Die Fed lässt die Zinsen auf der letzten Sitzung von Jerome Powell als Vorsitzendem unverändert

Wie von den Märkten völlig erwartet, beließ die US-Notenbank am Mittwoch ihre Leitzinsspanne für Leitzinsen stabil bei 3,50 % bis 3,75 % und markierte damit die vierte Sitzung in Folge ohne Änderung, da die Beamten anhaltende Inflationsrisiken gegen Anzeichen eines sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums abwägen.
„Bei der Prüfung des Ausmaßes und des Zeitpunkts zusätzlicher Anpassungen des Zielbereichs für den Federal Funds Rate wird der Ausschuss die eingehenden Daten, die sich entwickelnden Aussichten und das Gleichgewicht der Risiken sorgfältig bewerten“, sagte die Fed in ihrer Grundsatzerklärung.
Gegen die Zinsentscheidung gab es vier Meinungsverschiedenheiten, eine zurückhaltende und drei restriktive. Fed-Gouverneur Stephen Mirran bevorzugte eine Zinssenkung um 25 Basispunkte, während Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan die Zinsen stabil halten, aber jegliche Lockerungsneigung beseitigen wollten.
Unter dem Druck im Vorfeld der Nachrichten blieb Bitcoin in den letzten 24 Stunden etwa 0,5 % niedriger und wurde knapp unter 96.000 US-Dollar gehandelt. Die US-Aktien verzeichneten weiterhin leichte Rückgänge, der Nasdaq verlor 0,35 %.
Die heutige Zentralbanksitzung wird wahrscheinlich die letzte sein, die von Jerome Powell geleitet wird, dessen Amtszeit als Vorsitzender am 15. Mai endet. Sein Nachfolger, Kevin Warsh, hat am Mittwoch zuvor eine Abstimmung im Bankenausschuss des Senats bestanden und ist damit auf dem richtigen Weg, das Amt zu übernehmen, wenn Powell zurücktritt.
Als nächstes wird sich die Aufmerksamkeit auf Powells Pressekonferenz nach der Sitzung richten, während Händler nach Hinweisen für den weiteren Weg der Geldpolitik suchen.
Nachdem die Ölpreise Anfang des Monats in der Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden zwischen den USA und dem Iran stark zurückgegangen waren, sind sie nun wieder in die Nähe ihrer Nachkriegshöchststände gestiegen, wobei WTI-Rohöl bei knapp 105 US-Dollar pro Barrel gehandelt wurde.
Höhere Energiekosten wirken sich natürlich auf die Gesamtinflationszahlen aus, können aber auch die Wirtschaftstätigkeit bremsen. Dies bringt die US-Notenbank in eine schwierige Lage: Welche ihrer Aufgaben – Preise oder Wirtschaftswachstum – sollte sie priorisieren?