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Kevin Hassett lehnt eine neue Bürokratie für KI-Zulassungen ab und warnt davor, dass dadurch Innovationen nach China verlagert werden könnten

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Kevin Hassett lehnt eine neue Bürokratie für KI-Zulassungen ab und warnt davor, dass dadurch Innovationen nach China verlagert werden könnten

Kevin Hassett, der Direktor des National Economic Council des Weißen Hauses, lehnt Vorschläge ab, die einen weitläufigen neuen Regierungsapparat zur Bewertung und Genehmigung von Modellen der künstlichen Intelligenz schaffen würden. Seine am 6. Mai 2026 formulierte Position landet mitten in einer sich verschärfenden Debatte darüber, wie Washington mit KI-Systemen umgehen soll, die von Quartal zu Quartal leistungsfähiger werden.

Das FDA-Modell ohne die FDA

Berichten zufolge erwägt die Regierung eine Durchführungsverordnung, die Bewertungen für KI-Modelle erstellen würde, ähnlich wie die Food and Drug Administration neue Medikamente prüft, bevor sie auf den Markt kommen. Das Konzept tauchte um den 7. Mai 2026 auf und warf sofort eine Frage auf, die Hassett offenbar unbedingt beantworten möchte: Bedeutet das, dass wir eine FDA für Algorithmen aufbauen?

Seine Antwort ist ein klares Nein. Anstatt eine völlig neue Bundesbehörde einzurichten, plädiert Hassett dafür, bestehende Regierungsrahmen zur Durchführung dieser Bewertungen zu nutzen.

Anthropic stellte Anfang Mai 2026 ein fortschrittliches KI-Modell namens „Mythos“ vor, und die gezeigten Fähigkeiten beschleunigten offenbar sicherheitsorientierte Gespräche im Weißen Haus.

Das China-Argument und die 4 %-BIP-Wette

Hassett bringt nicht nur ein Prozessargument vor. Er macht eine geopolitische Angelegenheit. Seine Besorgnis, die sich in breiteren politischen Diskussionen rund um den 11. Mai 2026 widerspiegelt, besteht darin, dass eine übermäßige Regulierung KI-Innovationen im Ausland, insbesondere in China, vorantreiben könnte.

Hassett hat diese Warnung mit einer besonders optimistischen Wirtschaftsprognose gepaart. Am 6. Mai 2026 prognostizierte er ein US-BIP-Wachstum von 4 % und führte die erwartete Expansion hauptsächlich auf eine verbesserte KI-Produktivität und höhere Kapitalinvestitionen zurück. Zum Vergleich: Die US-Wirtschaft hat seit Jahrzehnten kein jährliches Wachstum von 4 % mehr verzeichnen können. Eine solche Zahl würde eine deutliche Abweichung von der Spanne von etwa 2–3 % bedeuten, die die jüngste Geschichte definiert hat.

Was das für Investoren und die Schnittstelle zwischen Krypto und KI bedeutet

Für Technologieinvestoren ist Hassetts Haltung ein Signal, das es wert ist, genau beobachtet zu werden. Ein regulatorisches Umfeld, das die Entstehung eines neuen Genehmigungsengpasses vermeidet, könnte Unternehmen, die KI in großem Maßstab entwickeln und einsetzen, erhebliche Vorteile bringen.

Wenn die Executive Order Hassetts Vision näherkommt und bestehende Agenturstrukturen nutzt, anstatt neue zu schaffen, würde sie wahrscheinlich von den Märkten positiv aufgenommen werden, die Washingtons KI-Haltung mit zunehmender Besorgnis beobachten.

Für den Kryptosektor ist der Zusammenhang weniger unmittelbar, aber dennoch sehenswert. KI- und Blockchain-Technologien konvergieren zunehmend, insbesondere in Bereichen wie dezentralen Computernetzwerken, die GPU-Ressourcen für KI-Training und -Inferenz bereitstellen.

Das zu überwachende Risiko ist Scope Creep. Selbst wenn der anfängliche Rahmen die Schaffung einer neuen Agentur vermeidet, könnten die Bewertungskriterien selbst de facto zu einem Gatekeeping-Mechanismus werden, wenn sie schlecht konzipiert sind.

Investoren sowohl in KI- als auch in Krypto-KI-Projekte sollten den spezifischen Wortlaut jeder bevorstehenden Durchführungsverordnung und nicht nur die Schlagzeilen im Auge behalten, um zu verstehen, was „bestehende Rahmenwerke“ in der Praxis tatsächlich bedeuten und welche Behörden letztendlich die Schlüssel in der Hand haben.

Kevin Hassett lehnt eine neue Bürokratie für KI-Zulassungen ab und warnt davor, dass dadurch Innovationen nach China verlagert werden könnten