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Globale Finanzgiganten schließen sich mit BIS zusammen, um durch eine hochkarätige Partnerschaft Pionierarbeit bei Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten zu leisten

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Globale Finanzgiganten schließen sich mit BIS zusammen, um durch eine hochkarätige Partnerschaft Pionierarbeit bei Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten zu leisten

In einem mutigen Versuch, die globale Bankenlandschaft neu zu gestalten, bringt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich gemeinsam mit ihren Partnern das Projekt Agorá in die kritische Phase der Echtwertprüfung. Diese bahnbrechende Initiative zielt darauf ab, grenzüberschreitende Bankzahlungen zu beschleunigen, sie schneller, günstiger und effizienter zu machen und gleichzeitig robuste Compliance-Prüfungen innerhalb des bestehenden Finanzrahmens aufrechtzuerhalten.

Ein zentraler Höhepunkt des Projekts ist die Zusammenarbeit mit namhaften Finanzinstituten, darunter JPMorgan und UBS, um die Machbarkeit von Blockchain-basierten Zahlungen mit echtem Geld zu testen. Die Europäische Zentralbank, die Federal Reserve und die BIZ arbeiten zusammen, um Verzögerungen bei grenzüberschreitenden Zahlungen zu reduzieren, indem sie die Leistungsfähigkeit tokenisierter Ledger nutzen. Insbesondere stellt das Projekt Agorá sicher, dass wichtige Sanktionen und Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche fest im traditionellen Bankensystem verankert bleiben.

Das vor zwei Jahren gestartete Projekt Agorá hat mit einem Konsortium aus sieben Zentralbanken und über 40 regulierten Institutionen an Fahrt gewonnen. Das Hauptziel besteht darin, den grenzüberschreitenden Geldfluss zu rationalisieren, ein Prozess, der derzeit durch mehrere Vermittler behindert wird, was zu langsameren, kostspieligeren und undurchsichtigeren Transaktionen führt. Durch die Nutzung des Potenzials der Tokenisierung zielt das Projekt Agorá darauf ab, diese Hindernisse abzubauen, ohne die wesentlichen Schutzmaßnahmen gegen Sanktionsverstöße und Geldwäsche zu gefährden.

Der Umfang des Projekts ist weitreichend und einige der einflussreichsten Zentralbanken und Finanzinstitute der Welt sind beteiligt, darunter die Federal Reserve Bank of New York, die Europäische Zentralbank, die Bank of Japan, die Bank of Canada und die Bank of England. Zu dem Konsortium gehören auch große private Akteure wie JPMorgan, UBS Group, Deutsche Bank, Mastercard und Visa. Laut Tim Adams, Leiter des Institute of International Finance, das eine Schlüsselrolle bei der Zusammenführung der Teilnehmer aus dem privaten Sektor spielte, „wird das Projekt positive Auswirkungen auf das gesamte Finanzsystem haben.“

Im Mittelpunkt des Tests steht ein von der BIZ entwickeltes einheitliches Ledger-Modell, das tokenisierte Zentralbankreserven und Geschäftsbankeinlagen auf einer einzigen Plattform integriert. Dieses innovative System hat das Potenzial, es Banken in verschiedenen Gerichtsbarkeiten zu ermöglichen, Überweisungen in Sekundenschnelle abzuwickeln. Der Abwicklungsprozess dient dazu, alle notwendigen Transaktionsdetails im Voraus zu bestätigen und sicherzustellen, dass die Bankguthaben gleichzeitig aktualisiert werden, sobald die Zahlung ausgeführt wird. Wie Andrea Mächler, stellvertretende Geschäftsführerin der BIZ, erklärte: „Sobald alle notwendigen Elemente vorhanden sind, wird die Transaktion in einem einzigen Handgriff abgewickelt.“

Während der Prototyp die Distributed-Ledger-Technologie nutzt, beabsichtigt die BIZ nicht, das Korrespondenzbanksystem zu ersetzen. Stattdessen zielt das Projekt darauf ab, diese Grundlage für globale Zahlungen zu bewahren, die nach wie vor der Hauptkanal für internationale Banküberweisungen ist und über die wesentlichen Compliance-Instrumente zur Durchsetzung von Sanktionen und zur Überprüfung illegaler Finanzierungen verfügt. Die BIZ hat gezeigt, dass die Tokenisierung Ineffizienzen bei grenzüberschreitenden Großhandelszahlungen auf sichere Weise beseitigen kann, obwohl kein konkreter Zeitplan für eine vollständige Einführung festgelegt wurde. Laut Adams liegt der Fokus auf der Perfektionierung des Systems und nicht auf der Hektik der Markteinführung.

Bei Erfolg könnte das Projekt Agorá ein wegweisendes Beispiel dafür werden, wie die Blockchain-Technologie in das traditionelle Finanzwesen integriert wird, was möglicherweise die Zukunft des globalen Zahlungsverkehrs prägt und den Weg für eine neue Generation von Zahlungssystemen ebnet.