Regulatorische Gegenreaktion: Top-Beamte der SEC setzen sich für Anonymitätslösungen ein, während der Druck zur digitalen Aufsicht zunimmt

Hester Peirce, Kommissarin der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission), sagte, dass die finanzielle Privatsphäre in der US-Regulierung zunehmend unterbewertet werde, und warnte davor, Technologien zum Schutz der Privatsphäre mit Argwohn zu behandeln.
In seiner Rede am Mittwoch bei Georgetown Law beschrieb Peirce Technologien zur Verbesserung der Privatsphäre, einschließlich kryptografischer Tools, als legitime Komponenten moderner Finanzinfrastruktur und nicht als Tools, die in erster Linie mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden.
Peirce sagte, dass der Schutz der finanziellen Privatsphäre nicht im Widerspruch zu nationalen Sicherheitszielen stehe.
„Die Regierung in die Lage zu versetzen, die Bösewichte zu identifizieren, zu verfolgen und zu bestrafen, ist für die Sicherheit der Nation und ihrer Bevölkerung wichtig, aber es ist auch wichtig, die Menschen zu befähigen, Informationen über ihr Leben, einschließlich ihres Finanzlebens, zu schützen“, sagte sie laut einer auf der Website der SEC veröffentlichten Abschrift.
Sie fügte hinzu, dass Datenschutztechnologien Einzelpersonen dabei helfen können, sich vor Hackern, Betrügern und anderen böswilligen Akteuren zu schützen, und dass sie nicht als „Gelegenheit für die Regierung, mehr zu beobachten, was ihre Bürger tun“ angesehen werden sollten.
Peirce ermutigte außerdem Entwickler, die Technologien zur Verbesserung der Privatsphäre entwickeln, mit der Crypto Task Force der SEC zusammenzuarbeiten, insbesondere zu Tools, die die Compliance-Anforderungen „Know Your Customer“ (KYC) und „Anti-Money Laundering“ (AML) unterstützen könnten.
Quelle: zooko
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Der Datenschutz rückt wieder ins Rampenlicht der Kryptowelt
Datenschutz und datenschutzerhaltende Technologien gehören seit langem zu den Hauptanwendungsfällen von Kryptowährungen. Projekte wie Monero und Zcash basieren auf der Abschirmung von Transaktionsdaten und Benutzeridentitäten.
Die Debatte rückte im vergangenen Jahr erneut ins Rampenlicht, als Regulierungsbehörden und Entwickler über die Rolle von Datenschutztools in Kryptowährungen stritten. Während Befürworter argumentieren, dass diese Technologien Benutzer vor Überwachung, Hackern und Datenausbeutung schützen, haben Kritiker Bedenken hinsichtlich ihres möglichen Einsatzes in der illegalen Finanzierung geäußert.
Die Debatte wurde auch in der Europäischen Union aufgegriffen, wo Regulierungsbehörden und Teilnehmer der Blockchain-Branche neue AML-Regeln abwägen, die 2027 in Kraft treten sollen. Nach dem Rahmen wäre es Kreditinstituten und Krypto-Asset-Dienstleistern untersagt, anonyme Konten zu führen oder datenschutzschützende Kryptowährungen zu unterstützen.
Laut Anja Blaj, Rechtsberaterin bei der European Crypto Initiative, war die Aufrechterhaltung des Zugangs zu datenschutzorientierten digitalen Vermögenswerten ein „ständiger Kampf“ zwischen der Kryptoindustrie und den Regulierungsbehörden.
Das wachsende Interesse an datenschutzorientierten Kryptowährungen hat dazu beigetragen, dass die Zcash-Preise im vergangenen Jahr deutlich gestiegen sind. Quelle: CoinMarketCap
Gleichzeitig entwickeln Unternehmen weiterhin datenschutzorientierte Blockchain-Anwendungen. Aptos stellte eine datenschutzorientierte Münze vor, die Unternehmen dabei helfen soll, Transaktionen in der Kette durchzuführen, ohne den Wettbewerbern Treasury-Bewegungen, Zahlungsströme oder Handelsstrategien preiszugeben.
Polygon hat auch private Stablecoin-Zahlungen für Institutionen eingeführt und positioniert die Funktion als eine Möglichkeit, eine breitere Akzeptanz von On-Chain-Transaktionen zu unterstützen.
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