Shanghai führt Blockchain-Handelsplattform ein, da der Rohstoffindex um 4,81 % fällt

Der SSE Commodity Index fiel am 8. Mai 2026 auf rund 7.468 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr waren das über 5 % weniger.
Um den sinkenden Preisen entgegenzuwirken, startet Shanghai neue Initiativen.
Die Stadt hat eine Blockchain-Plattform für den Handel mit Massengütern eingeführt, um das Wachstum anzukurbeln und den Handel im gesamten Jangtse-Delta zu modernisieren.
Die neue Plattform wurde von der Digital Innovation Alliance for Shipping and Trade geschaffen, um Daten von wichtigen Organisationen wie Shanghai Metals Market, China Materials Storage & Transportation Group, Shanghai International Port Group und dem National Bulk Commodity Warehouse Receipt Registration Center zu verknüpfen.
Dank der Blockchain-Technologie ermöglicht die Plattform verschiedenen Branchen eine bessere Zusammenarbeit und einen einfacheren Informationsaustausch.
Blockchain erschließt den Finanzierungsmarkt
Bei der Vergabe von mit Rohstoffen besicherten Krediten haben Banken traditionell Schwierigkeiten, deren Echtheit zu überprüfen.
Laut Zhao Xusheng, Leiter Supply Chain Finance bei der China Zheshang Bank, transformiert Blockchain den Prozess vom Vertrauen in Unternehmen zum Vertrauen in die Produkte selbst.
Dies könnte einen Markt eröffnen, auf dem Banken Geld gegen gelagerte Bestände verleihen können, und eine größere Rolle im Rohstoffhandel spielen.
Die Methode generiert sichere digitale Aufzeichnungen, die schwer zu ändern sind, und ermöglicht eine zeitnahe Prüfung, wodurch Betrug und finanzielle Risiken für Banken reduziert werden.
Erste Testprojekte haben bereits zu schnelleren Kreditgenehmigungen geführt und das Vertrauen der Banken in die Kreditvergabe gestärkt, wodurch Milliarden von Dollar freigesetzt werden könnten, die an ungenutzte Rohstoffbestände gebunden sind.
Während Shanghai mehr digitale Systeme baut, stärkt es auch die dahinter stehende physische Infrastruktur.
Kunlunxin, die Chipsparte von Baidu, plant eine Notierung im Shanghaier STAR Board und erwägt auch eine separate Notierung in Hongkong. Baidu besitzt 58 % des Unternehmens.
Der Schritt zielt darauf ab, das Interesse der Anleger an Halbleiterunternehmen zu wecken, da China weiterhin das Wachstum seiner Chipindustrie unterstützt.
Die Börsennotierung in China hilft KI- und Chipfirmen auch dabei, leichter Geld von lokalen Investoren zu beschaffen.
Dies ist wichtig, da chinesische KI-Unternehmen wie DeepSeek und ByteDance große Mengen an im Inland hergestellten Chips benötigen, um ihre KI-Systeme zu betreiben.
Testgelände für KI-Politik
Diese neue Welle von Technologieinvestitionen findet statt, während Shanghai versucht, sich zu einem Ort zu entwickeln, an dem KI-basierte Regierungspolitiken getestet werden können.
Die Tech Week Shanghai 2026 ist kürzlich zu Ende gegangen.
Die Veranstaltung brachte führende Vertreter der Technologiebranche und Regierungsvertreter zusammen, um Möglichkeiten zu diskutieren, wie KI in verschiedenen Regulierungs- und Regierungssystemen eingesetzt werden kann.
Eine wichtige Ankündigung war das Shanghai Pilot Program for International Cooperation in the Data Sector.
Shanghai ist eine der ersten Regionen in China, die einen groß angelegten Datenaustausch über internationale Grenzen hinweg versucht.
Das Programm legt außerdem Entwicklungspläne bis 2030 dar, einschließlich Infrastrukturprojekten und regulatorischer Richtlinien.
Die Stadt redet nicht nur. Beamte besichtigten kürzlich den Lingang International Data Economy Industrial Park im Sondergebiet Lingang der Pilot-Freihandelszone China (Shanghai).
Der Park testet neue Möglichkeiten, Daten über Grenzen hinweg zu übertragen.
Ein dortiges Projekt kombiniert Windkraft mit Unterwasser-Rechenzentren und mischt saubere Energie mit Rechenleistung, die für KI-Arbeiten geeignet ist.
Shanghai ist bestrebt, modernste Computertechnologie mit sicherem Datenaustausch zu verbinden.
Unternehmen müssen sich nun mit strengeren Vorschriften in Bezug auf Cybersicherheit und internationale Datenübertragungen auseinandersetzen.
Blockchain-basierte Handelssysteme, lokal hergestellte KI-Chips und eine strenge regulatorische Kontrolle sind allesamt Teil des umfassenderen Ziels der Stadt.
Mit diesem Ansatz hilft Shanghai multinationalen Konzernen, seine Wirtschaft zu testen, zu verbessern und zu erweitern, um sie selbst bei schwankenden Märkten stabiler zu machen.
Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, sich nicht mehr hauptsächlich auf den physischen Rohstoffhandel zu verlassen und sich stärker auf höherwertige digitale Dienstleistungen zu konzentrieren.
Dabei spielt die Blockchain eine wichtige Rolle, da sie die Überprüfung der Echtheit realer Vermögenswerte erleichtert.
Dies trägt dazu bei, zuvor feststeckendes Geld freizusetzen, und löst seit langem bestehende Probleme in der Rohstofffinanzierung. Weitere Initiativen umfassen das Testen neuer Gesetze und die lokale Herstellung von Chips.