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Das Ergebnis des ersten Quartals beim europäischen Luft- und Raumfahrtgiganten erlebt einen Sturzflug und bricht aufgrund anhaltender Logistikhürden um mehr als die Hälfte ein

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cryptonewstrend.com
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Das Ergebnis des ersten Quartals beim europäischen Luft- und Raumfahrtgiganten erlebt einen Sturzflug und bricht aufgrund anhaltender Logistikhürden um mehr als die Hälfte ein

Inhaltsverzeichnis Der europäische Luft- und Raumfahrthersteller erlebte ein herausforderndes Eröffnungsquartal. Der bereinigte Betriebsgewinn brach um 52 % auf 300 Millionen Euro ein, verglichen mit 624 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Der Quartalsumsatz lag bei 12,65 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. AIRBUS Q1-ERGEBNIS: UMSATZ 12.651 MILLIONEN EUR || Bereinigtes EBIT im ersten Quartal 300 Millionen Euro || Q1 EBIT EUR 224 MILLIONEN || Q1 BEREINIGTER FREIER CASHFLOW EUR -2.485 MIO. || Q1 EPS 0,74 EUR – First Squawk (@FirstSquawk) 28. April 2026 Während die Rentabilität enttäuschend war, übertrafen die Umsatzzahlen die Prognosen der Wall Street. Marktanalysten hatten auf der Grundlage von Konsensschätzungen des Unternehmens einen Umsatz von 12,39 Milliarden Euro und einen bereinigten Betriebsgewinn von 348 Millionen Euro erwartet. Der Gewinn je Aktie erreichte 74 Cent und übertraf damit deutlich die prognostizierten 44 Cent. Airbus SE, AIR.DE Im Vordergrund steht die Lieferleistung. Der Flugzeughersteller schloss im ersten Quartal die Übergabe von nur 114 Verkehrsflugzeugen ab, was einem Rückgang von 16 % gegenüber 136 ausgelieferten Einheiten im Vergleichszeitraum 2025 entspricht. Diese Zahl lag auch hinter dem Konkurrenten Boeing, der im gleichen Zeitraum 143 Flugzeugauslieferungen durchführte – ein besonders bemerkenswerter Kontrast angesichts der gut dokumentierten betrieblichen Herausforderungen von Boeing. Die Grundursache bleibt bestehen: unzureichende Motorversorgung. Der in den USA ansässige Zulieferer Pratt & Whitney lieferte seine Triebwerke ständig hinter dem Zeitplan aus, wodurch die Produktionskapazität von Airbus effektiv begrenzt wurde. Der Streit eskalierte zu einem Gerichtsverfahren – Reuters gab im März bekannt, dass Airbus aktiv Schadensersatzansprüche gegen den Lieferanten wegen Lieferverzögerungen verfolgt. Das Luft- und Raumfahrtunternehmen behielt seine Jahresprognose unverändert bei und strebt weiterhin die Auslieferung von 870 Verkehrsflugzeugen im Laufe des Jahres 2026 an. Das Management bestätigte außerdem sein Produktionsratenziel von 70 bis 75 Flugzeugen der A320-Familie pro Monat bis Ende 2027 – ein Ziel, das bereits im Februar gegenüber dem ursprünglichen Ziel von 75 Einheiten pro Monat bis Anfang des Jahres nach unten korrigiert wurde. Um das Auslieferungsziel für das Gesamtjahr ausgehend vom aktuellen Quartalstempo von 114 Einheiten zu erreichen, ist eine erhebliche Produktionsbeschleunigung in den kommenden Quartalen erforderlich. Die Analysten von Jefferies formulierten die Herausforderung direkt vor der Veröffentlichung der Ergebnisse: „Das Tempo, mit dem Airbus dies in höhere Auslieferungen umsetzen kann, ist zum entscheidenden Einflussfaktor für Gewinn und Bewertung geworden.“ Die Verkehrsflugzeugsparte verzeichnete im Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang von 11 %. Das Hubschraubersegment blieb im Jahresvergleich unverändert, während das Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft um 7 % zulegte. Besonders positiv entwickelte sich die Verteidigungssparte, die einen bereinigten Kerngewinn von 130 Millionen Euro verbuchte, während die Analystenerwartungen bei 111 Millionen Euro lagen. Die Analystenaussichten für Airbus haben sich seit Anfang 2026 abgeschwächt, was teilweise auf die sich abzeichnenden Erholungssignale von Boeing zurückzuführen ist. Boeing meldete im ersten Quartal einen geringeren Quartalsverlust als erwartet und demonstrierte betriebliche Verbesserungen im gesamten Verkehrsflugzeuggeschäft, während das Unternehmen nach seiner Qualitätskontroll- und Fertigungskrise eine umfassende Umstrukturierung durchläuft. Kelly Ortberg, CEO von Boeing, wies darauf hin, dass die Nachfrage stabil bleibe und die Auswirkungen der Handelsspannungen im Nahen Osten nur minimal seien. UBS stellte Anfang des Monats fest, dass die Ersatznachfrage weiterhin stark genug ist, um Airbus auch bei anhaltend erhöhten Treibstoffkosten zu unterstützen. Auch währungsbedingte Gegenwinde wirkten sich auf die Quartalsleistung aus. Da kommerzielle Luftfahrtverträge vorwiegend auf US-Dollar lauten, können sich Wechselkursschwankungen nachteilig auf die auf Euro lautenden Finanzergebnisse auswirken. Die Auftragsdynamik bleibt für Airbus robust, gestützt durch einen erheblichen Auftragsbestand. Allerdings priorisieren Investoren derzeit die Ausführung von Lieferungen vor allem anderen – und das erste Quartal hat gezeigt, dass die Diskrepanz zwischen Auftragsvolumen und Produktionsleistung weiterhin besteht. Der bereinigte Kerngewinn der Verteidigungs- und Raumfahrtsparte von 130 Millionen Euro übertraf damit die Prognose von 111 Millionen Euro und stellte die größte positive Überraschung des Quartals dar.