Spanien reiht sich in die wachsende Liste der Länder ein, die Polymarket und Kalshi ausschließen

Das spanische Verbraucherministerium hat Disziplinarverfahren gegen die Prognosemarktplattformen Polymarket und Kalshi eingeleitet und Internetdienstanbieter angewiesen, den Zugang zu den Plattformen zu sperren.
In Mitteilungen, die im offiziellen Staatsanzeiger des Landes veröffentlicht wurden, sagte Spaniens Glücksspielregulierungsbehörde, die Generaldirektion für Glücksspielregulierung (DGOJ), laut lokalen Nachrichtenagenturen, dass die Unternehmen Wettprodukte im Zusammenhang mit ungewissen zukünftigen Ereignissen ohne die nach spanischem Recht erforderlichen Lizenzen anboten.
Die Behörden sagten, die vorsorglichen Sperrmaßnahmen würden während der Bearbeitung der Fälle bestehen bleiben, ein Prozess, der voraussichtlich drei bis vier Monate dauern werde.
Die Mitteilungen erfolgten, nachdem die Aufsichtsbehörden es versäumt hatten, die Unternehmen über bekannte ausländische Adressen zu benachrichtigen.
Kalshi und Polymarket dominieren derzeit die Handelsaktivität der Prognosemärkte. Laut DeFiLlama-Daten verzeichnete Kalshi in den letzten 30 Tagen ein Handelsvolumen von rund 5,9 Milliarden US-Dollar, während Polymarket etwa 3,8 Milliarden US-Dollar verarbeitete.
Zusammengenommen repräsentieren die beiden Plattformen fast 88 % des rund 11 Milliarden US-Dollar großen Handelsvolumens in den Top-Märkten des Sektors im Berichtszeitraum.
Durch diesen Schritt schließt sich Spanien einer wachsenden Zahl von Gerichtsbarkeiten an, die auf Prognosemärkte abzielen, während die Regulierungsbehörden darüber debattieren, ob die Produkte den Glücksspiel- oder Finanzmarktregeln unterliegen sollten.
Indonesien hat Polymarket Anfang dieser Woche aufgrund von Online-Glücksspielbeschränkungen blockiert, ebenso wie Indien. Andere Länder, darunter Taiwan, Thailand, China und Japan, haben die Plattform eingeschränkt, während die Ukraine sie blockiert hat, ohne dass eine legale Möglichkeit für eine Rückkehr besteht.
Die Liste der blockierten Länder von Polymarket umfasst auch Belgien, Australien, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Deutschland. Die Plattform wird in den USA neu gestartet.
Einen anderen regulatorischen Weg verfolgte Kalshi in den USA, wo das Unternehmen unter der Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) operiert. Dennoch steht es unter Beschuss.
Die spanischen Behörden sagten, dass nicht lizenzierten Betreibern möglicherweise Sicherheitsmaßnahmen wie Identitätskontrollen, Schutzmaßnahmen für Minderjährige und Systeme für selbstausgeschlossene Spieler fehlen.