Goldpreise fallen, da die Hormus-Krise Rohöl über die 103-Dollar-Marke steigen lässt

Inhaltsverzeichnis: Die Edelmetallbewertungen gingen am Donnerstag zurück, da ein aufwertender US-Dollar in Verbindung mit steigenden Rohölpreisen für Abwärtsdruck auf Goldbarren sorgte. Die Spotpreise gingen um etwa 1 % zurück und pendelten sich bei etwa 4.700 US-Dollar pro Unze ein, wobei auch die Terminkontrakte schwächelten. Der Rückgang kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Konfrontation zwischen Washington und Teheran, die nun in die achte Woche geht, weiterhin für Turbulenzen in allen Energiesektoren sorgt. Rohöl stieg diese Woche wieder auf über 103 US-Dollar pro Barrel, angetrieben durch Befürchtungen über mögliche Unterbrechungen der Lieferkette in der Straße von Hormus. Diese wichtige Wasserstraße entlang der Südküste Irans dient als Transitpunkt für etwa 20 % der weltweiten Erdölvorräte. 🚨 BREAKING: 🇮🇷 Das iranische Parlament hat ein Gesetz ausgearbeitet, das neue Regeln für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus formalisiert. – Zölle müssen in iranischen Rials entrichtet werden, bevor einem Schiff die Durchfahrt gewährt wird – Alle Verträge müssen auf den Namen „Persischer Golf“ verweisen – Schiffe aus Nationen, die an… https://t.co/wvBvv8zxiA pic.twitter.com/lEE6W76GU6 teilgenommen haben – Mario Nawfal (@MarioNawfal) 23. April 2026 Teheran hat die Meerenge weiterhin blockiert, während amerikanische Streitkräfte eine Seesperre durchgesetzt haben Blockade gegen iranische Schiffe. Iranische Patrouillenboote eröffneten diese Woche das Feuer auf Handelsschiffe und sorgten so für erhöhte Spannungen in der Region. Präsident Trump verlängerte einen ursprünglich am 7. April vereinbarten Waffenstillstand und erklärte, er werde auf unbestimmte Zeit in Kraft bleiben, während Washington auf die Vorlage neuer Friedensbedingungen durch Teheran wartet. Iranische Beamte haben keine unmittelbare Absicht angedeutet, diplomatische Gespräche fortzusetzen. Teheran besteht darauf, dass Washington seine Blockade abbauen muss, bevor der Dialog beginnen kann. Die USA kontern mit der Forderung, die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen. Keine der Parteien zeigt Anzeichen eines Nachgebens. Steigende Ölpreise verstärken die Inflationsprognosen. Wenn der Inflationsdruck zunimmt, behalten die Währungsbehörden in der Regel erhöhte Zinssätze bei oder führen zusätzliche Zinserhöhungen durch. Edelmetalle generieren weder Zinszahlungen noch Dividenden, was dazu führt, dass sie in Zeiten erhöhter oder steigender Zinsen hinterherhinken. Dieser Mechanismus hat seit Beginn des Konflikts zu einem anhaltenden Abwärtsdruck auf Edelmetalle geführt. Der Goldwert ist seit dem Ausbruch der militärischen Spannungen vor acht Wochen um etwa 11 % gesunken. Auch die amerikanische Währung gewann diese Woche an Stärke und bereitete sich auf ihren ersten wöchentlichen Anstieg seit dreißig Tagen vor. Ein robuster Dollar erhöht den Goldpreis für Käufer, die alternative Währungen nutzen, und verringert so die Gesamtnachfrage. Jake Behan, Head of Capital Markets bei Direxion, beobachtete, dass bestimmte Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit von geopolitischen Entwicklungen auf die vierteljährliche Unternehmensleistung lenken. Er betonte die erneute Begeisterung für KI-Infrastrukturinvestitionen als Katalysator für die kurzfristige Risikobereitschaft. Silber verzeichnete erhebliche Verluste und fiel am Donnerstag zwischen 2,7 % und 4,3 % und pendelte sich bei etwa 74–75 $ pro Unze ein. Platin schrumpfte um 3,5 % auf etwa 2.005 $ pro Unze. Auch Palladium schwächte sich ab. Rhona O’Connell, Leiterin der Marktanalyse bei StoneX, deutete an, dass der Edelmetallsektor „vorsichtig und volatil bleiben“ werde. Sie stellte fest, dass institutionelle Handelsunternehmen angesichts der unvorhersehbaren geopolitischen Lage zögern, bedeutende Positionen aufzubauen. Ab dem 23. April 2026 wirken die anhaltende Blockade der Straße von Hormus durch den Iran in Verbindung mit den Einsätzen amerikanischer Marine in der gesamten Region weiterhin als Hauptkatalysatoren und sorgen für erhöhte Unsicherheit auf dem Energiemarkt und Inflationsrisiken.