Mathematik siegt über Überzeugung, da Topmanager Bitcoin-Veräußerung abwägen

Phong Le, CEO von Strategy, einem der weltweit größten institutionellen Bitcoin-Inhaber, kündigte eine bedeutende Änderung in der Bitcoin-Managementstrategie des Unternehmens an. In einem exklusiven Interview mit CNBC erklärte Le, dass sie von einem „Niemals verkaufen“-Ansatz zu einem aktiven Managementmodell übergegangen seien, das den Shareholder Value maximiere.
Phong Le erklärte, dass das Unternehmen seine Bitcoin-Vermögenswerte nun bei Bedarf für Liquidität und Dividendenzahlungen nutzen könne, anstatt sie einfach zu halten. CEO Le sagte: „Ich glaube eher an Mathematik als an Ideologie. Wenn der Verkauf von Bitcoin zu einer profitableren Option wird als die Ausgabe neuer Aktien, um Dividenden an unsere Aktionäre auszuschütten, werden wir es tun.“ Le argumentierte, dass das Hauptziel dieser Strategie darin bestehe, die „Menge an Bitcoin pro Aktie“ zu erhöhen und die Rechte der bestehenden Aktionäre zu schützen, und fügte hinzu, dass der Bitcoin-Verkauf speziell auf der Grundlage des Verhältnisses zwischen dem Buchwert des Unternehmens und dem Marktpreis sowie auf Steuervorteilen (Gewinn-/Verlustsaldo) bewertet würde.
Auf Fragen zur Vorzugsaktie des Unternehmens, „Stretch“, die eine monatliche Rendite von 11,5 % bietet, erinnerte Le an die jährliche Dividendenverpflichtung des Unternehmens in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Le erklärte, dass sie in der Lage seien, Dividenden für 18 Monate auf dem aktuellen Niveau zu zahlen, und beruhigte die Anleger mit den Worten: „Wir verfügen über etwa 60 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Reserven, um diese Zahlungen sicherzustellen.“ Der CEO ging auf Bedenken ein, ob sich die Verkäufe von Strategy angesichts seiner massiven Marktposition auf den Bitcoin-Preis auswirken würden, und gab die folgende Erklärung ab:
„Der Bitcoin-Markt hat ein tägliches Handelsvolumen von über 60 Milliarden US-Dollar. Unsere gesamten jährlichen Dividendenzahlungen betragen jedoch nur 1,5 Milliarden US-Dollar. Auf täglicher Basis machen unsere Transaktionen nur wenige Basispunkte der Gesamtliquidität aus. Daher manipulieren wir den Marktpreis nicht nach oben oder unten.“
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Auf die Frage, ob das Softwaregeschäft, der Ursprung des Unternehmens, ausgegliedert werde, antwortete Le: „Derartige Pläne haben wir derzeit nicht.“ Er wies darauf hin, dass die Softwaresparte im ersten Quartal um 11 % gewachsen sei und einen Umsatz von 500 Millionen US-Dollar erwirtschaftet habe, und erklärte, dass dieser Geschäftsbereich weder ein Hindernis noch ein zentraler Aktivposten für die Hauptstrategie darstelle, sondern aus eigener Kraft erfolgreich vorankomme.
*Dies ist keine Anlageberatung.