Top-Kryptoexperte erklärt traditionelle Währungen für veraltet

Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, hat ein provokatives Dekret erlassen: Das traditionelle Fiat-Währungssystem sei „tot“.
Diese kühne Behauptung kommt auf, da institutionelle Daten darauf hindeuten, dass Bitcoin die historische Rolle von Gold als weltweit führender „Abwertungshandel“ aggressiv kannibalisiert.
Die große Rotation
Laut einem Bericht der JPMorgan-Analysten unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou vom 7. Mai bevorzugen Anleger Bitcoin zunehmend gegenüber Gold, um sich vor schwächelnden Fiat-Währungen zu schützen. Nach dem jüngsten Konflikt im Iran verzeichneten Bitcoin-ETFs den dritten Monat in Folge Zuflüsse, während Gold-ETFs Schwierigkeiten hatten, sich von den erheblichen Abflüssen zu erholen, die im März begannen.
Laut JPMorgan verlagert sich der Entwertungshandel vom gelben Metall zum digitalen Gold. Dieser Trend wird nicht nur von privaten ETF-Käufern unterstützt, sondern auch von institutionellen Akteuren, die CME-Bitcoin-Futures und Offshore-Perpetual-Futures auf neue Höchststände treiben.
„Teenager“-Wertaufbewahrungsmittel
Hougan hat stets argumentiert, dass sich der Vermögenswert einfach in einer notwendigen, wenn auch „unangenehmen“ Entwicklungsphase befindet.
Der Geschäftsführer beschreibt die Reise von Bitcoin als einen Übergang von der 100-prozentigen Spekulation im Jahr 2009 zu einer prognostizierten Null-Spekulation im Jahr 2050, von der er glaubt, dass Bitcoin ein Standardbestand für jede Zentralbank sein wird.
Er hat die aktuelle Volatilität von Bitcoin zuvor mit einem „Teenager-Zustand“ verglichen und argumentiert, dass es unmöglich sei, einen ausgereiften digitalen Wertspeicher zu schaffen, ohne diese Phase hohen Wachstums zu durchlaufen.
Im März stellte Hougan fest, dass Bitcoin derzeit nur 4 % der Marktgröße von Gold ausmacht. Er erklärte, dass Bitcoin bereits einen Wert von etwa 750.000 US-Dollar pro Münze hätte, wenn es die vorherrschende Kritik an dem Vermögenswert nicht gäbe.
Die Stimmung der Bitwise-Führungskraft „Fiat ist tot“ spiegelt frühere Warnungen anderer Finanzgiganten wider. Ende Januar verwies Hougan auf die Einschätzung von Ray Dalio, dass sich das Fiat-Währungssystem seinem Ende nähere.