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Washington verhängt Geldstrafen gegen Schlüsselpersonen, die Verbindungen zu militanten Organisationen mit angeblichen Verbindungen zu palästinensischen Extremistengruppen haben

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Washington verhängt Geldstrafen gegen Schlüsselpersonen, die Verbindungen zu militanten Organisationen mit angeblichen Verbindungen zu palästinensischen Extremistengruppen haben

Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums verhängte am Dienstag Sanktionen gegen vier Personen wegen ihrer Verbindungen zu Organisationen, die die Behörde als Frontgruppen der Hamas und der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) bezeichnet. Die Benennungen richten sich gegen Schlüsselfiguren der Gaza-Flottillenbewegung und stellen eine weitere Ausweitung der finanziellen Druckkampagne Washingtons gegen Netzwerke dar, denen vorgeworfen wird, Unterstützung an bestimmte Terrororganisationen weiterzuleiten.

Zu den sanktionierten Personen gehören Saif Hashim Kamel Abukishek, Hisham Abdallah Sulayman Abu Mahfuz, Mohammed Khatib und Jaldia Abubakra Aueda. Ihre Namen wurden in die Liste der Specially Designated Nationals (SDN) des OFAC aufgenommen, was bedeutet, dass sämtliches Eigentum oder Interessen, die sie unter US-Gerichtsbarkeit besitzen, nun gesperrt ist und es amerikanischen Personen untersagt ist, mit ihnen Geschäfte zu tätigen.

Die Organisationen hinter den Bezeichnungen

Abukishek und Abu Mahfuz wurden wegen ihrer Verbindung zur Volkskonferenz der Palästinenser im Ausland (PCPA) benannt, die OFAC bereits im Januar sanktionierte, weil sie angeblich als von der Hamas gelenkte Tarnorganisation fungierte. Die PCPA hat Flottillenbemühungen in Richtung Gaza unterstützt, und insbesondere Abukishek hat sich als Anführer innerhalb der Gaza Solidarity Flotilla (GSF)-Bewegung einen Namen gemacht.

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Khatib und Aueda stehen unterdessen mit Samidoun in Verbindung, einer Organisation, die das OFAC als Frontorganisation der PFLP bezeichnet hat. Samidoun fungiert als Fundraising-Plattform in Gerichtsbarkeiten, in denen die PFLP selbst rechtlichen Beschränkungen unterliegt, und dient effektiv als Workaround für finanzielle Unterstützung, die andernfalls blockiert würde.

Die Sanktionswelle im Januar hatte einen größeren Umfang. Sechs in Gaza ansässige gemeinnützige Organisationen wurden damals wegen angeblicher Unterstützung des militärischen Flügels der Hamas, der Izz al-Din al-Qassam-Brigaden, benannt. Die Aktion vom Dienstag baut auf dieser Grundlage auf, indem sie namentlich genannte Einzelpersonen und nicht nur Organisationseinheiten ins Visier nimmt.

Warum Krypto-Investoren aufpassen sollten

Wenn OFAC Einzelpersonen oder Organisationen zur SDN-Liste hinzufügt, ist jede mit den USA verbundene Kryptoplattform gesetzlich verpflichtet, nach zugehörigen Wallet-Adressen zu suchen und diese zu blockieren. Stablecoin-Emittenten wie Tether und Circle haben in der Vergangenheit Gelder eingefroren, die an sanktionierte Adressen gebunden waren, und Börsen kennzeichnen routinemäßig Transaktionen, die mit SDN-gelisteten Parteien in Verbindung stehen.

Bei DeFi-Protokollen ohne zentralisierte Compliance-Teams ist die Herausforderung größer. Sanktionierte Adressen, die mit Liquiditätspools oder Smart Contracts interagieren, können ganze Transaktionsketten beeinträchtigen und sowohl für Protokollbetreiber als auch für Benutzer ein rechtliches Risiko darstellen. Der Präzedenzfall Tornado Cash, bei dem OFAC ein komplettes Smart-Contract-System genehmigte, zeigte, dass die Agentur bereit ist, ihre Reichweite weit über die traditionelle Finanzbranche hinaus auszudehnen.

Die wachsende SDN-Liste bereitet auch Kryptounternehmen außerhalb der USA betriebliche Probleme. Jede Plattform, die US-Dollar-Schienen berührt, eine in den USA ansässige Infrastruktur nutzt oder US-Kunden bedient, muss die OFAC-Sanktionen einhalten.

Das größere Bild der Durchsetzung

Die Benennungen vom Dienstag passen in eine umfassendere US-Strategie, die finanzielle Infrastruktur ausgewiesener Terrororganisationen durch gemeinnützige Offshore-Organisationen und angeschlossene Netzwerke ins Visier zu nehmen. Die Aktion im Januar gegen die PCPA und die sechs in Gaza ansässigen gemeinnützigen Organisationen signalisierte, dass das Finanzministerium über einzelne Akteure hinausging und die Organisationsebene ins Visier nahm. Jetzt kehrt die Agentur zurück, um bestimmte Personen innerhalb dieser Strukturen zu benennen.