Der Kryptowährungsmarkt erlebt einen anhaltenden Abschwung, da der Bitcoin-Preis voraussichtlich die 77.000-Dollar-Schwelle durchbrechen wird. Schlüsselfaktoren tragen zum anhaltenden Einbruch bei

Bitcoin fiel am Wochenende aufgrund des starken Verkaufsdrucks unter die 77.000-Dollar-Marke, was die Anleger verunsicherte. Analysten führen den Rückgang auf eine erneute Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran, wachsende Inflationssorgen und steigende Anleiherenditen zurück.
Marktdaten zufolge ist Bitcoin in den letzten 24 Stunden um 1,2 % auf 76.707 US-Dollar gefallen. Die führende Kryptowährung, die im Laufe des Tages ein Tief von 76.720 US-Dollar erreichte, war kürzlich auf 82.000 US-Dollar gestiegen, was auf starke Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs und den Optimismus im Zusammenhang mit dem CLARITY Act-Gesetz zur Kryptowährungsregulierung in den USA zurückzuführen war. Allerdings haben die jüngsten Entwicklungen die Risikobereitschaft an den Märkten deutlich geschwächt. Auslöser des Ausverkaufs waren harsche Äußerungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Iran. Trump drohte mit einer militärischen Intervention, falls sich die Friedensgespräche weiter verzögern sollten. Im Anschluss an diese Aussagen erlebten die Energiemärkte einen starken Anstieg. Brent-Rohöl stieg um 1,78 % auf 111,2 $, während WTI-Rohöl um 2,2 % auf 107,7 $ stieg.
Bedenken, dass steigende Ölpreise die Inflation wieder ankurbeln und die US-Notenbank dazu veranlassen könnten, über eine Zinserhöhung nachzudenken, haben Anleger in sichere Häfen getrieben. Der Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 12 Monaten hat auch den Druck auf risikoreiche Vermögenswerte erhöht. Auch institutionelle Anleger agieren offenbar vorsichtig. Den Daten von SoSoValue zufolge gab es in der Woche bis zum 17. Mai einen Nettoabfluss von 1 Milliarde US-Dollar aus Spot-Bitcoin-ETFs und beendete damit eine sechswöchige Serie starker Zuflüsse.
Analysten sagen, dass Bitcoin kurzfristig das Unterstützungsniveau von 74.000 US-Dollar testen könnte, aber eine Erholung ist wahrscheinlich, wenn der makroökonomische Druck nachlässt. Es wird erwartet, dass sich der Markt in den kommenden Tagen auf US-Inflationsdaten und Aussagen der Fed konzentriert.
*Dies ist keine Anlageberatung.