Bitcoin blutet: Ist es zu früh zu sagen: „Das ist der Tiefpunkt“? 4 Gründe für den Rückgang

Der Kryptowährungsmarkt begann im Juni mit einer sehr starken Korrektur. Bitcoin ($BTC), das wochenlang versucht hatte, sich zu behaupten und nach oben zu drehen, blutet aufgrund des sukzessiven Verkaufsdrucks in den letzten Tagen aus. Die führende Kryptowährung, die schnell auf die 60.400-Dollar-Marke fiel, riss den Altcoin-Markt mit sich und löste ein regelrechtes „Rotbad“ aus.
Inmitten der Panik auf dem Markt stellen sich die Anleger also nur die Frage: Hat Bitcoin den Tiefpunkt erreicht oder wird sich der Rückgang noch verstärken?
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Was hat den Markt ausgelöst? Die 3 großen Gründe für den Niedergang
Es gibt keinen einzigen Grund für den plötzlichen Rückgang von Bitcoin. Eine Kombination aus makroökonomischen Faktoren und institutionellen Maßnahmen brachte den Markt an diesen Punkt.
Massiver Geldabfluss aus ETFs: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten an 14 aufeinanderfolgenden Tagen Netto-Geldabflüsse. Gesamtabflüsse von mehr als 4,4 Milliarden US-Dollar deuten auf einen deutlichen Rückgang der institutionellen Risikobereitschaft hin.
Strategie und Walverkäufe: Der von Michael Saylors Unternehmen Strategy durchgeführte Bitcoin-Verkauf und die Übertragung großer Mengen an BTC durch große Wale an Börsen (insbesondere Binance) verstärkten den Verkaufsdruck exponentiell.
Liquidationserdbeben im Futures-Handel: Mit dem Preisverfall wurden in den letzten 24 Stunden über 1,3 Milliarden US-Dollar an gehebelten Long-Positionen liquidiert. Dies löste eine Kettenreaktion des Verkaufs aus.
Die in Zcash entdeckte kritische Sicherheitslücke und die vorübergehende Abschaltung des Netzwerks verstärkten die Sicherheitsbedenken auf dem Kryptowährungsmarkt und führten dazu, dass Anleger von riskanten Vermögenswerten auf Bargeld umstiegen. Es wird angenommen, dass einige Großinvestoren inmitten der Panik Bitcoin verkauften, um ihren Liquiditätsbedarf zu decken, was den Rückgang des BTC-Dollars beschleunigte.
Was sagt die technische Analyse? Kritische Ebenen
Aus technischer Sicht ist Bitcoin auf den Tages-Charts unter seine langfristigen gleitenden Durchschnitte (200-Tage-EMA und MA) gefallen.
Auf dem Wochenchart fiel der Preis heute auch unter den einfachen gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt. Der Bitcoin-Preis lag seit fast drei Jahren über diesem Durchschnitt.
Kritische Unterstützung (psychologische Grenze): Derzeit sind alle Augen auf den Bereich von 60.000 bis 59.700 US-Dollar gerichtet. Wenn es Bitcoin nicht gelingt, sich dauerhaft über diesem Niveau zu halten, könnte sich der Rückgang auf 55.000 $ und sogar 48.700 $ vertiefen.
Erster Widerstandspunkt: Im Falle einer möglichen Erholung ist der erste Bereich, der die Marktspannungen lindern könnte, der Bereich von 64.000 bis 67.000 US-Dollar. Sofern die Liquidität, die sich auf den globalen Märkten in Richtung Technologieaktien und den KI-Sektor verlagert hat, nicht zurückkehrt, scheint es schwierig, diese Widerstandsniveaus zu überwinden.
Ist es zu früh zu sagen: „Das ist der Tiefpunkt“?
Laut Experten ist es noch viel zu früh, um zu sagen, dass „der Tiefpunkt erreicht ist“. On-Chain-Daten zeigen, dass Wale noch nicht in eine aggressive Akkumulationsphase eingetreten sind, sondern lieber vorsichtig bleiben. Auf der Makroebene tragen auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und ein Rückgang der globalen Risikobereitschaft dazu bei. Die vernünftigste Strategie für Anleger wäre derzeit, Panikverkäufe zu vermeiden, aber genau zu beobachten, ob das Unterstützungsniveau von 60.000 US-Dollar gehalten wird. Es ist unmöglich zu wissen, wann sich das Blatt in der Welt der Kryptowährungen wenden wird, aber die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass das Wasser noch einige Zeit turbulent bleiben wird.
*Dies ist keine Anlageberatung.