Die New Yorker Aufsichtsbehörde schließt einen Vergleich über 5 Millionen US-Dollar mit der Digital Asset Platform ab, um betroffene Benutzer zu entschädigen

In einer bahnbrechenden Einigung hat sich Uphold HQ Inc. bereit erklärt, seine Kunden in Höhe von über 5 Millionen US-Dollar für ihre Verluste zu entschädigen, die ihnen durch CredEarn, einem von Cred LLC angebotenen Krypto-Investitionsprodukt, entstanden sind. Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Meilenstein in den Bemühungen der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft dar, den Anlegerschutz im Kryptobereich zu stärken. Im Rahmen der Vereinbarung wird Uphold nicht nur eine Geldrückerstattung leisten, sondern auch seine Überprüfungsprozesse überarbeiten und sich als Makler registrieren lassen, was die Bedeutung einer strengen Einhaltung gesetzlicher Vorschriften unterstreicht.
Der Vergleich, den die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James am 29. April 2026 bekannt gab, geht auf eine Untersuchung zurück, die ergab, dass CredEarn auf betrügerische Weise vermarktet wurde, wobei die Risiken heruntergespielt und die Vorteile übertrieben wurden. Obwohl CredEarn als Sparprodukt präsentiert wurde, handelte es sich in Wirklichkeit um ein risikoreiches Kreditprogramm, das Kredite an Videospielspieler in China vergab, denen es an Bonität und stabilem Einkommen mangelte. Darüber hinaus hatte Uphold behauptet, dass Cred über eine Vollkaskoversicherung verfüge, was sich als unwahr erwies und Privatanlegern kein Sicherheitsnetz bot.
Generalstaatsanwältin James betonte die Schwere des Vorgehens von Uphold und erklärte, dass Anleger das Recht hätten, den Ratschlägen zu vertrauen, die sie erhalten, und dass ihr Büro weiterhin diejenigen zur Rechenschaft ziehen werde, die die finanzielle Sicherheit ihrer Kunden gefährden. Die Untersuchung deckte auch auf, dass Uphold sich nicht als Makler oder Rohstoffmakler-Händler nach New Yorker Recht registriert hatte, ein kritisches Versäumnis, das zu den regulatorischen Problemen rund um CredEarn beitrug.
Der Fall verdeutlicht die Risiken, die mit dem Angebot von Kryptoprodukten Dritter über kundenorientierte Plattformen verbunden sind, da diese zu erheblichen regulatorischen Risiken führen können. Der Niedergang von CredEarn begann im März 2020, als seine riskanten Kreditvergabepraktiken und sein Missmanagement zu erheblichen Verlusten führten, was schließlich im November 2020 zur Insolvenz des Unternehmens führte. Tausende von Uphold-Kunden weltweit erlitten Verluste in Millionenhöhe.
Gemäß den Bedingungen des Vergleichs muss Uphold seine Due-Diligence-Richtlinien verstärken und ein höheres Maß an Kontrolle aufrechterhalten, wenn es mit Anlageprodukten Dritter zusammenarbeitet oder diese empfiehlt. Das Unternehmen wird sich außerdem als Makler beim Büro des Generalstaatsanwalts registrieren lassen, ein Schritt, der dazu beitragen wird, die Einhaltung des New Yorker Rechts sicherzustellen.
Dieser Vergleich ist Teil einer umfassenderen Durchsetzungsbemühung der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft, die seit 2014 aktiv Fälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Anlegerschutz verfolgt. Die Behörde nutzte den Martin Act von 1921, um Fälle von Finanzbetrug zu verfolgen, ohne dass eine Absicht nachgewiesen werden musste, was zu Rückerstattungen und Strafen in Höhe von über 2,5 Milliarden US-Dollar führte. Zu den jüngsten Fällen gehörten Klagen gegen große Unternehmen wie Genesis Global, Gemini und DCG sowie Klagen gegen Coinbase und Gemini wegen Prognosemärkten.
Im Rahmen des Rückzahlungsplans wird Uphold über 5 Millionen US-Dollar an betroffene Kunden ausschütten, eine Summe, die das Fünffache der Gebühren übersteigt, die das Unternehmen im Rahmen der CredEarn-Vereinbarung eingenommen hat. Darüber hinaus wird Uphold sämtliche Erlöse, die es aus dem Insolvenzverfahren von Cred erhält, in Höhe von insgesamt 545.189 US-Dollar an die betroffenen Kunden weiterleiten. Anleger erhalten von Uphold eine Benachrichtigung über die Verteilung der Gelder auf ihre Konten. Generalstaatsanwalt James warnte davor, dass die Folgen von Gesetzesverstößen und der Irreführung von Anlegern durch Kryptounternehmen verheerend sein können, und betonte die Bedeutung einer strengen Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Mit dieser Einigung hat Uphold einen wichtigen Schritt zur Korrektur seiner Fehler in der Vergangenheit und zur Gewährleistung eines höheren Schutzniveaus für seine Kunden in der Zukunft getan.