Der Bankenausschuss des Senats stimmt über den Clarity Act ab und befürwortet den Einsatz von Bitcoin und Coinbase

Der Bankenausschuss des Senats wird voraussichtlich am 14. Mai über den Digital Asset Market Clarity Act abstimmen, einen umfassenden 309-seitigen Gesetzentwurf, der den ersten umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen würde. Die Gesetzgebung betrifft alles, von der Behandlung von Bitcoin nach Bundesrecht bis hin zur Frage, ob Plattformen wie Coinbase weiterhin Einsatzprämien anbieten können.
Was der Clarity Act tatsächlich bewirkt
Die Gesetzgebung schafft einen Marktstrukturrahmen, der definiert, wie verschiedene digitale Vermögenswerte klassifiziert und reguliert werden. Bitcoin, Stablecoins und ertragsgenerierende Produkte werden im Rahmen der vorgeschlagenen Regeln jeweils gesondert behandelt.
Der umstrittenste Artikel ist Abschnitt 404, der sich direkt mit Stablecoins und der heiklen Frage der Rendite befasst. Die Bestimmung verbietet Stablecoin-Emittenten, Zinsen auf Guthaben in einer Weise zu zahlen, die traditionellen Bankeinlagen nachahmt. Auf Englisch: Wenn Sie USDC oder einen anderen Stablecoin besitzen, kann Ihnen das Unternehmen dahinter nicht einfach Zinsen zahlen, wie dies bei einem Sparkonto der Fall wäre.
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Aber es gibt eine Ausgliederung. Der Gesetzentwurf erlaubt sogenannte „aktivitätsbasierte Belohnungen“. Diese Unterscheidung ist für Plattformen wie Coinbase von enormer Bedeutung, die Absteck- und andere Renditeprodukte anbieten, die Erträge durch tatsächliche Blockchain-Beteiligung und nicht durch traditionelle Kreditvergabe generieren.
Die Bankenlobby ist nicht begeistert
Große Bankengruppen, darunter die American Bankers Association und das Bank Policy Institute, haben sich gegen die Stablecoin-Bestimmungen des Gesetzentwurfs ausgesprochen. Ihr Argument ist einfach: Wenn Stablecoin-Plattformen auch nur annähernd Rendite bieten können, werden Kunden Geld von traditionellen Bankkonten abziehen.
Brian Armstrong, CEO von Coinbase, hat die Gesetzgebung öffentlich unterstützt und darauf hingewiesen, dass sie wesentliche Schutzmaßnahmen für die Branche aufrechterhält, auch wenn einige Kompromisse erforderlich sind. Die Unterstützung von Armstrong ist bemerkenswert, da Coinbase am meisten davon profitieren oder verlieren kann, wie Renditeprodukte im neuen Rahmen behandelt werden. Die Absteckdienste des Unternehmens stellen eine wachsende Einnahmequelle dar, und ein Regulierungsrahmen, der ausdrücklich aktivitätsbasierte Belohnungen zulässt, würde diesen Produkten Rechtssicherheit geben, die ihnen derzeit fehlt.
Progressive Opposition und die Ethikfrage
Auf der anderen Seite des Ganges drohen Senatorin Elizabeth Warren und andere progressive Demokraten, den Gesetzentwurf zu blockieren, sofern er keine strengen ethischen Bestimmungen enthält. Ihre Sorge konzentriert sich auf mögliche Interessenkonflikte mit Präsident Trump, dessen Familie ihre kryptobezogenen Geschäftsinteressen ausgeweitet hat.
Für die Ausschussabstimmung am 14. Mai wird der Markup-Prozess wahrscheinlich mehrere Änderungsvorschläge umfassen. Von progressiven Mitgliedern wird erwartet, dass sie ethikbezogene Änderungen vorantreiben, während branchennahe Senatoren versuchen könnten, die Renditebeschränkungen für Stablecoins weiter zu lockern.
Was das für Anleger bedeutet
Das Risiko liegt im Detail. Ein 309-seitiger Gesetzentwurf mit aktiven Änderungsanträgen sowohl von progressiven als auch banknahen Senatoren könnte sich erheblich ändern, bevor er zur Abstimmung gelangt. Der Kompromiss gemäß Abschnitt 404 zur Stablecoin-Rendite stellt bereits ein fragiles Gleichgewicht zwischen den Wünschen der Banken und den Bedürfnissen der Kryptoindustrie dar. Jede Änderung dieser Sprache könnte die Wettbewerbslandschaft für Stablecoin-Emittenten und die Plattformen, die ihre Produkte vertreiben, erheblich verändern.
Der Gesetzentwurf steht auch vor der wesentlichen Schwelle von 60 Stimmen, die für die Verabschiedung im Senat erforderlich sind, und der Widerstand von ABA und BPI gegen die Stablecoin-Bestimmungen deutet darauf hin, dass dieser Gesetzentwurf vor einem schwierigeren Weg in den Senat steht, als die Abstimmung im Ausschuss allein vermuten lässt.