verlangsamen könnte, wenn sich die Energieschocks verschlimmern. Dieses Risiko schränkt eine aggressive Positionierung weiterhin ein.
Darüber hinaus hoben Analysten zwei interne Kryptothemen hervor, die es wert sind, beobachtet zu werden: Fortschritte beim CLARITY Act und die Entwicklung bei Post-Quantenkryptografie-Schutzmaßnahmen. Beides könnte mittelfristig Einfluss auf die Marktstruktur haben.