Die Aktie von Oklo (OKLO) steigt trotz eines Verlusts von 33 Millionen US-Dollar im ersten Quartal: NRC-Meilenstein sorgt für Optimismus

Inhaltsverzeichnis Die Oklo-Aktie legte während der vorbörslichen Sitzung am Mittwoch um 0,6 % zu, nachdem das Nukleartechnologieunternehmen seine Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlichte und einen bedeutenden regulatorischen Durchbruch ankündigte – trotz steigender Verluste. Oklo Inc., OKLO Das Nuklear-Startup meldete im ersten Quartal einen Nettoverlust von 33,1 Millionen US-Dollar, was 0,19 US-Dollar pro Aktie entspricht. Dies stellt einen erheblichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahresverlust von 9,8 Millionen US-Dollar bzw. 0,07 US-Dollar pro Aktie dar. Wall-Street-Analysten hatten einen Verlust von 0,20 US-Dollar pro Aktie prognostiziert, was bedeutet, dass das Unternehmen die Konsensschätzungen knapp übertraf. Oklo bleibt umsatzfrei. Da es sich um ein vorkommerzielles Unternehmen handelt, erwirtschaftet es noch keine Erträge, was die Anwendung herkömmlicher Bewertungsmethoden schwierig macht. Die Investitionsausgaben für Infrastruktur- und Ausrüstungsinvestitionen beliefen sich im Quartal auf insgesamt 32,8 Millionen US-Dollar und übertrafen damit den Analystenkonsens von 29,8 Millionen US-Dollar. Die Betriebskosten erreichten 51,5 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 10 % gegenüber 57,1 Millionen US-Dollar im Vorquartal entspricht. Das Unternehmen schloss das erste Quartal mit 1,59 Milliarden US-Dollar an Barmitteln sowie 614,5 Millionen US-Dollar an marktfähigen Schuldtiteln ab. Zusammengenommen machen diese liquiden Mittel etwa 82 % der gesamten Vermögensbasis von Oklo aus. Die Aktien waren in der vorangegangenen Sitzung um 5,8 % gefallen, bevor am Mittwoch eine vorbörsliche Erholung einsetzte. Die wichtigste regulatorische Entwicklung: Die Nuclear Regulatory Commission erteilte letzte Woche die Genehmigung für die Hauptentwurfskriterien für Oklos Kraftwerk Aurora im Idaho National Laboratory. Diese Genehmigung legt die grundlegenden Sicherheits- und Betriebsstandards für die Anlage fest. Obwohl es einen erheblichen Fortschritt auf dem Weg zur Lizenzierung darstellt, steht die vollständige kommerzielle Genehmigung noch aus. CEO Jacob DeWitte hat in Interviews mit Barron’s wiederholt erklärt, dass das Unternehmen damit rechnet, spätestens 2028 den kommerziellen Betrieb aufzunehmen. Während Aurora die regulatorischen Kanäle durchläuft, entwickelt Oklo zusätzliche Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung. Die Atomic Alchemy-Tochtergesellschaft des Unternehmens erhielt Anfang des Jahres die Lizenzgenehmigung, mit dem Verkauf ihrer Radiochemieanlage in Idaho zu beginnen. Während der Ankündigung am Dienstag gab Oklo bekannt, dass sein erster Isotopenkunde „ausstehend“ sei. Das Nuklear-Startup hat seine Glaubwürdigkeit auch durch strategische Kooperationen gestärkt. In den letzten Wochen hat Oklo eine Partnerschaft mit der KI-Infrastrukturabteilung von Nvidia geschlossen, um gemeinsam mit dem Los Alamos National Laboratory die Modellierungs- und Simulationsmöglichkeiten für Kernbrennstoffe zu verbessern. Meta Platforms zählt zu Oklos aktuellem Kundenstamm, was dem Unternehmen zusätzliche Legitimität und Attraktivität für Investoren verleiht. Nach seinem Börsendebüt im Mai 2024 hat Oklo hauptsächlich auf zukünftiges Potenzial gesetzt. Die Aktie schoss im Jahr 2025 um 238 % in die Höhe, während der S&P 500 um 16 % zulegte. Die Performance hat sich im Jahr 2026 abgeschwächt – die Aktien sind seit Jahresbeginn nur um 2,6 % gestiegen, verglichen mit dem Anstieg des S&P 500 um 8,1 %. Obwohl das Unternehmen keinen Umsatz erwirtschaftet, verfügt es über eine Marktkapitalisierung von 12,81 Milliarden US-Dollar – ein Bewertungsfaktor, den einige Analysten als potenziell überhöht bezeichnen. H.C. Wainwright bekräftigte nach dem Bericht zum ersten Quartal seine Kaufempfehlung und behielt sein Kursziel von 90 US-Dollar für die Oklo-Aktie bei.