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National Banking Authority veröffentlicht umfassende Überprüfung der wirtschaftlichen Grundlagen Amerikas

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National Banking Authority veröffentlicht umfassende Überprüfung der wirtschaftlichen Grundlagen Amerikas

Das Federal Reserve Board hat seinen neuesten Finanzstabilitätsbericht veröffentlicht, einen halbjährlichen detaillierten Einblick in die Gesundheit des US-Finanzsystems. Die wichtigste Erkenntnis: Das System steht stärker unter Druck als sonst, die globalen Risiken häufen sich, die Bilanz ist auf rund 21 % des nominalen BIP angewachsen und Stresstest-Prognosen gehen davon aus, dass sich die Lage deutlich verschlechtern könnte, bevor sie sich bessert.

Das Bilanzproblem

Die Bilanz der Fed beläuft sich auf etwa 6,5 Billionen US-Dollar, etwa 21 % des nominalen BIP. Gouverneur Stephen Miran hat einen Vorschlag zur schrittweisen Reduzierung dieser Zahl um 1 bis 2 Billionen US-Dollar vorgelegt.

Miran hat vier Gründe für die Reduzierung dargelegt. Erstens die Verringerung des Einflusses der Fed auf den Finanzmärkten. Zweitens, die Verringerung der Wahrscheinlichkeit von Verlusten im eigenen Portfolio der Fed. Drittens: Wahrung der Grenze zwischen Geldpolitik und Fiskalpolitik. Und viertens muss die Flexibilität gewahrt bleiben, die Bilanz erneut auszuweiten, wenn die Wirtschaft erneut einbricht.

Stresstests zeichnen ein düsteres Bild

Die Stresstestszenarien des Berichts gehen im prognostizierten schwerwiegenden Szenario für 2026 von einem Rückgang der Aktienkurse um 58 % aus. In demselben Szenario würde die VPI-Inflation auf 1 % sinken und der Zinssatz für dreimonatige Staatsanleihen bis zum ersten Quartal 2029 bei 3,1 % liegen.

Dabei handelt es sich um Stresstest-Szenarien, nicht um Prognosen. Die Fed gestaltet sie streng, um zu sehen, ob Banken und Finanzinstitute den Worst-Case-Ansatz überleben können.

Das kryptoförmige Loch im Bericht

Trotz des explosiven Wachstums der Märkte für digitale Vermögenswerte enthält der Bericht keine aussagekräftige Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Die Stabilitätsberichte der Fed haben sich in der Vergangenheit auf traditionelle Schwachstellen konzentriert: Leveraged Lending, Gewerbeimmobilien, Liquidität am Treasury-Markt und Kontrahentenrisiko bei systemrelevanten Banken.

Der eigene Bericht des IWF vom April 2026 verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Er warnt vor erhöhten Stabilitätsrisiken aufgrund hoher Schuldenstände und geopolitischer Spannungen und empfiehlt gleichzeitig verbesserte Liquiditätsfazilitäten, bietet jedoch keine spezifische aktualisierte Bewertung der Risiken digitaler Vermögenswerte.

Was das für Anleger bedeutet

Für traditionelle Marktteilnehmer wird ein Bilanzrückgang in Höhe von 1 bis 2 Billionen US-Dollar, selbst über mehrere Jahre verteilt, die finanziellen Bedingungen verschärfen. Insbesondere für Krypto-Investoren bedeutet das Fehlen digitaler Vermögenswerte im Bericht, dass die Fed Krypto nicht aktiv als systemische Bedrohung kennzeichnet. Dies bedeutet auch, dass die Zentralbank nicht den analytischen Rahmen schafft, der erforderlich ist, um zu reagieren, wenn sich Kryptomärkte mit systemischen Risiken überschneiden.

Der Finanzstabilitätsbericht ist Teil der halbjährlichen Bewertungen der Fed, die darauf abzielen, die Transparenz über systemische Risiken zu erhöhen, eine Praxis, die aus Finanzreformen nach der globalen Finanzkrise hervorgegangen ist. Das Gesamtbild ist ein Finanzsystem, das einem erhöhten Risiko aufgrund hoher Verschuldung, geopolitischer Unsicherheit und einer Bilanz ausgesetzt ist, die noch immer die Narben der Notfallmaßnahmen aus der Pandemiezeit trägt.

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