Die Aktie von Mercedes-Benz (MBGn) rutscht ab, da die Gewinne im ersten Quartal aufgrund der Konjunkturabschwächung in China um 17 % einbrechen

Inhaltsverzeichnis Mercedes-Benz startete herausfordernd in das Jahr 2026 und verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns um 17,2 % auf 1,43 Milliarden Euro im Vergleich zu 1,73 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging um 5 % auf 31,6 Milliarden Euro zurück, obwohl dieser Wert die Konsensprognosen der Analysten leicht übertraf. Mercedes-Benz rechnet weiterhin damit, dass das Betriebsergebnis im Jahr 2026 deutlich über dem Vorjahresniveau liegen wird, auch nachdem das EBIT im ersten Quartal um 17 % auf 1,9 Mrd. € und der Umsatz um 4,9 % auf 31,6 Mrd. € gesunken sind. Das Unternehmen setzt auf über 40 neue Modelle, um die schwache Nachfrage und die starke Konkurrenz in China auszugleichen. — Wall St Engine (@wallstengine) 29. April 2026 Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 17 % auf 1,90 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte EBIT verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang um 30 % und pendelte sich bei 1,77 Milliarden Euro ein. Als größter Gegenwind erwies sich China. Die Auslieferungen auf dem nach wie vor größten nationalen Markt des Automobilherstellers gingen um 27 % auf 111.621 Fahrzeuge zurück. Das Management führte die Schwäche auf geplante Produktübergänge, allgemeinere wirtschaftliche Gegenwinde und einen zunehmenden Wettbewerbsdruck zurück. Mercedes-Benz Group AG, MBG.DE Im gesamten asiatischen Raum gingen die Auslieferungen um 24 % auf 152.662 Fahrzeuge zurück. Dies stellt einen erheblichen Rückschlag für einen Hersteller dar, der in der Vergangenheit stark von wohlhabenden chinesischen Verbrauchern abhängig war. Am stärksten betroffen war die Pkw-Sparte, deren EBIT um 54 % auf 809 Mio. € einbrach. Die Umsatzrendite des Segments sank von 7,3 % im Vorjahresquartal auf 3,5 %. Das Bild war nicht durchweg negativ. Der Geschäftsbereich Vans lieferte eine beeindruckende Leistung: Das EBIT stieg um 71 % auf 392 Mio. €, trotz eines leichten Rückgangs der Stückzahlen um 3 %. Die Pkw-Auslieferungen auf dem amerikanischen Markt stiegen um 20 % auf 81.060 Fahrzeuge und boten damit einen erheblichen Ausgleich für die Verschlechterung in China. Finanzvorstand Harald Wilhelm hob die starke Nachfrage nach kürzlich eingeführten Modellen und die guten Auftragsbestände als Indikatoren für die erwartete verbesserte Leistung in der zweiten Jahreshälfte hervor. Die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge stiegen um 9 % auf 44.258 Einheiten, was 19,4 % der gesamten Auslieferungen im ersten Quartal entspricht. Ungünstigere Konditionen verzeichneten Plug-in-Hybrid-Varianten mit einem Rückgang um 20 % auf 37.079 Einheiten. Die gesamten Fahrzeugauslieferungen beliefen sich im Quartal auf 419.430 Einheiten, was einem Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der bereinigte freie Cashflow der Industrie verbesserte sich um 18 % auf 2,84 Milliarden Euro. Die Nettoliquidität der Industrie stieg im Vergleich zum Jahresende 2025 um 5 % auf 33,81 Milliarden Euro. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben gingen um 3 % auf 2,25 Milliarden Euro zurück, während die aktivierten Entwicklungsinvestitionen um 21 % auf 861 Millionen Euro stiegen. Die Investitionen in Sachanlagen stiegen um 9 % auf 749 Mio. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie sank von 1,74 € im Vergleichszeitraum auf 1,49 €. Was die Unternehmensentwicklung betrifft, hat Mercedes-Benz im April 2026 Vereinbarungen zur Veräußerung der Athlon-Gruppe an BNP Paribas abgeschlossen. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte erwartet. Darüber hinaus trieb der Hersteller seine strategische Initiative „Eigener Einzelhandel“ in Deutschland voran und schloss im ersten Quartal die Veräußerung von sechs weiteren Einzelhandelsbetrieben ab. Mercedes-Benz bekräftigte seine Finanzprognose für das Gesamtjahr 2026 und geht davon aus, dass der Konzernumsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird und das EBIT die Leistung von 2025 deutlich übertreffen wird.