Südkorea verfolgt das erste DEX-Rug-Pull-Programm mit CATFI-Meme-Token

Inhaltsverzeichnis Südkoreanische Staatsanwälte haben Anklage gegen Personen erhoben, die hinter dem CATFI-Meme-Token stehen. Dabei handelt es sich um die erste DEX-bezogene Rug-Pull-Strafverfolgung des Landes im Rahmen der Gesetzgebung zu virtuellen Vermögenswerten. Beamte behaupten, dass das in Solana ansässige Unternehmen betrügerische Marketingtaktiken, Distributed-Wallet-Strategien und Wash-Trading-Mechanismen eingesetzt habe. Dieser bahnbrechende Fall zeigt, wie Regulierungsbehörden gegen Meme-Token-Betrug vorgehen werden, der außerhalb traditioneller zentralisierter Plattformen auftritt. Die Staatsanwaltschaft des südlichen Bezirks Seoul hat fünf Personen angeklagt, die mit der CATFI-Operation in Verbindung stehen. Die Strafverfolgungsbehörden nahmen zwei Hauptangeklagte fest und erhoben formelle Anklage, während gegen drei weitere Verdächtige Anklagen ohne Freiheitsentzug erhoben wurden. Gleichzeitig erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei weitere Personen, denen vorgeworfen wurde, dem Hauptangeklagten dabei geholfen zu haben, sich seiner Festnahme zu entziehen. CATFI debütierte Anfang 2025 auf Pump.Fun, zeitgleich mit einem gestiegenen Interesse an Solana-Meme-Coins. Anschließend verschob die Operation den Token auf eine dezentrale Austauschplattform und führte Werbekampagnen in sozialen Netzwerken durch. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft scheiterte das System schließlich, nachdem die Betreiber dem Markt Mehrwert entzogen hatten. Bei dieser Strafverfolgung handelt es sich um Südkoreas ersten DEX Rug Pull-Fall, der im Rahmen des Virtual Asset User Protection Act verfolgt wird. Darüber hinaus handelt es sich um die erste Festnahme im Zusammenhang mit dezentralen, börsenbasierten Rug-Pull-Aktivitäten. Ziel der Regulierungsbehörden ist es sicherzustellen, dass eine dezentrale Infrastruktur die Täter nicht vor rechtlichen Konsequenzen schützt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hauptangeklagten, identifiziert als Park, vor, CATFI unter dem Pseudonym Eth Father vermarktet zu haben. Angeblich stellte er sich als unabhängiger Influencer dar, während er sich für Token-Käufe einsetzte. Die Behörden behaupten, er habe direkte Verbindungen zur ausstellenden Organisation unterhalten. Die Operation kontrollierte auch die Social-Media-Präsenz von CATFI und erhöhte die Follower-Kennzahlen künstlich. Betreiber veröffentlichten positive Projektankündigungen und nutzten irreführende Aussagen, um Marktbegeisterung zu wecken. Die Staatsanwälte behaupten, die Gruppe habe ihre Beteiligung durch mehrere Wallet-Adressen verschleiert. Beamte behaupten, die Angeklagten hätten zirkuläre Handelsmuster eingesetzt, um ihre Kontrolle über die CATFI-Token-Versorgung zu verschleiern. Dieses Handelsverhalten führte angeblich zu irreführenden Markteinschätzungen hinsichtlich der Legitimität des Tokens. Die Staatsanwälte bezeichneten diese Handlungen als betrügerische Handelspraktiken im Rahmen der südkoreanischen Vorschriften für virtuelle Vermögenswerte. Basierend auf den Untersuchungsergebnissen stieg der Wert von CATFI innerhalb von 26 Stunden nach der Einführung um den Faktor 1.001. Ungefähr 6.000 Personen kauften den Token während seiner schnellen Wertsteigerungsphase. Anschließend reichten 256 Käufer Berichte ein, in denen ein Gesamtverlust von nahezu 900 Millionen Won dokumentiert wurde. Die Staatsanwaltschaft schätzt, dass die Organisation etwa 10 Millionen Won in die Umsetzung des Plans investiert hat. Sie gehen weiter davon aus, dass die Angeklagten etwa 400 Millionen Won an illegalen Gewinnen erzielt hätten. Diese Zahlen zeigen, wie minimale Anfangsinvestitionen erheblichen Marktschaden verursachten. Dieser Fall steht im Einklang mit der umfassenderen Durchsetzungskampagne Südkoreas, die auf die Manipulation des Kryptowährungsmarktes abzielt. Frühere Regulierungsmaßnahmen konzentrierten sich auf zentralisierte Börsen und offiziell gelistete digitale Vermögenswerte. Die CATFI-Strafverfolgung weitet die Durchsetzungsreichweite auf Meme-Token, Influencer-Marketing und dezentrale Börsenaktivitäten aus.