Das Flaggschiff-Asset der Kryptowährung stürzt auf einen statistisch signifikanten Schwellenwert und schafft damit die Voraussetzungen für einen möglichen Aufschwung.

Die größte Kryptowährung der Welt, Bitcoin, bewegt sich nahe einer kritischen Schwelle, nachdem sie am Mittwoch kurzzeitig unter die 66.000-Dollar-Marke gefallen war. Dieses durch den Potenzgesetz-Korridor definierte Schlüsselniveau ging in der Vergangenheit erheblichen Preiserholungen voraus. Dieses vom Physiker Giovanni Santostasi entwickelte und von Porkopolis Economics weiter verfeinerte Modell im logarithmischen Maßstab verfolgt seit über einem Jahrzehnt die Preisentwicklung von Bitcoin und zeigt eine natürliche Verlangsamung des Wachstums mit zunehmender Reife des Netzwerks.
Im Gegensatz zu herkömmlichen zyklusbasierten Modellen, die sich auf die Halbierung der neuen Bitcoin-Schöpfung alle vier Jahre konzentrieren, schlägt das Power-Law-Modell vor, dass der Bitcoin-Preis einem langfristigen mathematischen Muster folgt, das an jene in der Natur erinnert, wo sich das Wachstum mit der Zeit zwangsläufig verlangsamt. Daten von checkonchain deuten darauf hin, dass Bitcoin laut Power Law Oscillator in etwa 95,6 % seiner Geschichte zu einem höheren Preis als seinem aktuellen Niveau gehandelt wurde.
Bemerkenswert ist, dass frühere Fälle, in denen sich der Bitcoin-Preis diesen Niveaus angenähert hat, mit Perioden extremer Marktturbulenzen zusammenfielen, wie etwa dem pandemiebedingten Marktabschwung im März 2020 und dem Zusammenbruch der Kryptowährungsbörse FTX im November 2022. In beiden Fällen stürzte der Preis der Kryptowährung bis zum unteren Rand des Potenzgesetzmodells ab, bevor es anschließend zu erheblichen Erholungen kam. Obwohl das Power-Law-Modell keine Garantie dafür bietet, dass das aktuelle Unterstützungsniveau bestehen bleibt, interpretieren langfristige Anleger den aktuellen Wert als Hinweis darauf, dass Bitcoin derzeit mit einem der bedeutendsten historischen Abschläge im Vergleich zu seinem langfristigen Trend gehandelt wird.