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Die Muttergesellschaft von Kraken beantragt eine Nationalbanklizenz zur Erweiterung der Kryptowährungsspeicherdienste

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Die Muttergesellschaft von Kraken beantragt eine Nationalbanklizenz zur Erweiterung der Kryptowährungsspeicherdienste

Inhaltsverzeichnis Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, hat beim OCC eine nationale Treuhandgesellschaftscharta beantragt. Der Schritt zielt darauf ab, eine bundesweit regulierte Einrichtung zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte für institutionelle Kunden aufzubauen. Im Falle einer Genehmigung würde die Charta die Payward National Trust Company (PNTC) gründen. Dieses neue Unternehmen würde sich auf die treuhänderische Verwahrung und damit verbundene Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte konzentrieren. Der Trust würde in erster Linie Institutionen dienen, die einen Verwahrungsschutz auf Bankebene anstreben. Es würde unter der direkten Aufsicht des OCC operieren und dem regulierten Rahmen von Kraken bundesstaatliche Legitimität verleihen. Der Antrag stellt einen bewussten Schritt in der Expansionsstrategie von Payward in den USA dar. Kryptofirmen verfolgen zunehmend traditionelle Finanzchartas, um institutionelle Kunden anzulocken. PNTC würde sich auf die bestehende Compliance-, Risikomanagement- und Verwahrungsinfrastruktur von Payward verlassen. Diese Struktur soll den Zugang für Kunden erweitern, die eine staatlich regulierte qualifizierte Depotbank benötigen. Co-CEO Arjun Sethi ging direkt auf die Gründe für den Antrag ein. „Eine nationale Treuhandgesellschaft bietet die Sicherheit, die Institutionen benötigen“, erklärte Sethi. Er wies weiter darauf hin, dass dadurch „die Infrastruktur geschaffen wird, um die nächste Generation der Verwahrung aufzubauen“. Seine Kommentare deuten auf einen bewussten Vorstoß hin, institutionelle Kunden auf Bundesebene zu bedienen. Von der OCC überwachte nationale Treuhandurkunden wurden bereits früher von krypto-nativen Unternehmen verfolgt. Diese Chartas bieten eine breitere Legitimität und landesweite Operationen. Sie verringern auch die Abhängigkeit von der Lizenzierung auf Ebene der einzelnen Bundesstaaten, die fragmentiert und inkonsistent sein kann. Der Antrag von Payward spiegelt diesen breiteren Branchentrend hin zu bundesstaatlichen Regulierungsrahmen wider. Der OCC-Antrag baut auf der Grundlage der Wyoming SPDI-Charta von Kraken Financial auf, die 2020 erteilt wurde. Kraken Financial war die erste Bank für digitale Vermögenswerte, die sich ein Masterkonto der Federal Reserve gesichert hat. Dieser Zugriff verschaffte ihm eine direkte Verbindung zum US-Zahlungssystem. Sethi beschrieb die Wyoming SPDI und die zukünftige OCC Trust Charter als „ergänzende Säulen“ der Bankstrategie von Payward. Payward hat sein Wachstum auch durch eine Reihe großer Akquisitionen vorangetrieben. Im Jahr 2025 erwarb das Unternehmen die Einzelhandels-Futures-Plattform NinjaTrader für 1,5 Milliarden US-Dollar. Im April stimmte Payward der Übernahme der Krypto-Derivatebörse Bitnomial für bis zu 550 Millionen US-Dollar zu. Durch diesen Deal wird eine vollständige Palette von CFTC-Lizenzen hinzugefügt, die Makler-, Clearing- und Börsengeschäfte abdecken. Diese Woche gab Payward außerdem einen 600-Millionen-Dollar-Deal zur Übernahme des in Hongkong ansässigen Zahlungsunternehmens Reap Technologies bekannt. Der Deal erweitert Krakens Präsenz im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr mit Stablecoin. Es stärkt auch die Karteninfrastruktur von Kraken in ganz Asien. Zusammengenommen spiegeln diese Schritte Krakens Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang wider. Das US-Regulierungsklima unter der aktuellen Regierung ist branchenfreundlicher gegenüber digitalen Vermögenswerten geworden. Dieser Wandel hat Kryptofirmen dazu ermutigt, Bundesurkunden, Lizenzen und Bankgenehmigungen einzuholen. Der Ansatz von Payward passt zu diesem Umfeld und positioniert Kraken als vollständig reguliertes Finanzinstitut. Der OCC-Antrag ist der jüngste Schritt in diese Richtung.

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