Die Polizei von Zypern untersucht zwei Krypto-Betrügereien nach einem Verlust von 75.000 Euro

Die zyprische Polizei untersucht zwei Krypto-Betrügereien, nachdem zwei Männer einen Gesamtverlust von fast 75.000 Euro gemeldet hatten. Die am 5. Juni veröffentlichten Beschwerden zeigen, wie gefälschte Investmentseiten durch Vertrauensbildung kleine Testzahlungen in größere Verluste verwandeln können.
Lokalen Medienberichten zufolge verlor ein 72-jähriger Mann aus Nikosia 48.500 Euro, nachdem er auf eine Online-Werbung reagiert hatte, die Investitionen in Kryptowährungen bewarb. Ein Mann, der sich als Finanzberater eines Unternehmens ausgab, wies ihn an, eine Anwendung auf seinem Computer zu installieren.
Die Anwendung ermöglichte angeblich den Fernzugriff auf seine Online-Banking-Aktivitäten. Die Polizei sagte, das Opfer habe zunächst 250 Euro auf ein Auslandskonto überwiesen, das später als scheinbarer Gewinn zurückgezahlt wurde.
Nikosia-Opfer verlor 48.500 € nach gefälschter Gewinnauszahlung
Diese vorzeitige Auszahlung war im ersten Fall der Knackpunkt. Nach Erhalt des zurückgegebenen Geldes ließ das Opfer drei weitere Überweisungen zu.
Die Zahlungen stiegen von 1.000 € auf 7.500 €, bevor eine endgültige Überweisung von 40.000 € erfolgte. Der Gesamtverlust belief sich auf 48.500 Euro, bevor ein Verwandter die Plattform überprüfte und feststellte, dass es sich um eine Fälschung handelte.
Der Fall zeigt eine Gemeinsamkeit bei Krypto-Betrügereien: Die erste Zahlung kann erfolgreich erscheinen. Dieser kleine Gewinn kann dazu führen, dass eine betrügerische Plattform echt aussieht, bevor größere Anfragen folgen.
Paphos-Investor musste zusätzliche Gebühren zahlen, um gefälschte Gewinne freizuschalten
Die zweite Beschwerde betraf einen 39-jährigen Mann aus Paphos, der eine Website entdeckte, die sich als Kryptowährungs-Investitionsplattform präsentierte. Er kontaktierte die Betreiber und kommunizierte mit einer Frau, die behauptete, die Website zu vertreten.
Auf ihre Anweisung hin überwies er Kryptowährung im Wert von 12.448 Euro auf ein angegebenes Konto. Er gewährte außerdem Fernzugriff auf seinen Computer und wiederholte damit ein weiteres Warnzeichen.
Als er jedoch versuchte, vermeintliche Gewinne abzuheben, verlangten die Plattformbetreiber Nachzahlungen für angebliche Aufwendungen. Die Polizei sagte, dass die Forderungen auch nach weiteren Zahlungen fortgesetzt würden.
Das Opfer erkannte schließlich, dass er betrogen worden war. Sein Gesamtschaden belief sich auf rund 26.400 Euro, womit sich beide gemeldeten Fälle auf knapp 75.000 Euro belaufen.
Europäische Krypto-Betrugsfälle teilen das gleiche Playbook
Die beiden Fälle liegen nun bei den Ermittlern für Finanzkriminalität. Die zyprische Polizei forderte die Öffentlichkeit auf, Online-Investitionsangebote, die schnelle oder ungewöhnlich hohe Renditen versprechen, mit Vorsicht zu behandeln.
Das Muster deckt sich mit früheren europäischen Fällen, bei denen es um gefälschte Anlageplattformen für Kryptowährungen ging. Opfer wurden durch Social-Media-Werbung, Kaltakquise, Fake-News-Artikel und gefälschte Erfahrungsberichte rekrutiert.
Betrüger blockieren häufig Auszahlungen, nachdem Gelder überwiesen wurden. Daher warnt CySEC, dass Versprechen mit hoher Rendite anhand von Warnlisten und genehmigten Domains überprüft werden sollten.
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