Große Technologiegiganten signalisieren eine Stablecoin-Revolution, da Meta und DoorDash Zahlungspiloten starten

Inhaltsverzeichnis Jahrelang existierten Stablecoins hauptsächlich im Ökosystem des Kryptowährungshandels. Dieses Narrativ verändert sich dank der Initiativen namhafter Technologiekonzerne. AKTUELL: 📊 Matt Hougan, CIO von Bitwise, sagt, die Stablecoin-Piloten von DoorDash und Meta hätten seine Zuversicht gestärkt, dass das Stablecoin-Angebot bis 2030 auf 4 Billionen US-Dollar anwachsen kann. pic.twitter.com/7yUQpMZJLI – CoinMarketCap (@CoinMarketCap) 6. Mai 2026 Am vergangenen Donnerstag führte Meta Stablecoin-basierte Zahlungen für Content-Ersteller ein, die in Kolumbien und auf den Philippinen tätig sind. Unterdessen gab DoorDash am 21. April seine Absicht bekannt, Stablecoin-Zahlungsoptionen für seinen Kundenstamm, sein Lieferpersonal und seine Handelspartner zu integrieren. Obwohl es sich bei beiden Programmen um begrenzte Pilotstarts handelt, betont Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, ihre Bedeutung. „Sie haben eine seit langem bestehende Frage zu Stablecoins gelöst, die ich hege“, sagte Hougan am Dienstag. „Sie haben auch meine Überzeugung gestärkt, dass Stablecoins einen Wert von Billionen erreichen und Hunderten von Millionen weltweit dienen werden.“ Hougan bezeichnete die Zahlungsabwicklung als „echte Durchbruchsanwendung“ für die Stablecoin-Technologie. Er betonte, dass der Sektor über den Austausch von Kryptowährungen hinaus expandieren und alltägliche Handelstransaktionen durchdringen müsse, um eine sinnvolle Größenordnung zu erreichen. Derzeit hat der Stablecoin-Marktplatz einen Wert von nahezu 318 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen September prognostizierten die Analysten der Citigroup unter optimalen Bedingungen eine potenzielle Ausweitung auf 4 Billionen US-Dollar bis 2030. Hougan hob zwei Hauptfaktoren hervor, die das Interesse der Unternehmen antreiben. Zunächst bieten Stablecoins im Vergleich zu herkömmlichen Zahlungsmethoden eine höhere Geschwindigkeit und Kosteneffizienz. Darüber hinaus optimieren sie die internationale Zahlungsarchitektur – sie erfordern nur eine einzige Wallet-Adresse ohne Bankinfrastruktur, Kontoeröffnung oder Devisentransaktionen. „Für multinationale Unternehmen, die Millionen von Transaktionen mit geringem Wert abwickeln, bietet diese betriebliche Einfachheit einen erheblichen Mehrwert“, erklärte er. Visa treibt auch seine Stablecoin-Integration weiter voran. Der Zahlungsabwicklungsriese hat an diesem Donnerstag sein Pilotprogramm zur Stablecoin-Abwicklung auf fünf weitere Blockchain-Netzwerke ausgeweitet und damit auf das steigende Abwicklungsvolumen in seiner gesamten Infrastruktur reagiert. Amerikanische Unternehmen haben eine größere Bereitschaft gezeigt, mit Stablecoins zu experimentieren, nachdem der Kongress den GENIUS Act verabschiedet hat, der regulatorische Rahmenbedingungen dafür festlegt, wie Stablecoin-Emittenten eine Reservedeckung aufrechterhalten müssen. Nicht alle Beobachter teilen die Begeisterung über die aktuelle Marktdynamik. Ben O’Neill, der die Geldbewegungsoperationen bei Bridge überwacht, äußerte seine Besorgnis darüber, dass die Marktbeherrschung von Tether und Circle die Branchenentwicklung einschränkt. „Ich glaube, dass es sich negativ auf das umfassende Wachstum des Stablecoin-Ökosystems auswirkt“, bemerkte O’Neill während der Consensus Miami-Konferenz am Dienstag. Der USDT von Tether verfügt über eine Marktkapitalisierung von etwa 189,5 Milliarden US-Dollar. Der USDC von Circle hält rund 71 Milliarden US-Dollar. O’Neill wies darauf hin, dass beide Token für unterschiedliche Marktbedingungen und Anwendungen entwickelt wurden. Für zahlungsorientierte Unternehmen erweist sich keine der beiden Lösungen als optimal. Die Struktur der Rücknahmegebühren von Tether ist nicht vorhersehbar. Circle erhöht weiterhin seine Gebührenordnung, wodurch Abwicklungsvorgänge mit hohem Volumen teuer werden. O’Neill plädiert für die Verbreitung speziell entwickelter Stablecoins für bestimmte Anwendungen, begleitet von einer hochentwickelten Clearing-Infrastruktur, die eine effiziente Cross-Token-Konvertierung ermöglicht. Im Hinblick auf regulatorische Entwicklungen verfeinern die Gesetzgeber des Senats weiterhin die Kryptowährungsgesetzgebung. Eine aktuelle Bestimmung würde es Kryptowährungsplattformen verbieten, Erträge aus ruhenden Stablecoin-Guthaben auszuschütten. Vertreter der Bankenbranche argumentierten am Dienstag, dass der zwischen Kryptowährungsbefürwortern und Bankenlobbyisten ausgehandelte Kompromissvorschlag weiterhin unzureichend sei. Im Zuge der Weiterentwicklung seines laufenden Pilotprogramms hat Visa am Donnerstag seine Stablecoin-Abwicklungsinfrastruktur um fünf weitere Blockchain-Plattformen erweitert.