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Der Investmentriese Pimco schlägt Alarm wegen einer möglichen Zinserhöhung der US-Notenbank angesichts zunehmender Spannungen im Nahen Osten

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Der Investmentriese Pimco schlägt Alarm wegen einer möglichen Zinserhöhung der US-Notenbank angesichts zunehmender Spannungen im Nahen Osten

Seit fast zwei Jahren preisen die Märkte einen langsamen, stetigen Rückgang der Zinssätze ein. Pimco, der weltweit größte aktive Anleihenmanager, weist nun darauf hin, dass sich die Entwicklung bald umkehren könnte, und dass der Auslöser nicht in inländischen Inflationsdaten oder einem Bericht über heiße Arbeitsplätze liegt. Es ist Krieg.

Die Pacific Investment Management Company hat gewarnt, dass der anhaltende Konflikt mit dem Iran die Federal Reserve dazu veranlassen könnte, die Zinssätze zu erhöhen, anstatt sie zu senken. Die Logik ist einfach: Ein anhaltender militärischer Konflikt stört die Energiemärkte, Energieunterbrechungen treiben die Kosten in der gesamten Wirtschaft in die Höhe und das wichtigste Instrument der Fed zur Inflationsbekämpfung sind höhere Zinsen.

Eine gespaltene Fed signalisiert Unsicherheit

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hielt die Zinsen während seiner Sitzung am 29. April stabil bei 3,50 % bis 3,75 %. Diese Entscheidung allein war nicht überraschend.

Überraschend: Die Abstimmung ergab 8:4. Dieses Ausmaß an Meinungsverschiedenheiten ist ungewöhnlich und es lohnt sich, darauf zu achten.

Die vier Andersdenkenden wollten nicht unbedingt eine sofortige Erhöhung. Sie drängten jedoch auf ein klareres Signal, dass Zinserhöhungen und nicht nur Zinssenkungen auf dem Tisch liegen. Die Andersdenkenden betonten, dass Erhöhungen je nach Entwicklung der wirtschaftlichen Lage ebenso plausibel seien wie Kürzungen.

Energieschocks und das Inflationsproblem

Das Hauptanliegen von Pimco sind Energieversorgungsschocks. Wenn die iranischen Ölexporte unterbrochen werden oder die Schifffahrtsrouten im Nahen Osten über einen längeren Zeitraum unzuverlässig werden, steigen die Rohölpreise. Pimco warnte davor, dass ein anhaltender Konflikt zu anhaltenden Energieversorgungsschocks mit tiefgreifenden globalen wirtschaftlichen Auswirkungen führen könnte.

Die Treasury-Märkte reagieren bereits. Die zweijährigen Renditen stiegen nach der Eskalation des Konflikts um 10 Basispunkte auf 3,48 %, während die zehnjährigen Renditen auf 4,03 % kletterten. Händler haben auch damit begonnen, die Erwartungen an Zinssenkungen im Jahr 2026 zu reduzieren, da die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass Zinserhöhungen bei künftigen Zentralbanksitzungen eingepreist werden.

Was das für Anleger bedeutet

Der Anleihenmarkt ist wohl der unmittelbarste Ort, den man im Auge behalten sollte. Steigende Renditen sowohl am kurzen als auch am langen Ende der Kurve deuten darauf hin, dass Anleger eine höhere Entschädigung für das Halten von US-Staatsanleihen fordern. Pimco selbst positioniert sich als weltweit führender Bondshop vermutlich entsprechend.

Anleger sollten die Spanne zwischen den Renditen zweijähriger und zehnjähriger Staatsanleihen genau beobachten. Die aktuelle Lücke mit zweijährigen Renditen von 3,48 % und zehnjährigen Renditen von 4,03 % weist eine normal geneigte Kurve auf. Wenn jedoch die kurzfristigen Renditen schneller steigen als die langfristigen Renditen, würde dies signalisieren, dass die Märkte von der Fed ein aggressives Vorgehen gegen die kurzfristige Inflation erwarten, selbst auf die Gefahr hin, dass sich die Wirtschaft verlangsamt.

Der Investmentriese Pimco schlägt Alarm wegen einer möglichen Zinserhöhung der US-Notenbank angesichts zunehmender Spannungen im Nahen Osten