Analysten behaupten, dass eine hohe Inflation bevorsteht: Wird sich Bitcoin erholen?

Bitcoin wurde im asiatischen Handel mit einem Minus von 3 % in der Nähe von 77.000 US-Dollar gehandelt, da die Märkte in eine schwere makroökonomische Woche voller Entscheidungen der Federal Reserve und wichtiger US-Datenveröffentlichungen übergingen.
Das größere Problem für Händler ist nicht die heutige Preisbewegung, sondern ob die Inflation wieder steigen wird, was die Fed dazu zwingt, länger an der Geldpolitik festzuhalten. In diesem Fall bleibt die Obergrenze für Bitcoin möglicherweise so lange bestehen, bis die Märkte die Zinserwartungen neu bewerten.
Analysten warnen davor, dass die Inflationsrisiken zunehmen
In einer MarketWatch-Kolumne sagten Craig R. Torres und Fabio Natalucci, dass die Federal Reserve ihre Botschaft aktualisieren müsse, da wahrscheinlich eine höhere Inflation in den USA bevorstehe.
Sie wiesen auf mehrere Druckpunkte hin. Die jährliche Inflation liegt seit fünf Jahren über dem 2-Prozent-Ziel der Fed, die Ölpreise sind aufgrund des Iran-Kriegsschocks gestiegen, das Arbeitskräfteangebot ist aufgrund der Demografie und der Einwanderungsbeschränkungen der USA knapper, die Desinflation im Welthandel hat sich abgeschwächt und die KI-Energienachfrage könnte das verfügbare Angebot übersteigen.
Sie argumentierten, dass die aktuelle Fed-Kommunikation immer noch eine leichte Lockerungsneigung aufweist, während die Märkte weiterhin damit rechnen, dass die Zinssätze im nächsten Jahr weitgehend unverändert bleiben. Eine stärkere Inflation bei sanfter Fed-Anleitung kann die finanziellen Bedingungen zu früh lockern.
Märkte sehen keine Juni-Kürzung
Den von Händlern zitierten Marktpreisen zufolge sind Zinssenkungen im Juni nahezu vom Tisch, wobei der Prognosemarkt Polymarket eine Wahrscheinlichkeit von 95 % für keine Änderung angibt.
Die Anleger konzentrieren sich nun darauf, ob die Fed später in diesem Jahr Zinssenkungen signalisiert oder ob sie beginnt, über das Risiko künftiger Zinserhöhungen zu diskutieren, wenn die Inflation wieder steigt. Zu den kommenden Daten dieser Woche gehören das BIP, die PCE-Inflation und der Beschäftigungskostenindex. Dies könnte die Zinserwartungen schnell verändern.
Bitcoin bleibt unter wichtigen Niveaus stecken
Unterdessen hatte Bitcoin Mühe, wieder an Dynamik zu gewinnen. Der Vermögenswert wurde rund 4 % unter der Basis der kurzfristigen Halterkosten in der Nähe von 80.700 US-Dollar gehandelt, ein Niveau, das viele Händler als Signal für die jüngste Käuferstärke betrachten.
Eine Bewegung über diesen Bereich hinaus würde wahrscheinlich erfordern, dass die Märkte davon ausgehen, dass die ölbedingte Inflation vorübergehender Natur ist und dass die Fed noch in diesem Jahr eine Lockerung vornehmen kann. Ohne diesen Übergang könnte Bitcoin in einer bestimmten Spanne bleiben.
Andererseits blieb Brent-Rohöl über 100 US-Dollar, was die Inflationsprognosen zusätzlich unter Druck setzte. Höhere Ölpreise wirken sich auf Transport-, Lebensmittel-, Chemikalien- und Düngemittelkosten aus. Wenn sich diese Preiserhöhungen auf die allgemeine Inflation auswirken, könnte die Fed die Zinssenkungen verzögern oder sogar die Diskussion über eine restriktivere Politik wieder eröffnen.
Analysten stellten fest, dass die Fed oft über vorübergehende Energiespitzen hinweggesehen hat, eine anhaltende Energieinflation jedoch schwerer zu ignorieren ist. Dies führt zu einer schwierigen Situation für Risikoanlagen wie Bitcoin, die sich normalerweise besser entwickeln, wenn sich die Liquiditätserwartungen verbessern.
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